Betreuung nach der Schule organisieren

Schüler bei der Betreuung nach der Schule
So organisieren Sie die Betreuung nach der Schule - Foto: © Christian Schwier

In diesem Artikel geben wir Eltern Tipps wie man die Betreuung nach der Schule organisieren kann. Auch erfahren Sie welche Möglichkeiten der Betreuung zur Verfügung stehen.

Nachmittagsbetreuung für Schulkinder

Der Eintritt in die Schule ist für alle Kinder ein besonderer Moment. Endlich lernen die ABC-Schützen das Lesen, Rechnen und Schreiben. Für Eltern bedeutet die Einschulung jedoch meist auch deutliche Veränderungen in der Betreuungssituation. Wer auch am Nachmittag arbeitet und sich bisher auf den Kindergarten verlassen konnte, muss nun neue Wege gehen. Es lohnt sich, diese schon vor der Einschulung zu kennen und mit Bedacht zu entscheiden.

Betreuungsangebote der Schulen

Handelt es sich bei der ausgewählten Schule um eine Ganztagsschule, findet nach dem regulären Unterricht eine Betreuung statt. Hier erhalten Kinder nicht nur ein Mittagessen, sondern werden zumeist auch bei den Hausaufgaben betreut und können mit ihren Klassenkameraden spielen. Die Betreuungszeiten richten sich in vielen Ganztagsschulen nach unterschiedlichen Modellen. Eltern können hier zwischen Modellen wählen, die bis in den frühen oder auch späten Nachmittag reichen und ihre Kinder dann in der Schule abholen. Der Vorteil der Betreuung in der Schule liegt darin, dass die eigenen Kinder nicht den Ort wechseln müssen. Sie bleiben in den gewohnten Räumlichkeiten und können soziale Kontakte pflegen. Wer sich für die Betreuung in der Schule entscheidet, muss jedoch mit zusätzlichen Kosten rechnen, die je nach Umfang des individuellen Modells errechnet werden.

Ein Hortplatz außerhalb der Schule

Nicht jede Schule bietet eine Nachmittagsbetreuung an. Als sinnvolle Alternative eröffnen in vielen Gemeinden Betreuungseinrichtungen, die die Zeit nach dem Unterricht bis zur Heimkunft der Eltern überbrücken. Das Angebot gestaltet sich meist ganz ähnlich wie das einer Ganztagsschule, wobei Eltern dennoch auf die genauen Inhalte achten sollten. Zudem ist es wichtig, dass die eigenen Kinder den Hort sicher und zügig erreichen können. Am besten ist es, wenn sie gemeinsam mit Freunden gehen, oder von einer Betreuungsperson abgeholt werden können. Auch für einen Hortplatz fallen monatliche Kosten an, die die Verpflegung und Betreuung umfassen. Sie steigen mit dem Umfang der Betreuungszeit.

Privatbetreuung im Eltern-Netzwerk

Hat sich bereits im Kindergarten eine solide Gemeinschaft gebildet, können sich Eltern auch gegenseitig bei der Betreuung helfen. Besonders dann, wenn nicht jeder Tag im Büro verbracht werden muss, können Eltern Kinder von Freunden bei sich aufnehmen. An Tagen, an denen sie selbst eine Betreuung benötigen, übernehmen dann andere Eltern. Damit die private Betreuung funktioniert, sind konkrete Absprachen und Verlässlichkeit das A und O. Da Kinder und auch Eltern durch Krankheit und private Verpflichtungen ausfallen können, sollte es außerdem stets einen Notfallplan geben.

Nachmittagsbetreuung für Schulkinder - Betreuung durch Tagesmutter im eigenen Zuhause

Die Beschäftigung einer Tagesmutter, die die eigenen Kinder in deren Zuhause betreut, ist ebenfalls eine Option. Sie erhält einen Haustürschlüssel und kümmert sich sowohl um das Mittagessen als auch um das Abholen der Kinder, falls diese den Schulweg nicht selbst gehen. Von allen Optionen ist das Anheuern einer privaten Betreuungskraft in der Regel die teuerste. Nur dann, wenn alle anderen Alternativen ausgeschlossen sind, denken die meisten Eltern an diesen Weg. Der Vorteil ist jedoch, dass die Kinder in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und dort spielen können. Insbesondere Kinder, die über Heimweh klagen und sich in der Schule unwohl fühlen, könnten von der Betreuung durch eine Tagesmutter profitieren.

Großeltern und Verwandte um Hilfe bitten bei der Betreuung nach der Schule

Auch das familiäre Netzwerk ist eine Möglichkeit, die Betreuung nach der Schule zu organisieren. Onkels, Tanten und auch Großeltern können dann das Abholen, Bekochen und Versorgen der Kinder übernehmen, bis diese von den Eltern abgeholt werden. Diese Möglichkeit ist für viele Kinder am angenehmsten und auch Eltern stellen so sicher, dass sie den Betreuungspersonen vertrauen können. Mögliche Schulprobleme und Schwierigkeiten bei den Hausaufgaben fallen bei der Betreuung durch Angehörige schneller auf und Eltern bleiben stets gut informiert. Um einen Ausfall bei Krankheit und Terminen zu verhindern, sollte es auch hier stets eine Zusatzlösung geben, die im Ernstfall schnell greift.
Text: A. W. / Stand: 29.11.2017

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