Prepaid Kreditkarte

Hand mit einigen Kreditkarten
Was ist eine Prepaid Kreditkarte? - Foto: © Picture-Factory

Erfahren Sie in diesem Artikel was eine Prepaid Kreditkarte ist, was man beachten sollte und welche Vorteile und Nachteile die Prepaid Kreditkarte mit sich bringt.

Prepaid Kreditkarten - Wann sie sinnvoll sind und wie man sie bekommt

Kreditkarten werden von Kreditorganisationen oder Kartengesellschaften meistens in Zusammenarbeit mit Banken herausgegeben. In erster Linie werden sie zum bargeldlosen Bezahlen von Waren oder Dienstleistungen eingesetzt, aber es kann auch Geld von Bankautomaten oder an einem Bankschalter abgehoben werden. Manchmal ist das Abheben an bestimmten Automaten weltweit sogar kostenlos - im Unterschied zu den ansonsten üblichen Geldkarten. Doch nicht jeder bekommt eine Kreditkarte, denn die Banken dürfen frei entscheiden, welchem Kunden sie einen Kredit für eine bestimmte Frist gewähren. Die Lösung hierfür ist eine Prepaid-Kreditkarte, bei der die Zahlungen auf der Basis eines vorher eingezahlten Guthabens abgewickelt werden.

So funktionieren Prepaid Kreditkarten

Bei einer Prepaid Kreditkarte handelt es sich im Grunde genommen um eine Guthabenkarte, denn der Besitzer muss zuerst Geld auf das angeschlossene Konto einzahlen, bevor er die Karte zum Einkaufen oder Abheben von Geld nutzen kann. Prepaid Kreditkarten werden von verschiedenen Banken und von anderen Anbietern wie zum Beispiel dem ADAC angeboten. Ein Vergleich der Angebote lohnt sich, denn die Höhe der Gebühren für das Aufladen oder die Nutzung der Karten können stark variieren. Einige Anbieter verzinsen außerdem das Guthaben.

Für diese Personengruppen eignen sich Prepaid Kreditkarten

Prepaid Kreditkarten werden auch an Personen ausgegeben, die aufgrund ihres Alters, ihrer beruflichen Situation oder ihrer geringen Bonität keine Chance haben, eine reguläre Kreditkarte zu bekommen. Das sind beispielsweise Schüler, Studenten, Selbständige oder Personen mit einem negativen Schufa-Eintrag. Es werden sogar Prepaid Karten für Kinder unter 14 Jahren angeboten, meistens in Zusammenhang mit einem Jugendkonto.
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Vor- und Nachteile von Prepaid Kreditkarten

Prepaid Karten sind genauso sicher, wie herkömmliche Kreditkarten, haben diesen gegenüber allerdings den Nachteil, dass nur solange Geld zur Verfügung steht, wie Guthaben vorhanden ist. Das wiederum kann jedoch auch ein Vorteil sein, wenn die Prepaid Karte durch Datendiebstahl, Raub oder Diebstahl in die Hände von unberechtigten Nutzern fällt. Ihr Einsatz ist daher vor allem auf Reisen oder für Zahlungen im Internet sinnvoll. Nachteilig sind hingegen die im Vergleich zu anderen Kreditkarten häufig höheren Gebühren. Versteckte Kosten lauern beispielsweise bei:

  • Gebühren beim Bezahlen von Waren oder Dienstleistungen
  • Aufladegebühren
  • Gebühren, wenn die Karte für längere Zeit nicht genutzt wird
  • Bargeldgebühren beim Abheben von Geld vom Bankautomaten oder Schaltern im In- oder Ausland
  • Fremdwährungsgebühr, wenn Waren nicht in Euro bezahlt werden oder beim Abheben von Geld in einer anderen Währung
Etwas geringer fallen diese oftmals bei Karten mit einer Jahresgebühr aus. Leider werden Prepaid Kreditkarten auch nicht überall akzeptiert. Besonders Autovermietungen oder Hotels lehnen diese Karten häufig ab, da ihnen die Sicherheit eines Kreditrahmens fehlt.

So erhält man eine Prepaid Kreditkarte

Vor dem Abschluss des Vertrags für eine Prepaid Kreditkarte lohnt sich ein Vergleich der aktuellen Angebote auf einem Vergleichsportal im Internet. Hierbei sollte insbesondere auf folgende Faktoren geachtet werden:

  • Ist der Abschluss eines Girokontos für den Erhalt der Prepaid-Karte notwendig?
  • Wird ein Bonus gewährt?
  • Wie hoch ist die Fremdwährungsgebühr?
  • Wie hoch ist die Gebühr für das Abheben von Bargeld?
  • Ist eine Schufa-Prüfung notwendig?
  • Ist das kontaktlose Bezahlung möglich, das heißt das Bezahlung von Kleinbeträgen ohne die Eingabe einer Geheimzahl oder die Unterschrift?
  • Wird das Guthaben verzinst?
  • Wie hoch ist der Verfügungsrahmen pro Tag für Bargeld?
Wird eine Schufa-Auskunft benötigt, ist es übrigens sinnvoll, diese selbst einzuholen. (Schufa Selbstauskunft) Wird die Bonität nämlich durch Dritte angefragt, können sich die Schufa-Daten verschlechtern und von eventuellen späteren Kreditgebern als negatives Kriterium bewertet werden. Für die Eigenauskunft stellt man einen Antrag bei der Schufa Holding AG (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung), die Auskunft über offene beziehungsweise beglichene Geldforderungen, Konten oder Kredit- und Leasingverträge gibt. Die Eigenauskunft kann gegen Zahlung einer Gebühr auf der Website der Schufa, schriftlich oder telefonisch beantragt werden.
Text: H. J. / Stand: 29.07.2017

Bei Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an die Bank Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!

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