Rücksichtsvolle Hundebesitzer

Rücksicht nehmen auf Nicht-Hundebesitzer

Hunde bereichern das Leben ihrer Besitzer enorm. Sie bringen Freude und Spaß und sorgen dafür, dass Herrchen oder Frauchen regelmäßig in Bewegung kommen.

Doch nicht alle Mitmenschen können diese tierische Begeisterung verstehen, vor allem dann nicht, wenn sie wieder mal in einen Hundehaufen treten oder ihnen eine ausgewachsene Dogge auf dem Gehweg entgegenkommt. Leider scheinen viele Hundebesitzer noch nie etwas von gegenseitiger Rücksichtsnahme gehört zu haben und folglich kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen den Hundehaltern und den Mitmenschen, welche sich durch diese gestört fühlen.

Das Häufchen kommt ins Tütchen

Der Hund muss regelmäßig vor die Tür, um seine Geschäfte zu erledigen. Dabei fallen täglich Hundehäufen an - je nach Rasse und Fressgewohnheiten können diese beachtliche Maße annehmen. Das Futter, welches früh im Napf lag, muss logischerweise verstoffwechselt am anderen Ende des Hundes wieder heraus. Dabei lassen sich die Vierbeiner aber nur in begrenztem Maße steuern. Wenn sie müssen, dann müssen sie und bevorzugen dabei Grünflächen und Randstreifen von Vorgärten. Bleiben diese Hinterlassenschaften einfach liegen, so bedeutet dies zu Recht ein Ärgernis für Grundstücksbesitzer und andere Passanten. Wohl niemand möchte im Vorgarten Unkraut zupfen und dabei auf Hundekot stoßen. Und wer schon einmal in einen Haufen getreten ist, der weiß, wie nervig es ist, sich den Kot aus dem Profil zu kratzen. Daher gilt eine ganz klare Regel: der Hundehaufen kommt in die Tüte! Gut zugeknotet wird die Tüte dann in der heimischen Mülltonne oder in einem öffentlichen Papierkorb entsorgt. Ob Sie spezielle Hundekotbeutel verwenden oder als preiswerte Alternative eine Rolle Frühstücksbeutel kaufen, das ist egal. Wichtig ist nur, dass Sie immer ein paar dieser Tütchen bei sich haben, um im Fall der Fälle gewappnet zu sein.

Hunde markieren ihr Revier

Folgendes Bild sieht man tagtäglich auf der Straße: ein Hund kommt mit seinem Besitzer gelaufen, bleibt stehen, schnüffelt und hebt dann sein Bein. Das sogenannte Markieren sagt anderen Hunden: "Bello war hier!" und dient dazu, das Revier abzustecken. Vor allem Rüden hinterlassen an fast jeder Ecke ihre Urinspuren und unterscheiden dabei nicht, ob es sich um einen Baum, die Hauswand oder den Gartenzaun des Nachbarn handelt. Dieser ist über die tägliche mehrfache "Bewässerung" alles andere als erfreut, da Urin besonders im Sommer intensiv riechen kann. Streng genommen handelt es sich beim Markieren sogar um eine Sachbeschädigung. Um Streitereien und unangenehme Konflikte mit seinen Mitmenschen zu vermeiden, ist hier ist ganz klar das Eingreifen des Hundebesitzers gefragt. Im Gegensatz zum großen Geschäft ist das Markieren vermeidbar. Ein konsequentes Bei-Fuß-Laufen verhindert, dass die Fellnase an jeder Ecke stehen bleibt. Gehen Sie zudem nicht zu dicht an Gartenzäunen vorbei, denn so verringert sich das Bedürfnis des Hundes danach, seine Duftmarke über die eines anderen Hundes zu setzen. Als Ausgleich benötigt der Hund natürlich ausreichend Gelegenheit, um auf Feldern oder Wiesen ausgiebig zu schnüffeln und nach Herzenslust zu markieren.

