Hunde als Haustiere für Familien

Verschiedene Hunde
Hunde als Haustiere für Familien - Foto: © Erik Lam

Was sollte man über die artgerechte Haltung von Hunden wissen? Wie wird der Hund zum echten Familienmitglied? Welche Anschaffungen sind nötig? Das und mehr erfahren Sie hier:

Tipps für die artgerechte Haltung von Hunden

Drei Labrador Welpen in einem Körbchen
Beliebter Familienhund: Der Labrador
Foto: © Barbara Helgason

Hunde waren schon immer treue Gefährten des Menschen. Sie bewachen Haus und Hof, spüren Fährten auf oder sind speziell für Behinderte ausgebildet. Aber auch als ganz normales Haustier wird der Vierbeiner bei Groß und Klein geschätzt: allein in Deutschland leben ca. 5 Millionen Hunde in enger Verbundenheit mit ihren Besitzern. Unter den Hundeliebhabern befinden sich viele Familien - und das aus gutem Grund. Denn ein Hund ist anders als beispielsweise ein Hamster oder ein Meerschweinchen ein Haustier, mit dem Kinder richtig etwas anfangen können.

Der Vierbeiner braucht mehrmals am Tag viel Auslauf und ist gern bei allen Aktivitäten in der freien Natur mit dabei. Kinder finden in ihm einen treuen Freund und Seelentröster, dem sie alles anvertrauen können.

Was benötigt man zur artgerechten Haltung für den Familienhund?

Wer einen Hund bei sich aufnehmen will, der kommt um einige Anschaffungen nicht herum. Natürlich braucht der Vierbeiner ein Halsband und eine Hundeleine. Wird das Tier in öffentlichen Verkehrsmitteln mitgenommen, so wird zudem noch ein Maulkorb benötigt. Futternapf und Wassernapf sind in verschiedenen Größen erhältlich und sollten einen festen Platz in der Wohnung erhalten. ( Ein Hund sollte mindestens zwei Wassernäpfe zur Verfügung haben! )Je nach Hunderasse und geplanter Unterbringung (Wohnungs- oder Hofhaltung) kann entweder ein Zwinger, eine Hundehütte oder im Haus ein Hundekörbchen notwendig sein. Grundstücke sollten gut eingezäunt werden - zur Sicherheit der Mitmenschen und auch zur Sicherheit des Hundes. Aber auch Hundespielzeug sollte vorhanden sein! Gerade junge Hunde sind noch sehr verspielt. Möchten Sie den Hund des öfteren mit dem Auto transportieren sollten Sie Hundegitter und Hundegurte besorgen.
Das wichtigste was Sie für Ihren Hund brauchen ist aber Zeit! Er möchte jeden Tag mit seiner Familie spielen und kuscheln!

Beliebte Hunderassen für Familien:

  • Schäferhund
  • Dogge
  • Berner Sennenhund
  • Dackel
  • Pudel
  • Beagle
  • Boxer
  • Collie
  • Labrador
  • Golden Retriever
  • Yorkshire Terrier
  • English Cocker Spaniel

Sind Hunde geeignete Haustiere für Kinder?

Hunde sind treue Gesellen des Menschen. Trotzdem ist es unbedingt notwendig, dass man sich im Vorfeld genau über das Wesen der verschiedenen Rassen informiert.

Ein junger Golden Retriever
Bei Familien sehr beliebt sind Golden Retriever
Foto: © Pfotenknipserei - Denise Wessolleck

