Lärmbelästigung durch Hunde und Katzen in der Wohnung

Hund schaut aus dem Fenster
Lärmbelästigung durch Hunde ist ein häufiger Streitpunkt
zwischen Nachbarn - Foto: © Caro


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Lärmbelästigung durch Haustiere

Der Golden Retriever Welpe des Nachbarn jault schon seit Stunden, da sein Besitzer auf der Arbeit ist und er sich einsam und verlassen fühlt.

Katze Molly kratzt ausdauernd an der Wohnungstür und schärft ihre Krallen. Und Pudel Max von nebenan kläfft jedes mal, wenn sich ein Bewohner des Hauses an seiner Tür vorbei wagt. Lärmbelästigungen von Haustieren sind leider keine Seltenheit und werden hauptsächlich von Hunden und Katzen verursacht. Da Haustiere keine Uhr kennen erfolgt der von ihnen ausgehende Krach auch innerhalb der gesetzlich geregelten Ruhezeiten - sehr zum Leidwesen von allen anderen im Haus wohnenden Personen.
Gerade junge Tiere schlagen Lärm, wenn sie mal müssen. [So bekommen Sie Hunde stubenrein]

Lärmbelästigung durch Hundegebell - suchen Sie das Gespräch

Haben Sie auch so einen tierischen Störenfried als Nachbar und werden Ihre Nerven ständig durch Lautäußerungen und sonstige Aktivitäten der großen und kleinen Fellnasen strapaziert? Nun, wenn Sie sich nur darüber aufregen und sonst nichts unternehmen, so wird wohl vermutlich auch in Zukunft alles beim alten bleiben. Im Fall von Lärmbelästigungen durch Haustiere empfiehlt es sich mit dem betroffenen Nachbarn das Gespräch zu suchen. Es kann durchaus sein, dass dieser gar nichts von seinen zu lauten Tieren ahnt und ganz erstaunt ist, dass diese für solchen Groll bei den Mitbewohnern sorgen. Wie bei anderen Problemen mit dem Nachbarn macht auch beim Thema Haustiere der Ton die Musik. Klingeln Sie also nicht Sturm und beschweren Sie sich nicht lautstark über diese "olle Tölle" oder den "alten Kläffer". Bringen Sie stattdessen Ihr Anliegen in einem sachlichen und freundlichen Ton zur Sprache. Oftmals kommt man im gemeinsamen Gespräch auf die Ursachen des Problems und kann so gemeinsam nach Lösungen suchen.

Hilfe mein Haustier stört die Mitbewohner - und jetzt?

Schon wieder beschwert sich der Nachbar über den eigenen Hund oder die Katze. Dabei muss es nicht immer nur um deren Lautäußerungen gehen - auch das ständige durch die Wohnung rennen der Vierbeiner kann für übermäßigen Lärm bei den Mietern eine Etage darunter sorgen. Oftmals geht dann auch mit lautem Scheppern irgendein Teil der dekorativen Inneneinrichtung zu Bruch... Wenn sich Nachbarn bei Ihnen über zu laute Haustiere beschweren, ist Verständnis und Kompromissbereitschaft gefragt. Streiten Sie nicht gleich alles ab, sondern hören Sie erst einmal in Ruhe zu, was Ihr Nachbar Ihnen sagen möchte. Solch ein Gespräch führt sich leichter, wenn Sie Ihren Mitbewohner hereinbitten und sich bei einer Tasse Kaffe seine Probleme mit dem Lärm Ihrer Haustiere anhören. Vielleicht ist Ihnen ja gar nicht bewusst, dass Ihr Hund ständig bellt oder die Katze ausdauernd miaut, während Sie im Büro sind. Ihren Nachbarn dagegen kann solch ein Lärm sehr zusetzen - vor allem dann, wenn er Schichtarbeiter ist oder wenn kleine Kinder in ihren Ruhezeiten gestört werden. Gehen Sie also in sich und versuchen Sie sich in die Lage des Nachbarn hineinzuversetzen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass andere Hausleute durchaus normale Töne, welche Haustiere nun mal produzieren, tolerieren müssen. Mitbewohnern, welche schon beim leisesten Bellen von Wuffi an die Decke gehen, können Sie auch nicht helfen. Doch es ist ein Unterschied, ob ein Tier normal oder übermäßig Lärm verursacht.
Weitere Infos über die Haltung von Hunden, Katzen und anderen Haustieren.

Alternativen finden - Kompromisse anbieten

Vielleicht wissen Sie selbst, dass Ihr Haustier zu laut ist oder Sie werden mit diesem Fakt erst dann konfrontiert, als ein gefrusteter Nachbar an Ihrer Tür klingelt. Wie dem auch sei: im Sinne einer guten Nachbarschaft sollte immer versucht werden, nach einer Lösung für das Problem zu suchen. Vielleicht kann der Haustierbesitzer eine Person seines Vertrauens arrangieren, welche am Tage, während er auf der Arbeit ist, nach dem tierischen Mitbewohner schaut. Eine große Runde mit dem Hund am Morgen oder eine extra Spieleinheit mit der Katze fordert diese körperlich und sorgt im besten Fall dafür, dass der Vierbeiner danach erstmal für ein paar Stunden in einen friedlichen Schlummer fällt. Welpen, Junghunde und kleine Katzen können noch nicht stundenlang allein in der Wohnung bleiben - hier sollte definitiv eine stundenweise Betreuung her. Vielleicht ist es auch möglich, das Tier mit ins Büro zu nehmen oder ein lieber Nachbar schaut hin und wieder nach der Fellnase. Hypersensible "Wachhunde", welche bei jedem kleinsten Geräusch im Haus anschlagen und dann bellend hinter der Wohnungstür lauern, während Herrchen außer Haus ist, können eventuell in ein anderes Zimmer "verbannt" werden. Lässt sich das Problem so nicht lösen, so könnte auch die stundenweise Betreuung in einer Tierpension zur Entspannung der Situation beitragen.

Doch wie bereits eingangs erwähnt: ein Tier bleibt ein Tier und dieses richtet sich nicht nach der Uhr. Daher ist auch von den Nachbarn, welche sich gestört fühlen, eine gewisse Toleranz zu erwarten. Verständnis und Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten können dazu beitragen, dass sich Tierbesitzer und Nachbarn friedlich annähern und es nicht zur Eskalation der Situation kommt.
Text: K. L. / Stand: 27.07.2019

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