Freilauf - da, wo es niemand stört

In der Regel besteht für Hunde in Städten und Gemeinden ein Leinenzwang. Die Vierbeiner können ihr Bedürfnis nach Freilauf aber auf so genannten Hundewiesen ausleben. Viele Besitzer suchen dafür auch Feldwege oder große Wiesen abseits der Stadt auf. Doch immer wieder passiert es, dass Hundebesitzer ihren Liebling nicht an die Leine nehmen und dieser stattdessen munter durch den Park läuft und Ausschau nach einem Jogger hält. Auch auf Gehwegen kommt vielfach erst der Hund gelaufen, bevor mit einigen Metern Abstand dessen Besitzer folgt. Nicht jeder Mensch ist ein Hundefreund und manch einer hat auch richtig Angst vor Rex, Bello & Lotte. Auch wenn ein Hund gut erzogen ist: es können immer wieder Situationen eintreten, in denen das Tier rein seinem Instinkt folgt und im schlimmsten Fall zubeißt. Doch auch wenn es nicht soweit kommt - ein frei laufender Hund ist anderen Passanten einfach nicht zuzumuten. Ihren Bewegungsdrang können Hunde dort ausleben, wo sie niemanden stören. Gerade auf ausgewiesenen Freilaufflächen oder am Feldrand sind sicher auch andere Hundebesitzer unterwegs, so dass sich hier immer wieder nette Kontakte entwickeln. Wenn Kinder Angst vor Tieren haben

Der Gehweg ist nicht nur für Hunde da

Auch dann, wenn ein Hund angeleint ist, kann er andere Passanten und andere Hunde stören. Die besonders in letzter Zeit in Mode gekommenen Schleppleinen bieten den Tieren besonders viel Bewegungsfreiheit, ohne gegen die oft vorgeschriebene Leinenpflicht zu verstoßen. Zwar ist der Hund an einer 5 oder 10 Meter langen Leine angeleint, dennoch kann er Kinder oder Erwachsene anspringen, überall markieren, anderen Menschen Angst einjagen und im schlimmsten Fall beißen. Die Schleppleine ist definitiv kein Utensil, welches auf Gehwegen in Wohnsiedlungen oder gar mitten in der Stadt verwendet werden sollte. Die langen Leinen dienen vielmehr der Hunderziehung und kommen besonders beim Erlernen des Rückruf-Kommandos sowie in einigen Bereichen des Hundesportes zum Einsatz. Nähert sich ein anderer Passant auf dem Fußweg, so sollte der Hund in der Lage sein, ganz entspannt an der kurzen Leine die Situation zu meistern. Dies kann man gemeinsam mit seinem Vierbeiner trainieren. Einem sehr unsicheren oder temperamentvollen Hund kann man auch das Kommando "Sitz" abverlangen und dann am Rand des Gehweges stehen bleiben.

Ordnung und Sauberkeit im Haus

Nicht nur beim Gassi gehen sind Ordnung und Sauberkeit gefragt. Auch als Mieter mit Hund sollte dies selbstverständlich sein. Kommen Sie von einem ausgiebigen Waldspaziergang zurück oder tobte ihr tierischer Liebling gerade über das schlammige Feld, so hinterlassen seine Pfoten (und Ihre Schuhe) deutliche Spuren im Treppenhaus. Hinzu kommt die unschöne Tatsache, dass sich Hunde prinzipiell immer dann schütteln, wenn sie zur Haustür herein gekommen sind. Dass all dieser Schmutz für Verärgerung beim Vermieter sowie bei den anderen Hausbewohnern sorgt, ist wohl verständlich. Diesen Konflikt können Sie entgehen, indem Sie ein feuchtes Handtuch für den Hund in der Tasche haben und noch vor der Tür ihren Vierbeiner damit vom gröbsten Dreck befreien. Auch wenn Sie sich selbst die Schuhe noch so gut abtreten: besonders in einem groben Profil bleibt häufig Dreck hängen. Ist das der Fall, so kehren Sie das Treppenhaus oder wischen einmal feucht durch.

Mit gegenseitiger Rücksichtnahme lebt es sich als Hundebesitzer einfach leichter. Mit nur wenig Aufwand und mit einem gesunden Menschenverstand sind Konflikte und Nachbarschaftsstreitigkeiten vermeidbar.
Text: K. L. / Stand: 13.12.2018

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