Schwangerschaftsbeschwerden

Schwangere hält sich den Bauch
Welche Schwangerschaftsbeschwerden können auftreten? - Foto: © underdogstudios

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Tipps für den Umgang mit Schwangerschaftsbeschwerden

Auch wenn die Schwangerschaft für viele Frauen zu den schönsten Erlebnissen in ihrem Leben zählt und die Freude auf das Kind schon groß ist, können Beschwerden unterschiedlicher Art die Zeit recht lang werden lassen.

Während einige Frauen fast beschwerdefrei durch die Schwangerschaft kommen, leiden andere wiederum vor allem in den ersten Monaten an häufigem Unwohlsein und im weiteren Verlauf an geschwollenen Füßen, Rückenschmerzen oder starker Müdigkeit. Meistens sind diese Beschwerden nicht so schlimm, dass ein Arzt aufgesucht werden muss, aber dennoch wäre man froh, sie wieder los zu sein.

Beschwerden in der Schwangerschaft vorbeugen

"Sie vermeide Schädlichkeiten und führe ein gesundheitsgemäßes Leben." schrieb die Ärztin Dr. med. Anna Fischer-Dückelmann im Jahr 1918 in ihrem Buch "Die Frau als Hausärztin". Was damals galt, gilt auch heute noch und viele Beschwerden lassen sich durch eine gesunde Lebensweise vermeiden oder zumindest abmildern. Insbesondere betrifft dies den Verzicht auf Genussmittel, wie Alkohol und Nikotin, eine abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung sowie ausreichende Bewegung an frischer Luft. Gut sind zum Beispiel Spaziergänge und Schwimmen, wenn aus gesundheitlichen Gründen nichts dagegen spricht. Auch die Schwangerschaftsgymnastik trägt zum Wohlbefinden bei und stärkt die Muskulatur, das Herz und die Venen. Beim Essen ist es wichtig, auf die richtige Dosierung und Zusammensetzung zu achten. Schwangere Frauen sollten zudem höchstens 20 Prozent mehr Nahrung zu sich nehmen, als gewöhnlich. (Ernährung in der Schwangerschaft)

Übelkeit und Sodbrennen

Viele Frauen klagen in den ersten Schwangerschaftsmonaten über ein häufige Übelkeit in Verbindung mit Erbrechen oder Sodbrennen. Letzteres kann mit einer ungeeigneten Ernährung zusammenhängen und lässt sich oft durch eine Änderung des Speiseplans bessern. Tritt das Sodbrennen in der letzten Schwangerschaftshälfte auf, liegt das meistens daran, dass der Magen durch das wachsende Baby nach oben geschoben wird und die Magensäure dadurch in die Speiseröhre gedrückt wird. Linderung kann hier zum Beispiel das Kauen von Haselnüssen, Mandeln oder Reiswaffeln bringen. Auf Medikamente sollte nach Möglichkeit verzichtet werden. Werden die Beschwerden zu unangenehm, ist es besser, einen Arzt aufzusuchen. Die Gründe für die Schwangerschaftsübelkeit sind bis heute ungeklärt, zumal sie nicht bei jeder Frau auftreten. Vermutet wird als Ursache die hormonelle Umstellung, gegen die sich leider nicht viel tun lässt. Einige Hebammen bieten Akkupunktur an, leider wird diese nicht von allen Krankenkassen bezahlt. Vor allem, wenn häufig erbrochen wird, sollte viel getrunken werden, um den Wasser- und Mineralbedarf zu decken.

Geschwollene Beine durch Wassereinlagerungen

Bei vielen Frauen treten in der Schwangerschaft Ödeme, also Wassereinlagerungen, an den Beinen auf. Diese werden durch die Schwangerschaftshormone verursacht und stellen in der Regel kein wirkliches Problem da, auch wenn es unangenehm ist, wenn die Schuhe nicht mehr passen. Zwar lassen sich die Ödeme nicht wirklich vermeiden, aber die Beschwerden können zumindest durch einige Tricks gemildert werden, wie zum Beispiel das Tragen von Stützstrümpfen, regelmäßige Bewegung, kalte Fußbäder oder Wechselduschen sowie das häufige Hochlegen der Beine. Entwässerungsmittel dürfen in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Treten neben den Wassereinlagerungen weitere Beschwerden, wie Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen oder Augenflimmern auf, ist es besser einen Arzt zu konsultieren, um eine Schwangerschaftsvergiftung oder andere Komplikationen auszuschließen.

Bauch- und Unterleibsschmerzen in der Schwangerschaft

Hin und wieder auftretende Bauchschmerzen sind in der Schwangerschaft relativ normal, werden doch der Unterleib sowie Muskeln und Sehnen durch das Wachsen des Kindes und der Gebärmutter stark belastet. Hier gibt es leider keine Hausmittel und im Zweifelsfall ist es besser, sich durch die Hebamme oder den Arzt untersuchen zu lassen. Häufige Beschwerden während einer Schwangerschaft sind zudem:

In den meisten Fällen treten diese Beschwerden jedoch nur für einen begrenzten Zeitraum auf und längst nicht alle Frauen sind davon betroffen.
Text: H. J. / Stand: 22.06.2017

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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