Urlaub mit den Großeltern

Ferien bei Oma und Opa
Ein Urlaub mit den Großeltern sollte gut geplant werden
Foto: © Yuri Arcurs


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Ferien bei Oma und Opa

Nicht nur Erwachsene brauchen ab und zu einen Tapetenwechsel um wieder frisch und motiviert ihren Arbeitsalltag zu bewältigen.

Für Kinder kann es eine sehr interessante Erfahrung sein, für einige Zeit ihren Urlaub bei den Großeltern zu verbringen. Sei es nun einfach nur der schönen gemeinsamen Stunden wegen, oder auch aus der Notwendigkeit geboren. In dem Moment wo beide Eltern berufstätig sind und nicht gerade ein Vollzeit Hort- oder Kindergartenplatz auch in den Ferien verfügbar ist, kommen sie schnell in Betreuungsengpässe, um die mitunter wochenlangen Ferien zu überbrücken.

Umso häufiger springen Oma und Opa ein, um einige gemeinsame Tage oder Wochen mit ihren Enkeln zu verbringen. Schließlich ist diese Zeit im Jahr etwas ganz Besonderes. Auch einmal länger aufbleiben zu dürfen, Omas duftenden Apfelkuchen zu essen und die großen alten Truhen auf dem Dachboden der Großeltern zu durchstöbern, all diese Dinge machen Lust auf die gemeinsame Zeit mit Oma und Opa. Kinder wissen sehr genau, dass diese Tage anders als zu Hause ablaufen. Und das ist auch gut so, denn so erhaschen junge Menschen einen ganz neuen Blick auf die Dinge. Damit der Enkelurlaub nicht ganz über die Stränge schlägt, gibt es ein paar wichtige Grundregeln zu beachten, sowohl für Eltern, Großeltern als auch die Kinder.

Ferien von den Eltern

Alle Beteiligten sollten zunächst damit einverstanden sein, dass die alternative Urlaubslösung in Frage kommt. Und wie so oft im Leben, geht es auch in den Ferien bei Oma und Opa nicht ohne Regeln. Günstig ist, dass Eltern und Großeltern zusammen mit den Kindern diese Regeln vor dem Aufenthalt klären, wenn nötig auch per Telefon. Die Erziehungsaufgabe bleibt schließlich bei den Eltern. Also müssen auch die Großeltern die Wünsche der Eltern in ihren Alltag mit den Kindern einbeziehen, zum Beispiel beim Thema Fernsehzeiten oder Spielekonsole. Auf der anderen Seite ist es für die Eltern ratsam, die Regeln für die Ferienzeit nicht ganz so streng zu halten. Vielleicht dürfen die Kinder auch einmal länger aufbleiben oder ab und zu ein Bonbon mehr von Oma naschen, als zu Hause. Selbst kleinen Kindern müssen die Erwachsenen zu verstehen geben, dass auch bei Oma und Opa deren eigene Hausregeln gelten. Mitunter ist dort Mittagsruhe einzuhalten, oder im Garten darf nicht mit dem Ball auf die Rosen geschossen werden. Auch dies gehört zu den Erfahrungen, die Kinder erleben müssen. So bereiten Sie Ihr Kind auf den Besuch bei den Großeltern vor.

Für die gemeinsame Zeit mit den Enkeln braucht es schon etwas Vorbereitung. Was unternehmen wir mit den Kindern, schließlich wollen sie beschäftigt sein? So ein Tag kann lang werden, aber auch spannend. Kinder erforschen das Haus, finden alte Erinnerungsstücke und erfahren Geheimnisse über ihre Eltern, die diese besser für sich behalten wollten. Einblicke in den Tagesablauf der Großeltern sind mitunter interessanter als gedacht. Es braucht nicht immer ein Ausflug zu sein. Mit Opa den Rasenmäher reparieren oder mit Oma Obst und Gemüse im Garten zu ernten, bringt den Kindern mehr Erkenntnisse als sie vielleicht zu Hause erfahren. Es gilt die Spielplätze der Umgebung zu erkunden und womöglich bei den Nachbarn der Großeltern neue Freunde zu finden. Ferien bei Oma und Opa heißt auch, lernen auf Senioren Rücksicht zu nehmen. Die Kinder werden schnell merken, dass die Tage für ihre Großeltern schnell anstrengend sein können.

Tipps für den Urlaub mit den Großeltern:

Kinder langsam daran gewöhnen

Damit die Trennung von den Eltern nicht allzu schwer fällt, ist es immer günstiger, die Kinder langsam an die gemeinsame Zeit heranzuführen. Wohnen die Großeltern nicht allzu weit weg, ist ein Wochenende ab und zu eine gute Vorbereitung. Den Kindern hilft auch, Vertrautes wie das Lieblingskuscheltier, Spielzeug oder das geliebte Kopfkissen mit in die Ferien zu Oma und Opa zu nehmen. Fotos von Mama und Papa helfen ebenfalls, den Kummer zu lindern.

Ist das Heimweh doch zu schlimm, gibt es immer noch Telefone. Die gewohnten Stimmen von Mama und Papa trösten ungemein. Vielleicht führen alle ein Ritual ein, abends die Eltern anzurufen und von den vielen Erlebnissen des Tages zu berichten. Die Kinder sind beruhigt und die Eltern unter Umständen auch. Die telefonische Erreichbarkeit ist nicht nur bei Kummer von Vorteil. Ebenfalls wenn das Kind während der Ferien krank wird, wollen die Großeltern natürlich Bescheid geben und die Ratschläge der Eltern gern annehmen. Denn bei Ihnen ist es doch schon einige Jahre her, als sie kranke kleine Kinder versorgen mussten. Mitgegebene Medikamente und die Chipkarte gehören für solche Fälle immer ins Gepäck der Kinder. Im Notfall müssen die Eltern ihre Kinder natürlich abholen.

Ansonsten heißt es für alle Beteiligten: Tief durchatmen und das Abenteuer "Ferien bei Oma und Opa" einfach zulassen und genießen!
Text: C. D. / Stand: 10.10.2018

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