Angst vor dem Baden in der Badewanne

Wenn Kinder Angst vor dem Baden in der Badewanne haben....

Die meisten Kinder lieben die Badezeit und fühlen sich in der Wanne einfach wohl. Schon kleine Babys genießen es, wenn sie sicher auf Mamas Arm im warmen Wasser plantschen können. Doch in manchen Familien haben diese Momente rein gar nichts mit Entspannung zu tun. Im Gegenteil - denn hat man ein Kind, welches das Wasser scheut, dann wird jeder Badetag zu einer Belastung. Schon wenn der Nachwuchs hört, dass Wasser in die Badewanne gelassen wird, geht es los. Kleine Babys werden dann unruhig und zappeln dermaßen herum, dass man als Eltern Probleme hat, sie sicher zu halten. Größere Kinder weinen und verkünden mit Worten lautstark ihren Unmut über diese in ihren Augen unnötige Prozedur. Doch um das regelmäßige Bad im Rahmen der Körperpflege kommt nun mal kein Kind herum. Stellt sich also die Frage: wie kann ich meinem Nachwuchs die Angst vor dem Baden nehmen?

Begrenzungen und Vertrauen spüren

Für ein Baby ist Wasser eigentlich etwas ganz Vertrautes. Die gesamte Schwangerschaft über wurde es von Fruchtwasser eingehüllt und es liegt nahe, dass es sich an dieses Gefühl erinnert, wenn es dann in unserer Mitte lebt. Wassergeburten sind nicht nur darum beliebt, weil sie der Mutter während der Wehen Entlastung schenken, sondern auch deshalb, da das Neugeborene vom vertrauten Fruchtwasser in das Wasser der Wanne gleitet und somit einen sanften Übergang in mitten eines bekannten Elementes erlebt. Die ersten Badeerlebnisse außerhalb des mütterlichen Körpers können dennoch beängstigend sein. Zu grelles Licht und eine zu große Wanne führen häufig dazu, dass das Kleine weint. Manchmal reicht es wirklich schon aus, das Licht im Badezimmer zu dimmen oder die Haltung beim Baden zu verändern. In der Gebärmutter spürte das Baby immer und überall Begrenzungen. Diese Begrenzungen gaben ihm Sicherheit und es kann sehr hilfreich sein, wenn es diese auch beim Baden erlebt. Halten Sie Ihr Baby doch so, dass es mit seinen kleinen Füßchen den Rand der Babybadewanne spürt. Oder versuchen Sie es mit einem Badeeimer speziell für Neugeborene. Sie können auch zusammen mit Ihrem Nachwuchs in die Wanne steigen - dann allerdings ist es hilfreich, wenn der Partner bereit steht, um Ihnen das Baby zu reichen und nach dem Bad wieder abzunehmen.

Nicht immer sind äußere Umstände schuld daran, wenn ein Baby sich gegen das Baden wehrt. Oftmals sind es einfach die Eltern, welche sehr unsicher im Umgang mit ihrem Kind sind und der Nachwuchs spürt diese Unsicherheit instinktiv. Verständlich, denn wer noch nie ein Baby gebadet hat, der hat natürlich Angst, dass er es falsch hält und dass es ihm womöglich aus den Händen flutscht. Die Nachsorgehebamme ist nicht nur dafür da, die junge Mutter beim Stillen zu unterstützen, sondern sie hilft auch in allen Fragen zur Babypflege und ist sicher gern bereit, die richtige Haltung beim Baden genau zu erklären und zu zeigen. Mehr zum Thema Baby baden

Auch unter den Kleinkindern gibt es wasserscheue Exemplare

Nicht nur manche Babys haben Angst vor dem Wasser - auch Kleinkinder haben oftmals mit dem Baden noch so ihre Probleme. Vielleicht sind sie einmal in der Wanne weggerutscht und haben Wasser geschluckt. Oder aber beim Haare waschen ist etwas Shampoo in die Augen geraten und hat diese gereizt. Manchmal bekommt man den Grund für ihre Angst aber auch nicht heraus. Wie dem auch sei: sprechen Sie beruhigend auf Ihr Kind ein und zwingen Sie es nicht mit Gewalt in die Wanne. Hat es weniger Angst vor dem Baden an sich, sondern mehr vor dem Haare waschen in der Wanne, dann lassen sie Ihren Nachwuchs sich doch selbst die Haare abspülen. Das Gefühl, nicht ausgeliefert zu sein und selbst die Kontrolle zu haben, kann manchmal schon etwas helfen. Geben Sie Ihrem Kind einen trockenen Waschlappen, welchen es sich vor die Augen halten kann, wenn die Haare gewaschen werden. Übrigens verhindert ein mildes Kindershampoo ein Brennen, falls doch einmal etwas davon in die Augen läuft. Auch die Menge des Wassers in der Wanne kann eine Bedeutung haben. Lassen Sie also nicht zuviel Wasser ein und quittieren Sie es mit einem Augenzwinkern, wenn Ihr Kind sich quasi nur in einer kleinen Pfütze baden lässt. Sitzt es erst einmal drinnen, dann mag es vielleicht ganz von selbst etwas mehr Wasser einlassen. Lassen Sie Ihr Kind mitentscheiden - dann klappt es bestimmt besser.

Badeente, Taucherbrille und Knister-Bad - versuchen Sie es mit Ablenkung

Zwei Quitscheenten
Das Spiel mit Quitscheenten nimmt Kindern oft die
Angst vor der Badewanne - Foto: © anna

Kinder lassen sich zum Glück recht gut ablenken. Machen Sie Ihrem Nachwuchs das Baden doch einmal mit einem farbigen Badezusatz schmackhaft. Auch ein Knister-Bad kann wasserscheue Kids dazu veranlassen, sich doch mal in die Wanne zu trauen. Und nicht zuletzt kann die gute alte Badeente gute Dienste leisten. Neben ihr gibt es eine ganze Reihe von Wasserspielzeug, welches für Ablenkung sorgen kann: Wasserräder, Spritz-Tierchen, kleine Boote - probieren Sie einfach aus, auf was Ihr Kind anspringt. Oder braucht es eine Taucherbrille, um sich sicherer zu fühlen? Möchte es, dass Sie mit ihm in die Wanne steigen? Manchmal muss man eben schon ein wenig Überzeugungsarbeit leisten, bis das eigene Kind sich dazu hinreißen lässt, zu baden. Doch wie so oft im Leben mit Kindern geht auch diese Phase vorüber und es wird mit Sicherheit der Tag kommen, an dem Sie Ihren Nachwuchs dazu überreden müssen, nun endlich einmal aus der Wanne zu steigen, damit ihm keine Schwimmhäute wachsen!
Text: K. L. / Stand: 12.10.2019

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