Fußbäder für Kinder

Was sollte man beim Fußbad für Kinder beachten?

Der Nachmittag im Schnee war wunderschön. Rodeln, Schneemann bauen und eine zünftige Schneeballschlacht - einfach herrlich! Doch daheim kommen eiskalte Füße aus den Winterschuhen und ein bibbernder kleiner Kerl verkündet: "Mama, ich friere!". Neben einem heißen Tee hilft jetzt ein schönes warmes Fußbad. Doch nicht nur dann, wenn der Nachwuchs durchgefroren zu Hause ankommt, macht ein Fußbad Sinn. Es hat sich auch bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten bestens bewährt und gehört somit zu den einfachsten und wirkungsvollsten Hausmitteln überhaupt. Und nicht zu vergessen: ein warmes Fußbad entspannt auch Kinder und hilft ihnen, vom Alltag abzuschalten und zur Ruhe zu kommen.

Fußbad bei drohender Erkältung

Damit sich aus kalten Füßen oder einem leichten Kratzen im Hals keine richtige Erkältung entwickelt, können Eltern mit einem ansteigenden Fußbad vorbeugen. Dafür benötigen Sie einfach nur einen Eimer und zwei Handtücher. Der beste Ort für das Fußbad ist das Badezimmer, da es hier nicht so schlimm ist, wenn der Nachwuchs matscht. Ihr Kind kann sich entweder auf einen Stuhl oder aber auf den Badewannenrand setzen. Es hält seine Füße in den Eimer, welchen Sie mit 35-Grad warmem Wasser gefüllt haben. Die Beine des Kindes sollten dabei bis zu den Waden im Wasser sein. Nun geben Sie innerhalb der nächsten 10 Minuten immer wieder vorsichtig heißes Wasser dazu, so dass am Ende eine Wassertemperatur von etwa 39 Grad Celsius erreicht wird. Danach die Füße und Unterschenkel kurz kalt abduschen, das Wasser mit den Händen abstreifen und Wollsocken überziehen. Jetzt heißt es ausruhen. Eine halbe Stunde auf der Couch oder im Bett (am besten Mama liest dabei etwas vor) tut gut und entspannt. Ansteigende Fußbäder können Sie bei Kindern ab 2 Jahren bis zu zweimal am Tag durchführen.

Warmes Fußbad bei Einschlafproblemen

"Mama, ich kann nicht einschlafen!". Schon wieder ist der Nachwuchs aus seinem Bett gestiegen und steht nun abermals in der Wohnzimmertür. Hat die heiße Milch mit Honig schon nichts gebracht, so hilft eventuell ein Fußbad. Bei warmen Füßen können Sie ein kühles (jedoch nicht kaltes) Fußbad anbieten. Es regt den Körper an, Eigenwärme zu produzieren und hilft so bei Einschlafproblemen. Hat das Kind jedoch kalte Füße, so greifen Sie auf das oben beschriebene ansteigende Fußbad zurück. In beiden Fällen verhelfen nach dem Bad warme Socken zu Entspannung und Wohlbefinden.

Wellness pur - auch für Kinder

Nach einem langen anstrengenden Tag schätzen viele Erwachsene ein entspannendes Fußbad. Vielen Kindern geht es ähnlich. Ob Ihr Nachwuchs für diese Form der Entspannung zu haben ist, das probieren Sie am besten selbst aus, indem Sie ihm ein warmes Fußbad anbieten. Statt im Badezimmer können Sie das Fußbad auch im Wohnzimmer vorbereiten. Legen Sie ein oder zwei große Handtücher unter den Eimer oder die Schüssel und zünden Sie ein paar Kerzen an. Leise Musik oder eine Duftlampe machen das Ganze noch gemütlicher. Nach dem Fußbad kann eventuell eine schöne Fußmassage für noch mehr Entspannung sorgen.

Badezusätze - ja oder nein?

Ein Fußbad funktioniert wunderbar nur mit purem Wasser ohne jegliche Zusätze. Bei Erkältungskrankheiten hat sich jedoch die Zugabe von etwas Thymianöl im Wasser bewährt. Thymian wirkt krampf- und schleimlösend und ist in der Apotheke als Badezusatz erhältlich. Ebenfalls in der Apotheke erhalten Sie Senfmehl. Das aus gemahlenen Senfkörnern entstandene Pulver kann bei Kindern ab 6 Jahren für ein Fußbad zum Einsatz kommen. Einfach einen Teelöffel voll davon in das warme Wasser geben und die Füße 5 Minuten darin baden. Senfmehl fördert die Durchblutung und hilft, das Sekret bei Husten oder Schnupfen zu verflüssigen. Möchten Sie ein entspannendes Fußbad für Ihr Kind bereiten, so können Sie dem Badewasser einige Tropfen reines Lavendelöl beigeben. Auch ein selbst gemachter Zusatz aus Milch und Honig wirkt entspannend und pflegend für kleine Kinderfüße.
Text: K. L. / Stand: 12.10.2019

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[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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