Babygymnastik - Behutsam bewegt

Baby bei der Gymnastik mit Mama
Spaß bei der Babygymnastik - Symbolbild: © JenkoAtaman - stock.adobe.com

Babys verfügen schon ab dem Zeitpunkt der Geburt über einen natürlichen Bewegungsdrang. Dieser ist wichtig, denn nur so werden die kleinen Muskeln gestärkt, die Koordination verbessert und die Wahrnehmung unterstützt. Das eigene Baby bei diesen Erfahrungen zu unterstützen, ist im Rahmen der Babygymnastik möglich. Erfahren Sie hier was man dabei beachten sollte:

Was ist Babygymnastik?

Bei Babygymnastik handelt es sich um eine Methode, die auf dem naturgegebenen Bewegungsspektrum kleiner Menschen basiert. Es wird folglich weder zu stark gedehnt, noch ruckartig gezogen oder gedrückt. Vielmehr sollen die einzelnen Übungen das Baby dazu anregen, seinen Körper kennenzulernen und Bewegungsabläufe zu vollführen, die ihm nicht schaden. Durchgeführt werden darf Babygymnastik ab dem dritten Lebensmonat, da der Bewegungsapparat vorher noch zu sensibel ist. Lesen Sie auch: Baby Wellness - Das tut Baby gut

Babys Beweglichkeit fördern

Bei allem Fokus auf Bewegung ist Babygymnastik nicht mit jenem Training zu vergleichen, das manch Erwachsener regelmäßig absolviert. Die Intensität der Übungen nämlich übersteigt niemals die Fähigkeiten des Kindes, weswegen sie nicht als anstrengend empfunden werden. Ein schöner Nebeneffekt der Gymnastik mit Baby ist die Festigung der Eltern-Kind-Bindung (auch Bonding genannt), denn Körper- und Blickkontakt sind während der Bewegungsstunde unverzichtbar.

Um das Baby nicht zu überfordern, wird mit der Gymnastik sehr behutsam begonnen. Die ersten Einheiten sind selten länger als fünf oder auch zehn Minuten, lassen sich im Laufe der Zeit jedoch auf bis zu dreißig Minuten ausdehnen. Mehr über die Motorische Entwicklung des Kindes

Die richtigen Bewegungen bei Kursen lernen

Eltern kennen die gewisse Unsicherheit, die sie in den ersten Monaten mit dem Baby stetig begleitet. Auch bei der Babygymnastik möchten sie daher nichts falsch machen und wenden sich gerne an Experten. Oft sind es Hebammen, die solche Gymnastikkurse anbieten und Teilnehmern zeigen, wie sie die Muskelkraft und Beweglichkeit ihres Kindes liebevoll unterstützen können. In einem solchen Kurs wird meist gesungen, um die Sinneserfahrung für das Baby noch abwechslungsreicher zu gestalten. Mit Übungen wie dem Aneinanderklatschen der Fußsohlen, dem Heben und Senken der Arme oder vorsichtigem Beugen und Strecken der Beine erfahren Eltern viel Nähe zu ihrem Kind und lernen dessen individuelle Bedürfnisse kennen.

Was kostet ein Babygymnastik Kurs?

Was genau ein Babygymnastik Kurs kostet kann man nicht pauschal beantworten. Je nach Anbieter schwanken die Preise. Meist sind mehrere Termine nötig bis Eltern alles Wissenswerte gelernt haben. Kurse werden u.a. von Hebammen, Physiotherapiepraxen und Rehazentren angeboten. Manche Anbieter bringen Ihnen alles in 4 Kursstunden bei, andere wiederum in 10. Und so unterschiedlich sind dann auch die Preise. Zwischen 15 und 100€ müssen Sie für den Babygymnastik Kurs einplanen.

Babygymnastik: Sinnvoll oder nicht?

Selbstverständlich ist Babygymnastik kein absolutes Muss. Die Kleinen entwickeln sich auch ohne zusätzliche Übungen und Abläufe prächtig. Wer es jedoch schätzt, sich mit anderen Eltern auszutauschen und die Eltern-Kind-Begegnung auch im Rahmen von Kursen zu erleben, wird an diesem Angebot sicherlich viel Spaß haben.
Alternativen zur Gymnastik sind Krabbelgruppen, Babymassage Kurse, Pekip Kurse oder Babyschwimmen. Auch dabei können Sie sich mit anderen Eltern austuaschen und Zeit mit Ihrem Baby verbringen.
Text: A. W. / Stand: 16.09.2019

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