Die Firmung

Firmung in der Kirche
Die Firmung in der Kirche - Foto: © Riccardo Meloni


Inhaltsverzeichnis dieses Artikels:

Firmung - Der Eintritt in das Erwachsenenleben

In der katholischen wie auch in der orthodoxen Kirche stellt die Firmung den offiziellen Eintritt in das Erwachsenenalter dar. Man entscheidet sich zudem noch einmal für den Glauben, den man während seiner Taufe angenommen hat. Ein Ereignis, das selbstverständlich gebührend gefeiert werden muss.

Bedeutung der Firmung

Trotz der steigenden Zahl der Kirchenaustritte erfreut sich die Firmung nach wie vor großer Beliebtheit. Basis für die Firmung ist die Taufe, die in der Regel im Säuglingsalter stattfindet. Zum Zeitpunkt der Taufe geben die Eltern stellvertretend das Glaubensbekenntnis für ihr Kind ab. Ähnlich wie die evangelische Konfirmation wird bei der katholischen beziehungsweise orthodoxen Firmung das Glaubensbekenntnis vom Firmling selbst erneut gegeben. Nach alter Tradition wird bei diesem Sakrament zudem vom Teufel abgeschworen.

Damit die Firmlinge auf die Firmung angemessen vorbereitet werden, wird schon lange vor dem wichtigen Termin mit einem umfassenden Firm-Unterricht begonnen, in dem alle möglichen Fragen zum Thema Glauben behandelt werden. Im Rahmen der Vorbereitungen kommt den Paten eine wichtige Aufgabe zuteil. Sie sollen im Rahmen ihrer persönlichen Beziehungen zum Firmling besonders auf die Firmung vorbereiten. Die Firmung ist nicht nur wegen des Glaubensbekenntnisses ein wichtiges Ereignis im Leben eines jungen Menschen. Dieser feierliche Anlass ist zugleich der offizielle Wechsel vom Kindesdasein hin zum Erwachsenen. Die feierliche Zeremonie, bei der man sich vom Satan abwendet und den Heiligen Geist in sich aufnimmt, wird üblicherweise nicht vom ortsansässigen Priester, sondern von einem Bischof oder Abt durchgeführt.

Ablauf der Firmung

Während der eigentlichen Firmung, die im Rahmen eines Gottesdienstes stattfindet, werden dem Firmling vom Bischof oder Abt die Hände auf die Stirn gelegt. Der Firmspender salbt die Firmlinge nun mit einer Mischung aus Öl und Balsam. Das verwendete Öl und der Balsam werden nach der Tradition am Gründonnerstag oder an einem sonstigen Tag in der Karwoche geweiht. Das Glaubensbekenntnis, das jedem, der katholisch oder orthodox ist, geläufig sein sollte, muss abschließend jeder einzelne Firmling vortragen.

Ein derartig wichtiger Lebensabschnitt wird entsprechend groß gefeiert. Im Anschluss an die Zeremonie findet eine Feier im privaten Rahmen statt. Neben Eltern, Geschwistern, Onkeln, Tanten und Paten sind auch die Freunde der Familie willkommen. Die Geschenke, die neben sonstigen Glückwünschen überbracht werden, sollten sich grundsätzlich am Glauben orientieren. Besonders beliebt sind daher neben den klassischen Geldgeschenken Bibeln.

Die Firmung ist für den jungen Katholiken oder Orthodoxen ein einschneidendes Erlebnis. Nicht nur, dass er offiziell zu den Erwachsenen der Gemeinde gehört, er bekennt sich zudem im feierlichen Rahmen zu seinem Glauben und wendet sich den bösen Mächten ab. Von nun an hat er zahlreiche Möglichkeiten, am Gemeindeleben aktiv teilzunehmen oder sich kirchlich trauen zu lassen.
Text: D. D. E. / Stand: 16.11.2017

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