Tiere als Seelentröster

Ein Hund kümmert sich um sein Frauchen
Ein bißchen mit dem Hund kuscheln kann schon einiges an
Kummer vergessen lassen - Foto: © Poulsons Photography


Inhaltsverzeichnis dieses Artikels:

Wie Tiere trösten können

Wer sich ein Tier anschaffen möchte, sollte sich das vorher sehr gut überlegen.

Je nach Tierart kann dies eine Bindung für viele Jahre sein, in denen man das Tier versorgen muss und ihm auch Zuwendung geben sollte. Ist man sich sicher, dass man diese Verantwortung übernehmen kann, so kann ein Tier eine große Bereicherung für das eigene Leben sein. Vor allem für ältere Menschen kann ein Tier neuen Lebensmut und körperliches Wohlbefinden bringen.

Tiere als Therapeuten

Man hat festgestellt, dass ältere Menschen, die einen Hund, eine Katze oder ein anderes Tier besitzen, seltener krank sind als Gleichaltrige ohne tierischen Mitbewohner. Typische Risikofaktoren für diese Altersgruppe, wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, erhöhter Blutdruck oder erhöhte Blutfettwerte wären nachweislich geringer. Aber nicht nur körperlich tut der tierische Familienzuwachs gut, sondern auch die Seele profitiert davon. Auch wenn man keine Antwort bekommt, so hat man doch einen guten Zuhörer, dem man alles anvertrauen kann. Tiere, denen man Liebe entgegenbringt, werden dies immer zurückgeben mit Zuneigung und Treue, was das Herz natürlich erfreut. Das Tier zu versorgen bedeutet auch eine Aufgabe, die täglich erfüllt werden muss, sodass man sich nicht so leicht "hängen lassen" kann. Schließlich wird man gebraucht und kommt sich so nicht nutzlos vor. In schweren Zeiten bringt einen die Beschäftigung mit dem Tier wieder auf neue Gedanken, vermag abzulenken und zu trösten.

Neuer Schwung im Leben

Gerade ein Hund bringt sein Herrchen/Frauchen wieder auf Trapp. Jeden Tag, bei Wind und Wetter, muss man mit dem Hund spazieren gehen. So bekommt man täglich Bewegung an der frischen Luft. Das bringt den Kreislauf in Schwung und stärkt das Herz und die Muskeln. Wer sonst bei schlechtem Wetter nicht daran denken würde, nach draußen zu gehen, wird staunen, wie viel Spaß das machen kann. Das Immunsystem wird abgehärtet und Erkältungserkrankungen werden seltener auftreten. Das Gassi gehen kann auch aus der Isolation führen, in der sich viele ältere Menschen befinden. Der Einsamkeit, die oft mit Depressionen einhergeht, kann so entflohen werden, da Hundebesitzer sehr leicht und schnell in Kontakt kommen. Man begegnet sich, die Hunde begrüßen sich und so kommen auch die Menschen ins Gespräch. Die Tiere sind immer ein guter Einstieg und oft entwickeln sich aus solchen Begegnungen Gemeinschaften zum Gassi gehen und auch Freundschaften über das Spazierengehen hinaus. Selbst wenn man alleine mit dem Hund z.B. in den Wald geht, macht das einfach mehr Spaß, denn auch dort liebt der Hund es, wenn man mit ihm spielt.

Doch nicht nur Hunde, auch Katzen und kleinere Tiere wie Vögel oder Nagetiere brauchen Beschäftigung und müssen versorgt werden. Auch sie vertreiben die Einsamkeit von alleinstehenden Personen.

Umdenken bei der Betreuung älterer Menschen

Heute gibt es bereits Altersheime, die auf die positive Wirkung von Haustieren auf Senioren setzen. Neue Bewohner dürfen ihre Haustiere ins Heim mitnehmen bzw. Heimbewohner sich eines anschaffen.

Manche Heime organisieren auch regelmäßig Besuchsdienste von speziell geschulten Hunden, die sich geduldig von den Senioren streicheln und verwöhnen lassen. Die Freude, die diese Tiere auslösen, kann man direkt in den Gesichtern der alten Menschen ablesen, sodass man sich nur wünschen kann, dass dies keine Ausnahmen sind, sondern in vielen Heimen Normalität wird.
Text: A. B. / Stand: 15.11.2018

Auch diese Tiere eignen sich als Therapeuten:

  • Delfine
  • Pferde
  • Kaninchen
  • Lamas

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