Ein Hund Haustier für aktive Familien
Eine aktive junge Familie ist zum Beispiel dem Bewegungsdrang eines Münsterländers eher gewachsen als ein Rentner. Jagdhunderassen neigen in der Regel weniger zum Bellen als etwa Hütehunde. Vor dem Kauf sollte auch die Frage nach der dem Hund zugedachten Aufgaben stehen. Soll er Haus und Garten bewachen oder einfach nur als Begleiter dienen? Und welche speziellen Eigenschaften sind erwünscht? Ein Hund ordnet sich der Familie, in der er lebt, unter. Dem Besitzer kommt hierbei die Rolle des "Leittieres" zu. Diese Beziehung muss ein junger Hund natürlich erst lernen. Ohne eine gute Ausbildung und Erziehung ist das Leben mit einem Hund nicht nur schwierig, sondern kann unter Umständen auch gefährlich werden. Als Familie mit Kindern sind ausgeglichene Hunderassen zu empfehlen. Zu ihnen gehören zum Beispiel der Golden Retriever, der Border Terrier, der Labrador oder der Bobtail. Man kann also sagen, dass Hunde als Haustiere für Kinder geeignet sind - es kommt nur auf die Rasse an.
Auch rüstige Senioren schätzen den Hund als Haustier sehr!

Lebenserwartung - Wie alt werden Hunde?

Eine ganz wichtige Frage vor der Anschaffung ist auch: Wie alt werden Hunde? Im Durchschnitt haben Hunde eine Lebenserwartung von 10 bis 16 Jahren. Auch hier gibt es wieder große Unterschiede zwischen den einzelnen Rassen. Kleinere Hunde leben in der Regel länger als größere Tiere. Und Mischlinge sind weniger anfällig für Krankheiten als reinrassige, häufig überzüchtete Exemplare. Die Art und Weise der Haltung spielt eine nicht untergeordnete Rolle in Bezug auf die Lebenserwartung. Im Prinzip ist es so ähnlich wie auch beim Menschen: Übergewicht, schlechte Ernährung und Bewegungsmangel fördern Krankheiten und sind häufig Ursache eines früheren Todes. Im Gegensatz zu so manchen Kleintieren binden sich Hundebesitzer für eine sehr lange Zeit an ihr Tier. Diese Tatsache sollte sich jeder vor der Anschaffung eines Hundes bewusst sein.
Tipp: Es gibt viele schöne Tierparks in Deutschland

Anfallende Kosten für die Hundehaltung

Zuallererst sind hier die Ausgaben für die Anschaffung des Hundes selbst zu nennen. Reinrassige Tiere aus guter Zucht sind nicht unter 600 Euro zu bekommen. Wohlgemerkt handelt es sich hier um den Einstiegspreis einiger Rassen. Ein Golden Retriever kann schon mal 1500 Euro kosten. Hände weg von "Billig-Welpen": sie kommen häufig aus Fernost, die Zuchtbedingungen sind katastrophal und die Hunde häufig krank. Wer einer armen Seele aus dem Tierheim ein neues Zuhause geben will, der muss mit einer Schutzgebühr von etwa 200 Euro rechnen. Hinzu kommt dann noch die Erstausstattung (Körbchen oder Zwinger, Futternäpfe, Leine, Halsband, Transportbox, Spielzeug).

Die Futterkosten können sehr stark variieren - auch hier sind die Größe des Tieres und die Art der Ernährung entscheidend. (Trockenfutter, Nassfutter, Barfen)

In regelmäßigen Abständen sind Impfungen notwendig. Ist der Hund krank, so können die Tierarztkosten leicht den dreistelligen Eurobereich erlangen.

Zu den weiteren Kosten zählen die Hundesteuer (je nach Hund und Gemeinde ca. 30 - 150 Euro im Jahr) und die Ausgaben für die Tierhalterhaftpflichtversicherung. Etwa 60 bis 80 Euro werden dafür im Jahr fällig. Die Tierhalterhaftpflichtversicherung wird jedem Hundebesitzer dringend empfohlen, denn im Schadensfall sind so Herrchen oder Frauchen abgesichert. Kosten für die Hundeschule sollte man ausserdem auf dem Zettel haben! Alles in allem ist der Hund ein recht kostenintensives Haustier. Wer sich für einen Vierbeiner entscheidet, sollte unbedingt vor dem Kauf prüfen, ob das Familienbudget für einen Hund ausreichend ist.
Text: K. L. / Tkni (Tierpfleger) Stand: 30.11.2019

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