Kinderbrillen

Ein Mädchen mit Brille
Auch bei Kinderbrillen gilt: Die Brille sollte zum Typ passen
Foto: © Dhoxax

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Worauf achten bei der Kinderbrille?

Manchmal deuten Kopfschmerzen oder Unkonzentriertheit auf eine Sehschwäche hin.

Doch viel häufiger wird bei einer Routineuntersuchung beim Kinder- oder Augenarzt festgestellt, dass die Sehleistung nicht optimal ist und korrigiert werden muss. Mit mehr oder weniger gemischten Gefühlen verlassen dann die Eltern mit Ihrem Kind die Augenarztpraxis - in den Händen eine Verordnung für eine Brille.
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Eine Brille zu tragen ist heutzutage gar nicht mehr schlimm. Früher, als es nur wenige Fassungen zur Auswahl gab, da fühlte sich so manches Kind durch die Brille "verunstaltet". Doch heute können die Kinder wirklich die Brille bekommen, die ihnen von der Gesichtsform und vom Typ her steht. Ob eher sportlich, total modisch oder klassisch - Brillenfassungen gibt es in allen erdenklichen Farben. Manche Exemplare sind rahmenlos oder besitzen nur einen halben Rahmen, andere kommen in knalligen Farben und auffälligen Formen daher. Die Gläser können in jeder Form geschliffen werden und Spezialgläser sorgen dafür, dass man selbst Kindern mit einer hohen Sehschwäche diese nicht an ihrer Brille ansieht.

Brillenschlange war einmal

Bekommt das Kind eine Brille, so ist zuerst einmal die Einstellung der Eltern entscheidend. Leider scheint das vielen Müttern und Vätern nicht bewusst zu sein. Da wird im Beisein des Kindes darüber geklagt, dass eine Brille notwendig wird und wie unschön das doch sei. Da wird sich Sorgen gemacht, ob das Kind mit der Brille gehänselt wird und Erinnerungen an die eigene Zeit als betitelte "Brillenschlange" werden wieder wach. Vergessen Sie's. Mit so einer negativen Einstellung wird Ihr Kind mit Sicherheit die notwendige Brille verweigern. Entwicklung des Sehvermögen

Gehen Sie stattdessen optimistisch an die Sache heran. "He, du bekommst eine Brille! Lass uns doch gleich mal schauen, was es da für tolle Fassungen gibt!" Besuchen Sie ruhig verschiedene Optiker und schauen Sie sich erst einmal ganz in Ruhe um. Ideal ist ein Optiker, welcher sich in Ihrer Nähe befindet, denn die Brille eines Kindes muss öfters einmal gerichtet werden und der zeitliche Aufwand ist hoch, wenn Sie dafür immer erst etliche Kilometer fahren müssen. Dennoch: einen guten Optiker zu finden ist gar nicht so einfach. Viele Optiker führen zwar Kinderbrillen, allerdings nehmen diese eher ein Nischendasein ein. Besser: ein Fachgeschäft, das auf Kinderbrillen spezialisiert ist und wo dementsprechend geschultes Personal arbeitet.

Tipps zum Kinderbrillen kaufen

Für den eigentlichen Brillenkauf empfiehlt es sich, einen Termin zu vereinbaren. Neben dem Aussuchen der Brillenfassung muss das Gesichtsfeld vermessen und geeignete Gläser ausgewählt werden. Das alles erfordert Zeit und gerade wenn es um eine Kinderbrille geht, sollte all das in Ruhe und ohne Stress ablaufen. In der Regel werden in eine Kinderbrille Kunststoffgläser eingearbeitet. Kunststoff ist bruchsicher und zudem vom Gewicht her leichter. Eine extra Hartbeschichtung verhindert das Zerkratzen der Gläser. Eventuell ist auch an eine Entspiegelung zu denken.

Lustige Brillenfassungen für Kinder

Doch das wichtigste für die Kinder (und vermutlich auch für die Eltern) ist die Brillenfassung. Lassen Sie Ihren Nachwuchs ruhig verschiedene Brillen aufprobieren. Fassungen aus Kunststoff, aus Metall oder rahmenlos - Ihr Kind wird schnell merken, was ihm gefällt und was nicht. Und hier sind wir beim nächsten wichtigen Punkt: die Brille sollte Ihrem Kind gefallen - nicht Ihnen! Denn nur dann wird das Kind die Brille auch tragen! Denken wir doch mal an uns selbst. Wenn uns jemand etwas einredet - zum Beispiel ein Kleidungsstück, was uns nicht gefällt - werden wir es dann freiwillig tragen? Wohl kaum. Und genauso geht es den Kindern.

Kinderbrillen kaufen können Sie z.B. von:

  • Titanflex
  • Eschenbach
  • Esprit
  • Lafont
  • Rodenstock

Motive für Brillenfassungen für Kinder:

  • Lillifee
  • Janosch
  • Sesamstraße
  • Die Maus
  • Bob der Baumeister

Welche Eigenschaften sollte eine Kinderbrille aber nun haben?

Nun, sie sollte auf jedem Fall einiges aushalten können. Ganz wichtig ist Flexibilität, denn eine starre Brille kann viel eher kaputt gehen. Federbügel sorgen für eine bequeme Handhabung - allerdings können sich Kinder daran verletzen, wenn die Scharniere nicht abgedeckt sind. Besonders bei kleineren Kindern empfehlen sich Sportbügel, welche fast bis zum Ohrläppchen herum reichen. Sie sorgen dafür, dass die Brille einen festen Halt hat. Ebenfalls wichtig: der Nasensteg. Er muss zur Form der Nase passen, um das Gewicht der Brille optimal zu verteilen. Der Optiker hat verschiedene Nasenpads im Angebot und manchmal kann es notwendig sein, hier ein bisschen zu experimentieren, bis die Brille wirklich optimal sitzt und nicht mehr drückt oder rutscht.

Was kosten Kinderbrillen?

Natürlich ist auch der Preis einer Brille ausschlaggebend und so manche Eltern sind entsetzt, wenn sie für eine Kinderbrille 100 Euro oder mehr auf den Tisch legen sollen. Es ist jedoch erfahrungsgemäß schwierig, ein Kind von einer bestimmten Brillenfassung wieder abzubringen, wenn es sich einmal dafür entschieden hat. Vielleicht können ja Oma und Opa etwas dazu beisteuern oder das Kind selbst bezahlt einen Teil der Brille von seinem Ersparten (bei älteren Kindern manchmal sinnvoll). Bedenken Sie immer: trägt Ihr Kind die Brille gern, so ist das wirklich schon die halbe Miete. Besonders die ersten Brillen-Erfahrungen sind prägend und man sollte hier nicht an der falschen Stelle sparen. Und noch ein kleiner Tipp: eine Brillenversicherung schützt vor finanziellen Schäden, wenn die Brille zu Bruch geht oder beschädigt wird. Ihr Optiker wird Sie auch dazu gut beraten.

Eine gute Kinderbrille unterstreicht den Typ der Trägerin/des Trägers und Ihr Nachwuchs wird damit garantiert immer einen guten Durchblick haben!
Text: K. L. / Stand: 15.02.2018

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[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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