Was tun, wenn das Kind krank ist?

Tipps für Eltern mit einem kranken Kind

Hat man Kinder, so bleiben die dazu gehörigen Kinderkrankheiten nicht aus.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit hatten wir selbst als Kind mit einigen davon zu tun. Kinderkrankheiten sind meist hoch ansteckend und werden durch Viren oder Bakterien verursacht. Im Regelfall äußern sich diese Krankheiten durch einen Hautauschlag, wie zum Beispiel bei Masern oder Röteln, und durch mehr oder minder hohes Fieber.
Woran erkennen Sie noch, dass Ihr Kind krank wird? Ihr Kind wird zunehmend unruhiger und quengeliger werden. Wahrscheinlich wird es schnell müde und weint auch eher als normalerweise. Rote Wangen, ein warmer oder heißer Körper in Verbindung mit kalten Händen und Füßen sind ein Indiz für Fieber. Haben Sie den Verdacht, Ihr Kind könnte eine ansteckende Infektionskrankheit haben, dann informieren Sie besser die betreuenden Einrichtungen wie Kindertagesstätten oder Schulen darüber.
Ein krankes Kind zu Hause - Eine echte Herausforderung für Eltern!

Kranke Kinder brauchen Pflege

Suchen Sie außerdem noch Ihren Kinderarzt auf. Er wird vielleicht nicht sofort eine endgültige Diagnose haben, denn die meisten Kinderkrankheiten beginnen mit ähnlichen Symptomen wie Fieber, Hals- und Kopfschmerzen. Informieren Sie ruhig die Schwestern in der Kinderarztpraxis vorher, dass Sie eine ansteckende Krankheit bei Ihrem Kind vermuten. So steckt Ihr Kleines nicht noch andere Kinder im Wartezimmer an. Es ist ratsam, eine eigene Decke und Stoffwindeln mit zum Arzt zu nehmen. Vergessen Sie nicht eine Trinkflasche und ein eigenes Kuscheltier für Ihren Liebling.
Ihr Kind wird im Falle einer entsprechenden Diagnose zu Hause betreut werden müssen. Erst wenn die Genehmigung durch einen Arzt erfolgt, dass keine Ansteckungsgefahr mehr besteht, kann Ihr Kind wieder mit anderen Kindern in der Gruppe zusammenkommen. Sind Sie berufstätig, besteht die Möglichkeit für Sie, sich einen so genannten Kinderkrankenschein vom Kinderarzt ausstellen zu lassen. Beachten Sie jedoch, dass in diesem Fall keine hundertprozentige Lohnfortzahlung erfolgt, sondern nur 60% des bereinigten Nettolohnes im Nachhinein von der Krankenkasse als Lohnersatzleistung gezahlt wird. Diese Freistellung von der Berufstätigkeit ist auch auf eine begrenzte Anzahl an Tagen pro Jahr eingeschränkt.

Das Kind ist krank - die richtige Pflege - Kind krank - was nun?

Pflegen Sie Ihr Kind zu Hause wieder gesund, sollten Sie ihm Ruhe gönnen. Das muss nicht unbedingt Bettruhe bedeuten, aber größere Anstrengungen sollte Ihr Kind vermeiden. Die Gefahr, die Krankheit zu unterschätzen, unterläuft einem sehr schnell, wenn man zu überstürzt mit Medikamenten reagiert. Zum Beispiel versucht der Körper mit Hilfe des Fiebers, Erreger abzuwehren. Das ist eine wichtige und völlig normale Reaktion des Körpers. Wir sollten daher dem Körper erst die Chance geben, einzugreifen, bevor wir übereilt handeln. Das Kind fühlt sich im ersten Augenblick sicher besser, aber es wird nicht mehr die nötige Ruhe halten, um dem Körper Zeit zur Erholung zu geben. Ruhe und Erholung erfährt Ihr Kind ebenfalls nicht, wenn es in dieser Zeit Stunden vor dem Fernseher verbringt. Viele Eindrücke werden das Kind schnell überanstrengen. Versuchen Sie doch lieber, ein Malbuch oder ein Puzzle, wenn Ihr Kind bereits das Alter hat. Bei Babys können ein Stofftier oder einfach nur Mamas oder Papas Nähe beruhigende Wirkung bringen.

Überhaupt brauchen Kinder im Falle einer Erkrankung viel Liebe und Fürsorge. Sie suchen die Nähe und Sicherheit Ihrer Eltern. Daher sollten Sie versuchen es zu ermöglichen, Ihr Kind im Krankheitsfall selbst zu betreuen und nur in Ausnahmesituationen Ihr Kind durch Dritte versorgen zu lassen. Da ansteckende Kinderkrankheiten auch nicht vor Erwachsenen Halt machen, ist es sowieso sinnvoll, vorerst den Kontakt zu anderen Personen einzuschränken.

Vorsorgen - Damit das Kind nicht krank wird

Vorsorge ist natürlich immer besser als Nachsorge. Daher macht es also Sinn, bereits im Voraus für eine gesunde Immunabwehr zu sorgen. Viel frische Luft, eine gesunde vitaminreiche Ernährung mit Vollkornprodukten, Obst und Gemüse, sowie viel Milchprodukten bieten ideale Voraussetzungen für eine natürliche Stärkung der Abwehrkräfte. Gegen die meisten typischen Kinderkrankheiten sind bereits über Jahre positiv bewertete Impfungen auf dem Markt. Überprüfen Sie regelmäßig den Mindestimpfschutz Ihres Kindes. Denn durch die hohe Ansteckungsgefahr kann schon mal ein ganzer Kindergarten außer Gefecht gesetzt werden. Achten Sie weiterhin bei einer Erkrankung darauf, Ihrem Kind ausreichend Flüssigkeit zu geben. Ihr Kind wird wahrscheinlich keinen großen Appetit haben, wenn es krank ist. Uns geht es ja selbst so. Drängen Sie Ihr Kind besser nicht zum Essen. Es wird auch ein paar Tage ohne vier Mahlzeiten täglich auskommen, solange es nur reichlich trinkt und nicht dehydriert. Das Lieblingsessen schmeckt nach einer Krankheit doppelt so gut, wenn der Appetit wieder da ist. Geht nach einiger Zeit auch das Fieber zurück und die Symptome werden besser, wird Ihr Kind auch wieder mobiler werden und weniger unleidlich sein. Sie kennen Ihr Kind und werden anhand seines Allgemeinzustandes schnell erkennen, ob es auf dem Weg der Besserung ist.

Einige Hausmittel

Neben der ärztlichen Betreuung können Sie zu Hause auch mit altbewährten Hausmitteln Ihrem Kind Erleichterung verschaffen. Omas Wadenwickel oder Kartoffelbrustwickel haben durchaus Ihre Berechtigung und eine heilende Wirkung. Geben Sie Ihrem Kind passende Tees oder Homöopathie zur Unterstützung der Selbstheilung des noch schwachen Körpers.

Wir leben in einem Land, in dem eine gute medizinische Versorgung gewährleistet ist. Kombinieren Sie dies mit reichlich Liebe, Zeit und Fürsorge, dann wird Ihr Kind wahrscheinlich auch das Thema Kinderkrankheiten gut überstehen.
Text: C. D. / Stand: 04.06.2019

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[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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