Regeln für Kinder

Regeln für Kinder aufstellen
Warum Regeln für Kinder wichtig sind - Symbolbild: © Picture-Factory

Erfahren Sie in diesem Artikel warum Regeln für Kinder wichtig sind und wie Kinder diese akzeptieren lernen.

Darum sind Regeln für Kinder sinnvoll

Das menschliche Zusammenleben ist ohne bestimmte Regeln kaum denkbar und anders sieht es auch innerhalb einer Familie nicht aus. Ein gutes Familienleben erfordert gegenseitigen Respekt und gemeinsame Werte. Feste Regeln helfen dabei, diese zu vermitteln und geben Kindern Orientierung und Sicherheit. Den Eltern indessen ersparen sie unnötige Diskussionen und damit viel Stress. Werden Regeln aufgestellt, muss nicht an jedem Tag aufs Neue über bestimmte Dinge diskutiert werden.

Regeln für kleine Kinder sind auch für das Leben außerhalb der Familie sinnvoll

Nicht alle Eltern haben die gleichen Vorstellungen von einer guten Erziehung und auch die Meinung von Erziehungswissenschaftlern und Pädagogen ist diesbezüglich nicht deckungsgleich. Dennoch gibt es einige Regeln, die überall für ein harmonisches Familienleben sorgen. Immerhin müssen hier meistens die Bedürfnisse und Wünsche mehrerer Personen unter einen Hut gebracht werden. Sind die Kinder noch klein, gibt es beispielsweise häufig Diskussionen um das Zubettgehen. Feste Regeln können hier dabei helfen, dass Kinder auch ohne langes Geschrei und Diskussionen zur Ruhe kommen. Bestenfalls sind die Regeln mit Ritualen verbunden, wie beispielsweise festen Zeiten und dem abendlichen Vorlesen einer Gute-Nacht-Geschichte. (Schlafrituale für Kinder) Regeln innerhalb einer Familie betreffen aber auch den Gebrauch von Schimpfworten, das unnötige Schreien oder sogar das Schlagen von Eltern und Geschwistern. Lernen bereits kleine Kinder, dass all dies innerhalb der Familie nicht gewünscht ist, können Eskalationen in späteren Jahren oder außerhalb der Familie durchaus vermieden werden. Lesen Sie auch: Wutanfall bei Kindern zuhause

Regeln für Schulkinder und Jugendliche

Bei größeren Kinder kommt es oft zu Diskussionen, was den Fernsehkonsum, die Nutzung des Smartphones oder Computerspiele angeht. Auch die Hausaufgaben sind bei vielen Schulkindern ein Thema. Regeln helfen in diesen Fällen dabei, tägliche Streitigkeiten zu vermeiden und damit das Leben innerhalb der Familie entspannter zu machen. So können der Medienkonsum und die Erledigung der Hausaufgaben zum Beispiel auf feste Zeiten begrenzt werden oder es werden vielleicht nur bestimmte Sendungen im Fernsehen geschaut. Klare Regeln betreffen allerdings nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern. Wenn ein stabiles Familienleben angestrebt wird, gehören dazu auch feste Mahlzeiten und Zeit für gemeinsame Unternehmungen.

So akzeptieren Kinder Regeln

Damit Kinder die innerhalb einer Familie aufgestellten Regeln auch akzeptieren und befolgen, müssen diese auch von den Eltern eingehalten werden. Eltern sollten sich zudem auch als diese begreifen. Kinder brauchen nämlich nicht nur Liebe, sondern auch Geborgenheit und zuverlässige Begleitung in ihr Leben. Die Eltern sind mit ihrer Lebenserfahrung diejenigen, die die Grenzen setzen. Regeln sind dazu da, diese in einem bestimmte Maße auch einzuhalten. Kinder wissen durch die Familienregeln, woran sie sind. Die Regeln sollten jedoch nicht immer zu starr gesehen werden, sondern einen gewissen Rahmen bieten, innerhalb dessen sich die Kinder entfalten und ausprobieren können. Hinzu kommt, dass Regeln realistisch sein müssen und nicht dazu dienen sollten, die Kinder unter Druck zu setzen. Mit größeren Kindern kann im Familienrat gemeinsam über Regeln gesprochen und ein Mittelweg zwischen ihren Wünschen und denen der Eltern gefunden werden.

Das Einhalten von Regeln

Werden Regeln nicht eingehalten, sollte dies Konsequenzen haben. Das erfordert sicher etwas Fingerspitzengefühl. Ein Hausarrest ist sicher nicht die richtige Maßnahme, um übermäßigen Computer- oder Fernsehkonsum zu bestrafen. Eltern sollten zudem darauf achten, dass die Regeln klar formuliert sind und nicht ständige geändert werden. Übrigens bestätigen einer Verteidigungsrede des Philosophen und Anwalts Cicero aus der Antike Ausnahmen die Regel. Das bedeutet, dass jede Regel auch einmal durchbrochen werden kann, zum Beispiel wenn im Urlaub die Zubettgehzeit nach hinten verschoben wird.
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Text: H. J. / Stand: 11.08.2018

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