Bankkonto kündigen

Erfahren Sie hier wie man ein Bankkonto kündigen kann und was man bei der Kündigung beachten sollte.

Das Konto bei einer Bank kündigen - So einfach geht es

Mann schreibt Kündigung des Bankkontos auf eine Tafel
Wie kann man das Bankkonto kündigen?
Foto: © magele-picture
Niedrige Zinsen und zu hohe Gebühren sind die häufigsten Gründe warum Kunden ihrer bisherigen Bank den Rücken kehren und zu einem anderen Geldinstitut wechseln möchten. Aber auch, wenn nur wenige Geldautomaten kostenlos nutzbar sind und ein schlechter Kundenservice angeboten wird, kann ein Bankenwechsel Sinn machen. Meistens profitieren Neukunden zudem von einem Startguthaben oder verschiedenen Boni.

Was muss beim Kündigen eines Bankkontos beachtet werden?

Das Kündigen eines Girokonto oder eines Tagesgeldkonto ist generell jederzeit und ohne die Einhaltung einer Kündigungsfrist möglich. Anders sieht es bei Festgeldkonten aus, da für diese bei Vertragsabschluss eine bestimmte Laufzeit vereinbart wurde, die eingehalten werden muss. Die Kündigung kann mit einem formlosen Schreiben per Fax oder per Einschreiben erfolgen. Einige Banken räumen ihren Kunden die Kündigungsmöglichkeit auch im persönlichen Account im Online Banking ein. Praktisch ist übrigens die Nutzung spezieller Kündigungsservices. Auf deren Webportalen kann man nach einer kostenlosen Registrierung sämtliche Verträge verwalten, wird gegebenenfalls an Kündigungsfristen und Laufzeiten erinnert und kann vorgefertigte Kündigungsvorlagen verwenden.

Wer es bevorzugt, das Kündigungsschreiben selbst zu verfassen, sollte darauf achten, dass folgende Angaben enthalten sind:
  • Vollständiger Name und Anschrift
  • Bankkonto
  • Kündigungstermin
  • Bitte um schriftliche Kündigungsbestätigung
  • Gegebenenfalls neue Kontonummer für die Überweisung von Restguthaben
  • Unterschrift

Welche Faktoren sind beim Kündigen eines Bankkontos noch wichtig?

Soll ein Girokonto gekündigt werden, spielen noch weitere Aspekte eine Rolle, die bei einer Kündigung beachten werden müssen. Die meisten Girokonten sind schließlich häufig mit Zahlungsverpflichtungen verbunden, beispielsweise an den Vermieter, an das Finanzamt oder an Versicherungsunternehmen. Wurden in diesen Fällen Einzugsermächtigungen erteilt, müssen die Geldempfänger umgehend von der Kontenkündigung benachrichtigt und die Einzugsermächtigungen schriftlich widerrufen werden. Können die Vertragspartner das Geld zum vereinbarten Zeitpunkt nicht einziehen, sind sie nämlich berechtigt, Gebühren zu erheben.

Werden hingegen regelmäßig Zahlungen erwartet, wie zum Beispiel vom Arbeitgeber, muss auch dieser benachrichtigt werden. Damit Bankkunden über ihre Zahlungsverpflichtungen oder regelmäßigen Geldeingänge den Überblick behalten, hat der Gesetzgeber im September 2016 eine neue Regelung eingeführt: Banken müssen dem Kunden eine Übersicht über alle Buchungen der letzten Monate erstellen. Nach dem Kündigen muss jedoch darauf geachtet werden, dass alle fälligen Zahlungen fristgerecht per Überweisung oder per Einzugsermächtigung beziehungsweise Dauerauftrag von einem neuen Konto geleistet werden.

Der Wechsel eines Bankkontos

Da viele Zahlungen heutzutage bargeldlos abgewickelt werden, ist ein Girokonto inzwischen notwendig geworden. In der Regel wird die Kündigung eines Bankkontos daher mit dem Abschluss eines neuen beim gleichen oder bei einem anderen Geldinstitut verbunden sein. Vor der Kündigung des bisherigen Kontos ist es daher sinnvoll, die Konditionen anderer Anbieter zu überprüfen. Dazu gibt es im Internet zahlreiche Vergleichsportale, über die der Kontenvergleich unkompliziert und innerhalb weniger Minuten möglich ist. Wichtige Punkte bei dem Vergleich von Girokonten sind folgende:

  • Höhe der Kontogebühren - ein kostenloses Girokonto muss nicht unbedingt günstiger sein, wenn Gebühren für Einzahlungen oder Abhebungen erhoben werden
  • Höhe der Gebühren für Überweisungen oder Partnerkarten
  • Erwartung eines monatlichen Geldeingangs - einige Banken erwarten einen Geldeingang ab einer bestimmten Höhe oder erheben ansonsten Gebühren für die Kontennutzung
  • Kostenlose Geldkarte
  • Kostenlose oder kostengünstige Kreditkarte
  • Anzahl der Geldautomaten und kostenlose Nutzung von Geldautomaten anderer Geldinstitute
  • Kosten für das Abheben von Guthaben weltweit
  • Kosten für das Zuschicken der Kontoauszüge
  • Telefon- oder Online-Banking
  • Nächstgelegene Filiale
  • Höhe des Dispozinses
  • Höhe der Zinsen auf das Guthaben
  • Startguthaben oder Bonus
Für manche Bankkunden spielt inzwischen auch die Zielsetzung eines Geldinstituts eine Rolle. Zwar zeigen sich die meisten Banken gewinnorientiert, aber es gibt auch Geldinstitute, die gemeinnützig arbeiten wie die UmweltBank AG, die EthikBank eG oder die GLS Gemeinschaftsbank. Außerdem gibt es Kirchen- und Genossenschaftsbanken, die im Interesse ihrer Mitglieder agieren. Die meisten Banken bieten übrigens einen Wechselservice an, mit dessen Hilfe Daueraufträge, Lastschriften oder Geldeingänge unkompliziert vom bisherigen Bankkonto übernommen werden können.
Text: H. J. / Stand: 22.09.2017

Bei Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an die Bank Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!

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