Schneemann bauen mit Kindern

Zwei Schneemänner im Garten
Einen Schneemann bauen macht der ganzen Familie Spaß
Foto: © Jeanette Dietl


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Das kleine 1 x 1 des Schneemann bauens

Kaum dass die ersten Flocken fallen, zieht es Kinder wie ein Magnet nach draußen. Zu verlockend ist das weiße kalte Puder, welches so schön glitzert in der Sonne. Und bei nahezu allen Kindern kommt sofort der Wunsch auf, den schönsten Schneemann der Welt zu bauen. Kein Problem, los geht's.
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Anleitung zum Schneemann bauen

Idealerweise baut man Schneemänner, wenn Pappschnee liegt. Mit losem Pulverschnee gibt es nur mehr Frust als Spaß, denn der Pulverschnee lässt sich nicht formen und fällt wieder auseinander. Schon seit Menschengedenken werden die Schneemänner auf der ganzen Erde nach ein und demselben Prinzip in ihrer Grundgestalt modelliert. Mit den Händen wird ein kleiner fester Schnellball geformt. Dieser tritt nun eine weite Reise an. Durch den Schnee gerollt über unzählige Meter auf einer möglichst großen Fläche wird aus dem kleinen Ball eine große Kugel. Dieser Spaß wird zwei Mal wiederholt. Doch jedes Mal wird die Kugel etwas kleiner geformt. So erhalten fleißige Schneemann-Designer drei unterschiedlich große Kugeln. Die Größte liegt unten. Mit viel Körpereinsatz und möglichst etwas Hilfe von Eltern, Freunden oder Erziehern wird die mittlere Kugel auf die unterste gehoben. Der Oberkörper ist fertig. Nun muss nur noch die kleinste Kugel als Kopf oben aufgesetzt werden und schon steht das Grundgerüst.

Doch von nun an wird es individuell. Würden zehn Familien einen Schneemann bauen und diese miteinander vergleichen, würden zehn verschiedene Schneemänner zu sehen sein. Welches Gesicht er bekommt, die Form des Hutes oder des Equipments des Schneemanns, bleibt ganz und gar der Phantasie der kleinen Schneemann-Bauer überlassen. Ganz klassisch wurde der Schneemann früher mit Kohlenstückchen als Knöpfe, Augen und Mund geschmückt. In Zeiten moderner Gasheizungen lassen sich stattdessen auch prima kleine Steine, Moos oder sogar Kronkorken dafür verwenden.

Was braucht man zum Schneemann bauen?

Leuchtend rot ist die Nase der meisten Schneemänner auf Zeichnungen und Bildern, denn eine lange Möhre prangt mitten in seinem Gesicht. Wer grad keine zur Hand hat, bedient sich einfach eines kleinen Stöckchens, eines Steins oder alternativer Dinge wie einer orangenen Styroporkugel usw. Da jeder Schneemann der etwas auf sich hält einen Hut trägt, muss auch da ein passendes Accessoire gefunden werden. Nun haben nicht alle Familien einen Zylinder zu Hause auf dem Dachboden liegen, aber sicher eine zu klein gewordene Kindermütze, einen alten Eimer oder Blumentopf. Damit die weiße Schneefigur nicht friert, binden die meisten Familien ihrem Schneemann im Garten noch einen Schal um. Und so geht es munter weiter: Soll er Skier tragen oder die Fichte nebenan festhalten? Die Sonne blendet im Winter oft - er braucht sicher noch eine Sonnenbrille. Oder ist es überhaupt ein Schneemann? Vielleicht ist es ja eher eine Schneefrau und sie hat das passende Zubehör wie eine Handtasche oder einen geblümten Hut?

Braucht ein Schneemann auch Handschuhe? Das kommt ganz darauf an, ob seine Hände aus Schneekugeln geformt oder als Zweige in den Körper gesteckt wurden. Manche zaubern aus Schnee sogar ganze anliegende Arme für den Schneemann. Denn typisch für ihn ist, dass er mit einem Besen in der Hand gewappnet für den Winterdienst im Garten wartet.

Mit bunten Sandförmchen lassen sich nicht nur leckere Sandkuchen im Sommer backen, sondern auch schöne Schneeformen im Winter, die dem Schneemann optisch noch den letzten Kick geben. Und voilà: fertig ist wieder ein Schneemann-Unikat.
Text: C. D. / Stand: 11.08.2018

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