Schufa Selbstauskunft

Schild Schufa
Wissenswertes über die Schufa Selbstauskunft - Foto: © Gesina Ottner

So beantragen Sie Auskünfte über Ihre eigene Bonität bei der Schufa

Die Schufa Holding AG ist eine deutsche Wirtschaftsauskunftei, die ihren Vertragspartnern Informationen zur Bonität von natürlichen Personen oder von Unternehmen liefert. Eine Schufa-Auskunft wird meistens dann eingeholt, wenn es um die Vergabe von Krediten oder die Anmietung von Immobilien geht. In vielen Fällen ist es sinnvoll, die Auskunft selbst zu beantragen, um beispielsweise einem Vermieter oder einem Kreditgeber Schuldenfreiheit und Kreditwürdigkeit zu beweisen. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie dafür vorgehen und was Sie beachten müssen.

Die Selbstauskunft bei der Schufa ist gesetzlich geregelt

Eine Selbstauskunft bei der Schufa oder anderen Auskunfteien kann seit dem 1. April 2010 grundsätzlich durch jeden Bürger der Bundesrepublik Deutschland beantragt werden. Dies wird durch den § 34 BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) geregelt und betrifft gespeicherte Daten über die jeweilige Person, den Zweck der Speicherung sowie Empfänger, die die Daten abgefragt haben. Die Selbstauskunft gemäß des § 34 BDSG ist grundsätzlich kostenlos und kann auf der Website www.meineschufa.de beantragt werden. Doch Achtung! Die Schufa bietet hier verschiedene Produkte an, von denen die meisten kostenpflichtig sind, unter anderem sind das die SCHUFA-Bonitätsauskunft für rund 30 Euro und die Dauerabos meineSCHUFA kompakt, meineSCHUFA plus und meineSCHUFA premium.

Die kostenlose Selbstauskunft nach § 34 BDSG beantragen

Die Selbstauskunft beziehungsweise Datenübersicht gemäß des Gesetzes enthält alle Daten, die die Schufa über eine natürliche Person gespeichert hat. Insbesondere sind das personenbezogene Daten, wie der vollständige Name, die Adresse, Geburtsdatum und - ort sowie durch Vertragspartner gemeldete Daten, wie Angaben über Leasing- oder Kreditverträge, Auskünfte über eröffnete Konten und Kundenkonten bei Versandhäusern oder anderen Handelspartnern. Sind Forderungen fällig oder offen wird das in der Auskunft ebenso erwähnt, wie die missbräuchliche Nutzung von Bankkonten. Der Antrag für die kostenlose Selbstauskunft erfolgt bequem auf meineschufa.de unter dem Menüpunkt "Auskünfte" und der Überschrift "Datenübersicht nach § 34 BDSG". Nach Anklicken der entsprechenden Option hat man nochmals die Auswahl zwischen einer kostenpflichtigen und der kostenlosen Variante. Haben Sie die kostenlose Selbstauskunft gewählt, werden Sie zu den entsprechenden Formularen in mehreren Sprachen weitergeleitet, die Sie am Computer ausfüllen können. Der Versand ist allerdings nicht über das Internet möglich, sondern erfolgt per Post. Dem Antrag muss zudem eine Kopie des Reisepasses oder des Personalausweises beigelegt werden. Die Selbstauskunft bei der Schufa oder bei anderen Auskunfteien kann jedoch auch durch ein formloses Schreiben beantragt werden. Beispiele hierfür findet man zum Beispiel auf der Website des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen. (http://www.vzbv.de/sites/default/files/mediapics/auskunfteien_musterschreiben_03_2010.pdf)

Die kostenpflichtige Bonitätsauskunft und die Abonnements

Die kostenpflichtige SCHUFA-Bonitätsauskunft unterscheidet sich von der kostenlosen Variante vor allem dadurch, dass zwei Dokumente ausgeliefert werden, und zwar eines für den Antragsteller und eines für den Vertragspartner. Da die Dokumente auf speziellem Papier gedruckt und mit einem Wasserzeichen versehen sind, sollen sie besonders vertrauenswürdig sein. Die kostenpflichtige Selbstauskunft können Sie online bestellen, nachdem Sie sich mit ihrem Personalausweis registriert haben. Bei den Abo-Varianten meineSCHUFA kompakt, meineSCHUFA plus und meineSCHUFA premium, kann man die bei der Schufa gespeicherten Daten jederzeit einsehen und wird zudem automatisch über Änderungen informiert. Der Leistungsumfang der drei Abovarianten unterscheidet sich ebenso wie der monatliche Beitrag, der je nach Art bei 3,95 Euro, 4,95 Euro oder 6,95 Euro liegt. Die kostenpflichtige SCHUFA-Bonitätsauskunft wird bei bestehendem Abo zu einem ermäßigten Preis von derzeit rund 10 Euro erteilt.
Text: H. J. / Stand: 22.09.2017

Wer auf Wohnungssuche ist, sollte schon bei der Wohnungsbesichtigung eine aktuelle Selbstauskunft vorweisen. Spätestens bei der Wohnungsbewerbung wollen viele Vermieter dieses Dokument sehen.

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