Wie kann man die Weihnachtshektik vermeiden?

Ein Weihnachtsmarkt am Abend
Weihnachten ohne Hektik - Foto: © Rocco Di Biagio



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Weihnachten ganz ohne Streß genießen

Aus den Supermarktregalen grinsen uns Schokoweihnachtsmänner an. Lebkuchen und Stollen sollen den vorweihnachtlichen Kaffeetisch beleben. Lieder vom Tannenbaum säuseln uns zu: lasst uns alle fröhlich sein, und uns recht von Herzen freu'n.

Kind Nummer 1 kommt mit der Einladung zur Kindergarten-Weihnachtsfeier nach Hause. Kind Nummer 2 möchte die Ankunft Jesu in der Schule mit einer Familienweihnachtsfeier begehen. Es folgen: der Sportverein, der Klöppel-Kurs, die Firma des Mannes und der Mütterkreis der Gemeinde - Weihnachtsfeiern überall - "alle Jahre wieder, kommt das Christuskind" - so ist das eben mal. Und erst die Geschenke! Ein Gewusel ist das in den letzten Wochen vor dem 24. Dezember! Wohin man schaut: hektisches Gerenne, genervte Männer und Frauen auf der Suche nach irgendetwas, um den Lieben daheim eine Freude zu machen oder aber auch nur um eine Pflicht zu erfüllen.

Die Menschen scheinen gegen Jahresende zur Höchstform aufzulaufen. Und was macht die Natur? Schauen wir uns doch einmal um: die Bäume werfen ihre Blätter ab - Ballast, wird nicht mehr gebraucht. Viele Tiere ziehen sich zurück und halten Winterschlaf. Tanken Kraft für spätere Zeiten. Der See liegt zugefroren zwischen kahlen Bäumen. Winterstarre. Wohin man schaut: Ruhe kehrt ein bei Pflanzen und Tieren. Vieles läuft auf Sparflamme. Nur ein bisschen von diesem Innehalten - das tut uns Menschen gut! Zeit für die Familie, Zeit um sich zu besinnen auf sich und das eigentliche Weihnachtsgeschehen. Doch wie können wir das erreichen? Wie können wir in die letzten Wochen des Jahres etwas mehr Ruhe hineinbringen?

Tipps für eine entspannte Adventszeit

Nun, zum einen bedarf es dazu einer gewissen Planung. Wer seine Weihnachtsgeschenke erst kurz vor Toresschluss kauft, der verfällt zwangsläufig in Hektik. Besser: sich über das Jahr hinweg Gedanken darüber machen, mit welchen Geschenken man Familie und Bekannte erfreuen kann. Und dann rechtzeitig diese Dinge einkaufen. Ein extra Zeit-Spar-Tipp: viele Geschäfte bieten einen Einpack-Service an. Gleich an Ort und Stelle wird das Geschenk schön verpackt und Sie müssen sich nicht damit zu Hause herumschlagen.

Wie eingangs erwähnt, sind viele Termine bezeichnend für die Vorweihnachtszeit. Und dabei geht es nicht nur um Weihnachtsfeiern. Gegen Ende des Jahres haben wir Menschen irgendwie den Drang, alles noch erledigen zu müssen. Die Kontroll-Untersuchung beim Zahnarzt, den längst fälligen Besuch bei Onkel und Tante und den Gesundheits-Kurs über die Krankenkasse - alles muss angeblich noch in diesem Jahr erledigt werden. Doch diesen Stress legen wir uns selbst auf. Verteilen wir doch einfach unsere Termine, sofern das möglich ist, über das Jahr hinweg. Denn in der Vorweihnachtszeit kommen schon genug Termine - wie eben diverse Weihnachtsfeiern - auf uns zu.

Ein Adventskranz mit angezündeten Kerzen
Entspannte Adventszeit mit der Familie - Foto: © regina60
Und schlussendlich stellt sich die Frage: müssen wir denn wirklich überall dabei sein? Engagement ist gut und schön. Doch dieses Jahr kann auch einmal ein anderer die Plätzchen für die Weihnachtsfeier im Kindergarten backen. Und der Sportverein wird Sie auch im neuen Jahr willkommen heißen, auch wenn Sie der Weihnachtsfeier einmal fern geblieben sind. Verstehen Sie? Was ist uns denn wichtig? Wollen wir von Termin zu Termin hetzen und nirgendwo wirklich mit dem Herzen dabei sein oder streichen wir das eine oder andere aus dem Terminkalender und machen das, für was wir uns entscheiden, wirklich mit Freude?

Nehmen wir uns an der Natur ein Beispiel und nutzen diese Zeit, um auszuspannen, zu uns selbst zu finden und Kraft zu tanken für das, was kommt. Nicht nur wir selbst haben davon etwas - auch unsere Familie profitiert davon. Mehr Zeit für den Partner, mehr Zeit für die Kinder. Ein gemeinsamer Spaziergang, Basteln, Plätzchen backen, Geschichten vorlesen oder einfach nur erzählen und zuhören. Das ist es, was uns Gemeinschaft bringt und uns als Familie stärkt. Und wenn die 24 auf dem Kalenderblatt steht, dann können wir ganz in Ruhe Weihnachten feiern.
Text: K. L. / Stand: 16.11.2017

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