Entwicklung des Kindes im 14. Lebensjahr (Mädchen)

Zwei 13-jährige Mädchen
Im 14. Lebensjahr erleben Mädchen ein Gefühlschaos
Foto: © olgavolodina

Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

Wichtige Entwicklungsschritte im vierzehnten Lebensjahr bei Mädchen

So eine Zicke - denken manche Eltern und vergessen dabei, dass sie selbst einmal Teenager in der Pubertät waren. Im 14. Lebensjahr stehen Mädchen bereits mitten im Zenit dieser komplizierten Entwicklungsphase, denn sie sind den Jungen meist zwei Jahre voraus. Das bedeutet für die heranwachsenden jungen Frauen, sich mit signifikanten Veränderungen ihres Körpers auseinanderzusetzen zu müssen, mehr Eigenständigkeit zu erobern aber auch die turbulente Gefühlswelt beherrschen zu lernen. Mehr zum Thema Pubertät bei Mädchen

Ein Mädchen wird zur Frau

Die im Gehirn von der Hypophyse produzierten Hormone läuten die Geschlechtsreife ein. So freuen sich die meisten Mädchen spätestens jetzt mehr oder weniger darüber, dass ihre erste Periode eingesetzt hat (Menarche). In den Eierstöcken reifen nun Follikel heran, die Östrogene bilden. Ab diesem Zeitpunkt kann ein Mädchen schwanger werden. Eierstöcke und Gebärmutter wachsen während der Pubertät und verändern entsprechend ihre Form. Ebenfalls hormonell beeinflusst, weisen Schamlippen und Scheide eine dunklere Farbe auf. Im 14. Lebensjahr wird gleichermaßen äußerlich deutlich, dass sich das Mädchen in eine Frau verwandelt. Binnen kurzer Zeit verschieben sich die Proportionen der jungen Frau. Sie erfährt immer wieder Wachstumsschübe. Darüber hinaus wird die Taille schmaler, die Hüften breiter. Typische feminine Rundungen erkennt man an den Oberschenkeln. Die Brust des Mädchens wächst bereits seit dem 10. Lebensjahr, nun nimmt sie zunehmend weibliche Formen an, denn immer mehr Fettgewebe lagert sich in der Brust der Mädchen ein. Bereits im Alter von 17 Jahren ist die körperliche Entwicklung einer Frau abgeschlossen.
Lesen Sie auch: Menstruationshygiene ist wichtig

Die überwältigenden Hormone

Die körperlichen Veränderungen während der Pubertät sind zweifelsohne überwältigend. Zum einen sorgen sie dafür, dass das Mädchen plötzlich sehr feminin aussieht. Zum anderen sprießen etwa aufgrund der hormonellen Einflüsse in dieser Zeit auch die Schamhaare und Achselhaare denen der Erwachsenen gleich. Die erste Rasur der Achselhöhlen und Beine steht an, selbst im Bereich der Intimzone ist das Entfernen der Haare keine Seltenheit bei Teenager-Mädchen ab dem 14. Lebensjahr. Hormone nehmen zudem noch anderweitig Einfluss. Klassisches Indiz dafür sind die Pickel sowie die fettigen Haare, die aufgrund der verstärkten Talgproduktion den Mädchen das Leben erschweren.
Lesen Sie auch: Ab wann sollten sich Mädchen schminken dürfen?

Pubertät: Gefühlschaos inklusive

Ebenso wie sich der Körper rasant verändert, fahren die Gefühle der Mädchen Achterbahn. Sie zeigen sich immer sensibler aber auch zickiger. Diese Stimmungsschwankungen während der Pubertät prägen das Familienleben eindringlich. Der Rückzug ins eigene Zimmer, einsilbige Kommunikation und das Einfordern von mehr Selbstständigkeit bergen viel Konfliktpotential in sich. Regelmäßig loten die jungen Frauen ihre Grenzen aus. Themen wie das Chaos im Kinderzimmer, null Bock auf Hausaufgaben, endlose Telefonate oder die Sperrstunde kommen häufig auf den Tisch. Während der Pubertät suchen viele Mädchen, ähnlich der Jungen, Grenzerfahrungen. Erste Kontakte mit Alkohol und Zigaretten, aber auch mit illegalen Drogen können kaum vermieden werden. Auf Rituale in der Familie legen indes die Mädchen ab dem 14. Lebensjahr immer weniger Wert, Familienfeiern sind ihnen ein Graus. Dieser Prozess der Abnabelung von den Eltern ist oft schwierig, aber unerlässlich.
Lesen Sie dazu auch: Wenn Teenager schmollen

Sexualität und Verhütung - kein Tabuthema

Mit der Pubertät und dem Heranwachsen zur Frau treten auch die ersten sexuellen Kontakte ins Leben der Mädchen. (Das erste Mal) Auch wenn es den Eltern nicht gefällt, sind heute nicht selten bereits junge Teenager-Mädchen sexuell aktiv. Da sie nunmehr geschlechtsreif sind, steht immer gleichzeitig die Gefahr einer Schwangerschaft im Raum. Ab dem 15. Lebensjahr verschreiben Gynäkologen auch Mädchen ohne weiteres die Pille zur Verhütung. (Erster Besuch beim Gynäkologen) Zahlreiche junge Frauen machen davon Gebrauch, da die Hormone gleichzeitig positiv auf den Zyklus wirken, welcher in dieser Lebensphase noch sehr in seiner Intensität sowie Dauer schwanken kann. Da die Pille jedoch nicht vor Geschlechtskrankheiten schützt, benötigen auch Mädchen Zugang zu Kondomen. Für die Eltern sollte die Aufklärung der heranwachsenden jungen Frauen daher eine Herzensangelegenheit sein.
Mehr zum Thema Mädchen aufklären

Entwicklung des Kindes im 14. Lebensjahr (Jungen)
Text: C. D. / Stand: 27.07.2019

Entwicklung des Kindes:

Kinder & Jugendliche:

[ Zum Seitenanfang ]