Kindsbewegungen im Mutterleib

Wann spürt man erste Kindsbewegungen?
"Es hat sich bewegt!" - Die ersten Kindsbewegungen sind
etwas ganz Besonderes - Foto: © Hannes Eichinger


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Wenn das Baby sich das erste Mal bewegt

Eine Schwangerschaft gehört zu den aufregendsten und schönsten Ereignissen im Leben einer Frau. Das Wissen, dass ein kleines Wesen in einem selbst heranwächst, lässt so manche werdende Mutter in Ehrfurcht vor der Natur ganz still werden. Es ist schon erstaunlich und erscheint immer wieder wie ein Wunder, wenn aus zwei winzigen Zellen nach 9 Monaten ein kleines Baby das Licht der Welt erblickt. Neben den Ultraschallbildern, die schwarz auf weiß zeigen, dass in der Gebärmutter ein kleiner Mensch heranwächst, sind die Bewegungen des Babys im Bauch der Schwangeren ein weiteres deutliches Zeichen für dessen Existenz.

Wann spürt man erste Kindsbewegungen?

Die meisten Mütter fiebern dem Moment entgegen, an dem sie ihr Baby zum ersten Mal spüren. Meist um die 20. Schwangerschaftswoche herum ist dieser Zeitpunkt dann endlich gekommen. Manche werdenden Mütter, besonders wenn diese nicht ihr erstes Kind erwarten, spüren die kleinen Knuffe und Tritte auch schon etwas früher. Und andere Frauen müssen sich in Geduld üben: liegt die Plazenta in Nähe der mütterlichen Bauchdecke, so werden die Bewegungen des Ungeborenen abgedämpft. Wenn das Baby größer und kräftiger wird, dann werden auch seine Tritte für die betroffenen Frauen besser zu spüren sein.

Wie fühlt es sich an, wenn sich ein Ungeborenes im Mutterleib bewegt?

Nun, die ersten zaghaften Bewegungen erinnern an Verdauungsprobleme. Auch wenn das völlig unromantisch klingt - viele werdende Mütter beschreiben dieses Gefühl so. Andere sprechen eher von einem Schmetterling oder einem kleinen Fischlein, das sich dort im Inneren der Gebärmutter Raum verschafft. Wie auch immer: die ersten spürbaren Bewegungen sind eher zu erahnen als dass die Frau genau weiß, dass sie ihr Baby spürt. Erst wenn sich dieses Gefühl wiederholt, wird der werdenden Mutter klar, dass es sich hierbei um Kindsbewegungen handelt.

Die meisten Frauen genießen es, wenn sie ihr Baby im Bauch spüren. Doch es gibt auch einige wenige, die mit diesem Gefühl nichts anfangen können. Sie sind vielleicht verunsichert, weil da so ein kleines Wesen Besitz von ihrem Körper ergreift oder sie haben Angst davor, nach traumatischen Erlebnissen wie etwa einer Fehlgeburt oder Totgeburt ihr Ungeborenes auch diesmal wieder hergeben zu müssen. Wenn Sie zu diesen Frauen gehören, so haben Sie kein schlechtes Gewissen: es sagt gar nichts darüber aus, ob sie eine gute Mutter sein werden. Manche Frauen können ihr Baby eben erst dann genießen, wenn sie es im Arm halten.
Männer stehen in der ersten Zeit, wenn ihre Partnerin schwanger ist, meist außen vor. Sie sehen noch nichts von ihrem Kind und bemerken nur diverse Veränderungen an der werdenden Mutter. Wenn die Frau ihr Baby spürt, dann dauert es nicht mehr lange und auch der werdende Vater kann bald das Ungeborene durch die Bauchdecke bemerken. Ein schöner Moment für beide Partner! Und je größer das Baby wird, umso deutlicher ist dieses Erlebnis für die zukünftigen Eltern spürbar.

Bald wird es in der Gebärmutter eng werden und kleine Beulen am Bauch der Mutter zeigen an, dass das Baby seine Lage verändert. Manche Frauen können im späten Stadium der Schwangerschaft sogar deutlich die kleinen Füße identifizieren, die sich da gegen die Bauchwand drücken. So schön die Kindsbewegungen auch sind - manchmal sind diese auch störend. Denn ein gezielter Tritt des Ungeborenen gegen die Blase seiner Mutter ist nicht gerade das, was man angenehm nennt...
Text: K. L. / Stand: 15.11.2017

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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