Abnehmen nach der Schwangerschaft

Abnehmen nach der Geburt
Mit etwas Sport kann man auch Abnehmen nach der
Schwangerschaft - Foto © diego cervo


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Nichts wie weg mit dem Speck

Jede werdende Mama darf mit Recht stolz auf ihren dicken Bauch während der Schwangerschaft sein. (Gewichtszunahme in der Schwangerschaft) Dass unter Umständen nach der Geburt nicht gleich ihre Figur wieder wie vor der Schwangerschaft aussieht, ist aber auch kein Geheimnis.

Das ist auch gut so. Zumindest wenn es nach der Natur geht. Sie geht davon aus, dass sollten schlechte Zeiten kommen, die frischgebackene Mutter auch genug Reserven hat, das Baby weiter zu stillen und damit am Leben zu erhalten. Soviel zur Theorie. Da wir nun aber das Glück haben, in einer Wohlstandsgesellschaft zu leben und glücklicherweise keinen Hunger leiden müssen, scheint jeder neuen Mama diese nette aber heute unnötige Einrichtung der Natur eher lästig zu erscheinen. Die überflüssigen Pfunde sollen schnell wieder runter! Nur wie? Wir haben für Sie einige hilfreiche Tipps, wie Sie ihre Figur nach der Entbindung Ihres kleinen Lieblings wieder finden.

Abnehmen nach der Geburt - so klappts

Tipp 1: Geben Sie sich und Ihrem Körper Zeit
Gut Ding will Weile haben und dies gilt auch für Ihren Körper. Setzen Sie sich keine unrealistischen Ziele, bleiben Sie sachlich. Das Vorhaben, zehn Kilo in zwei Monaten abzunehmen, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Zu zeitiges Beginnen schadet Ihrem Körper nur. Es heißt nicht ohne Grund "Wochen-Bett". Die Mutter soll sich in den ersten Wochen nach der Geburt schonen. Beginnen Sie also frühestens sechs bis acht Wochen nach der Entbindung mit der Bewegung. Das erste womit Sie durchstarten sollten ist die Rückbildungsgymnastik, gern auch einen Kurs zusammen mit Ihrem Baby. Sie hilft zu allererst der Gebärmutter bei der Rückbildung, stärkt aber auch die Beckenbodenmuskulatur und hilft den Organen, wieder ihren alten Platz im Bauchraum zu finden. Sie werden sehen, wie schwer Ihnen die allerersten Bewegungen fallen. Ihre Muskulatur muss sich nun einmal langsam wieder aufbauen.

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Tipp 2: Bewegung und Sport
Dass Sie sich nach der Geburt schonen sollen, heißt aber nicht, dass Sie auf Bewegung verzichten dürfen. Ungefähr drei Monate nach der Entbindung sind leichte Sporteinheiten ganz nützlich. Vorher hilft es schon, viel mit dem Kinderwagen draußen spazieren zu gehen, auch mit zügigem Schritt. Steigen Sie Treppen und verzichten Sie auf den Fahrstuhl. Danach können Sie die sportliche Betätigung nach und nach steigern, aber hören Sie auf Ihren Körper. Eine Überlastung hilft weder Ihnen noch Ihrem Baby. Wenn Sie gut trainieren ist es möglich, nach einem dreiviertel bis einem Jahr wieder Ihr altes Gewicht zu erreichen. Übrigens, zu zweit oder in einem Kurs macht Sport noch mehr Spaß, getreu dem Motto: Solidarität Schwestern! Sollte Ihnen wie vielen Müttern die Zeit fehlen, ausgedehnte Besuche im Fitnessstudio zu besuchen, helfen auch Übungen zu Hause beim Abnehmen. Zum Beispiel mit Pilates oder Callanetics. Bitten Sie auch einmal den Vater oder andere Vertraute auf das Baby aufzupassen. Dann können Sie getrost etwas für sich tun. Bewegung tut gut, auch für das Gemüt und als Ausgleich für schlaflose Nächte.

Tipp 3: Stillen Sie Ihr Baby
Stillen ist nicht nur die bestmögliche Art, Ihr Baby zu ernähren, es hilft Ihnen auch dabei Ihre überschüssigen Pfunde wieder loszuwerden. Eine stillende Frau braucht zwar pro Tag ca. 500 Kalorien zur Produktion der Muttermilch mehr, als eine nicht stillende Mutter. Dafür verbrennt Sie auch mehr Kalorien pro Tag. Das Stillen ist also eine perfekte Ergänzung zum Sport, um wieder auf sein Wunschgewicht zu kommen. So profitieren sowohl Sie als auch Ihr Baby vom Stillen.

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Tipp 4: Eine ausgewogene Ernährung
Sport und Ernährung bilden die Basis zum Abnehmen nach der Schwangerschaft. Sie können noch so viel Schwimmen gehen und sich mit Gymnastikübungen trimmen, wenn Sie sich danach abends eine Tafel Schokolade gönnen, wird das mit dem Purzeln der Pfunde nichts werden. Eine ausgewogene Ernährung heißt nicht, dass Sie von nun an auf alles Fette und Süße verzichten müssen. In Maßen ist alles in Ordnung und ein schlechtes Gewissen ist bei einem Stück Torte unnötig. Jedoch ist es notwendig, dass von nun an viel Obst und Gemüse in Ihrem Speiseplan enthalten ist. Vollkornprodukte, eine fettarme Kost und reichlich Getränke in Form von Wasser, Tees und verdünnten Fruchtsäften sollten von nun an die Basis Ihrer Ernährung bilden. Verzichten Sie bewusst auf Süßes oder Fastfood wenn Sie Heißhunger haben. Greifen Sie lieber zu Obst, wenn Sie der Appetit überkommt. Diäten sind tabu, besonders während der Stillzeit. Eine gesunde und bewusste Ernährung ist völlig ausreichend.

Hebammen haben ein Sprichwort, das sie den betreuten Müttern gern mit auf den Weg geben. Es besagt: Der Körper hatte knapp zehn Monate Zeit sich völlig zu verändern, er wird auch so lang brauchen, um wieder in seine alte Form zurückzufinden! Geben Sie sich also Zeit und geben Sie nicht auf. Ein Personal Trainer wie bei den Promis, der Sie zwei Monate nach der Geburt wieder fit für den Laufsteg macht - analog Heidi Klum und andere Supermodels - ist absolut nicht nötig. Mit ein wenig Selbstdisziplin und Ehrgeiz werden auch Sie es schaffen!
Text: C. D. / Stand: 15.11.2017

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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