Hautpflege beim Baby

Tipps für die Baby Hautpflege

Wohl alle Eltern wünschen sich für ihren Nachwuchs eine glatte und rosige Haut.

Doch viele von ihnen sind unsicher, wie sie die zarte Babyhaut am besten pflegen sollen. Unterschiedliche Empfehlungen seitens der Familie, der Hebamme oder aus dem Internet erschweren es den Eltern, das richtige Maß in Punkto Hautpflege zu finden. Und die verschiedensten Pflegeprodukte in den Regalen der Drogeriemärkte verführen nicht selten dazu, der noch unreifen Haut zu viel des Guten zuzumuten. Dabei gilt auch hier, wie so häufig im Leben, das Motto: weniger ist mehr!

Zarte Babyhaut

Die Haut eines Babys ist etwa 5-mal dünner als die eines Erwachsenen. Die Talgdrüsen arbeiten noch nicht vollständig und erst nach einigen Lebensmonaten ist der Säureschutzmantel der Haut komplett ausgebildet. Die Haut neigt zu Irritationen und zu Trockenheit. Daher ist es besonders wichtig, Pflegeprodukte so sparsam wie möglich zu verwenden und darauf zu achten, dass diese weder Parfum noch Paraffin (Erdöl) enthalten.
Tipps für die Babypflege

Hautpflege in den ersten Lebenstagen

Babys, welche um den errechneten Geburtstermin herum das Licht der Welt erblicken, sind oft an vielen Stellen ihrer Haut noch mit der so genannten Käseschmiere bedeckt. Sie dient im Mutterleib als Schutzschicht und verhindert, dass das Fruchtwasser die Haut aufweicht und schädigt. Es empfiehlt sich, die Käseschmiere nach der Geburt nicht abzuwaschen, da sie als natürliche Hautcreme angesehen werden kann. Viele Eltern stellen sich die Frage, ob sie den Nabelbereich speziell pflegen müssen. Hier gibt es unterschiedliche Ansichten. Die Nachsorgehebamme wird den Eltern jedoch genau zeigen, in welcher Weise der Nabel zu behandeln ist und ob ein spezielles Puder dazu verwendet werden sollte. In jedem Fall sollte der Nabel trocken gehalten werden. Verunreinigungen, etwa durch eine nasse Windel, lassen sich mit einem weichen Tuch oder einem Wattestäbchen sanft entfernen.
Weitere Tipps für die Nabelpflege

Hautpflege in den ersten Wochen

Ein kleines Baby wird noch nicht richtig schmutzig. Natürlich kann es hin und wieder schwitzen und auch etwas Milch kann mal daneben gehen. Grundsätzlich reicht es daher völlig aus, wenn die Haut des Säuglings mit lauwarmem klaren Wasser und einem weichen Tuch gewaschen wird. Bei besonders trockener Haut kann dem Bad, welches übrigens nicht häufiger als einmal pro Woche stattfinden sollte, ein kleiner Schuss Olivenöl hinzugefügt werden. Auch milde, speziell für Babys entwickelte, Badezusätze sind eine Möglichkeit, die Haut des Nachwuchses sanft zu pflegen. Übrigens: etwas Muttermilch im Badewasser ist der beste Badezusatz überhaupt! Muttermilch wirkt pflegend und entzündungshemmend, enthält keine fraglichen Inhaltsstoffe und kostet zudem keinen Cent. An den Tagen, an denen das Baby nicht gebadet wird, steht die Reinigung mit einem feuchten Waschlappen auf dem Programm. Gehen Sie damit behutsam über das kleine Gesichtchen und vergessen Sie nicht, den Bereich hinter den Ohren mit zu reinigen, da sich hier bekanntlich immer mal wieder ein Rinnsal Milch seinen Weg sucht. In den Hautfalten des Halses befinden sich gern Flusen von der Bekleidung - auch diese können einfach mit einem feuchten Tuch entfernt werden. Nach dem Waschen oder Baden ist grundsätzlich das Auftragen einer Hautcreme nicht notwendig. Bei sehr trockener Haut kann jedoch eine spezielle Lotion zum Einsatz kommen. Herrschen draußen Minusgrade oder pfeift ein rauer Wind, so ist es sinnvoll, das kleine Gesichtchen mit einer Wind- und Wettercreme zu schützen. Tipps zum Baby baden

Die Pflege des Windelbereiches

Manche Eltern verwenden zum Wickeln die guten alten Stoffwindeln; andere schwören auf die praktische Wegwerf-Variante. Egal wie - die Haut wird in diesem Bereich tagtäglich durch Urin oder Stuhl verschmutzt. Häufig kommt es zu einem wunden Po und dies muss keineswegs ein Anzeichen für mangelnde Pflege sein. Mit einem weichen Waschlappen lässt sich der Po behutsam abtupfen. Bitte nicht reiben, denn dadurch kann die Haut winzig kleine Wunden davontragen. Nach der feuchten Reinigung muss die Haut am Po unbedingt wieder gut trocknen, da sonst die Heilung verschlechtert wird. Hierzu kann ebenfalls ein weiches Tuch benutzt werden. Viele Babys lieben es aber auch, wenn sie eine Weile "unten ohne" strampeln dürfen. Verschwindet der wunde Po trotz sorgsamer Pflege nicht, so kann eine gute Wundschutzcreme für Linderung sorgen. Diese wird dünn auf den gereinigten und trockenen Po aufgetragen. Mehr zum Thema Wunder Po beim Baby

Welche Pflegeprodukte braucht man?

Für die Hautpflege eines Babys sind nur wenige Dinge notwendig. Hierzu zählen:

  • Weiche Waschlappen
  • Weiche Handtücher
  • Waschschüssel
  • Babybadewanne oder Babybadeeimer
  • Gegebenenfalls Olivenöl oder milder Badezusatz für Babys
  • Nagelschere
  • Weiche Haarbürste
  • Bei Bedarf Wundschutzcreme, Hautlotion, Wind- und Wettercreme, Sonnencreme

Produkte zur Babypflege werden in jedem Drogeriemarkt, in Apotheken oder in gut sortierten Supermärkten angeboten. Wer Babys Haut etwas besonders Gutes tun möchte, der greift auf reine Naturprodukte zurück. Diese sind garantiert frei von synthetischen Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen.
Text: K. L. / Stand: 12.07.2018

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