Fütterungsstörung Baby

In diesem Artikel erfahren Sie was eine Fütterungsstörung ist, welche Ursachen sie haben kann und was Sie als Eltern gegen eine Fütterungsstörung tun können.

Wenn Babys und Kleinkinder die Nahrung verweigern - Fütterstörung erkennen

Mutter füttert ihr Baby mit Brei
Was tun bei einer Fütterungsstörung? - Foto: © nuzza11

Fütterstörungen bei Babys und Kleinkindern kommen gar nicht so selten vor. Ärzte gehen davon aus, dass rund fünfzehn bis fünfundzwanzig Prozent aller Kinder in Deutschland in den ersten Jahren eine Fütterstörung entwickeln. Meistens ist diese vorübergehend und nur in sehr seltenen Fällen kann es zu dauerhaften und schweren Ernährungsstörungen kommen. Dennoch sollten Eltern das Ess- und Trinkverhalten ihres Kindes genau beobachten und gegebenenfalls mit einem Kinderarzt Rücksprache halten.

Ursachen für eine Fütterungsstörung

Die Ursachen für eine Fütterstörung sind meist die Folge der Ernährungsumstellung von flüssiger auf feste Kost. Auch Babys sind nur Menschen und neigen damit zu etwas Faulheit. Immerhin ist das Trinken aus der Flasche wesentlich einfacher als das Essen mit dem Löffel. Hier ist häufig die Geduld der Eltern gefragt und in der Regel klappt das Essen nach einiger Zeit der Umstellung wieder problemlos. (Ab wann Beikost bei Babys?) Sorgen sollte man sich machen, wenn das Kind über einen langen Zeitraum sowohl feste als auch flüssige Nahrung verweigert oder das Füttern generell sehr lange dauert. Eventuell hilft es hier, verschiedene Breisorten auszuprobieren. Immerhin mögen auch wir nicht jede Art von Essen gleichermaßen. (Lesen Sie auch: Baby verweigert Brei) Eine ernsthafte Fütterstörung liegt indessen häufig vor, wenn das Kind die Nahrung anschließend wieder herauswürgt oder erbricht. Auch ständiger Durchfall kann ein Indiz für eine Störung sein. (Lesen Sie auch: Verdauungsprobleme bei Babys)

Was tun gegen die Fütterungsstörung beim Baby?

Es heißt, dass kein Kind vor einem vollen Kühlschrank verhungert. Wird dem Baby oder dem Kleinkind daher regelmäßig altersgerechte und abwechslungsreiche Nahrung angeboten und nimmt es diese auch teilweise zu sich, sollte man sich keine Sorgen um eine Unterernährung machen. Eine vorübergehende Appetitlosigkeit kommt auch bei Erwachsenen vor. Maßnahmen gegen Fütterstörungen sind das Schaffen von Ritualen während des Essens. Dazu gehören ein fester Tagesablauf mit geregelten Mahlzeiten, bestenfalls das gemeinsame Essen aller Familienmitglieder und der Verzicht auf zu viele Snacks oder Süßigkeiten zwischen den Mahlzeiten. Ratsam ist es außerdem, die Portionen für das Kind nicht zu groß zu wählen. Größere Kinder können schon selbst entscheiden, wie viel Essen sie auf ihren Teller tun und nehmen sich bei Bedarf lieber etwas nach. Lehnt das Kind bestimmte Speisen ab, sollte nicht auf dem Aufessen bestanden werden. Der Zwang zum Essen kann zu einem dauerhaften Widerwillen führen. Der Geschmack ändert sich, vielleicht schmecken diese Nahrungsmittel zu einem anderen Zeitpunkt besser.
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Fütterungsstörung - Wann ist der Arztbesuch notwendig?

Wer sich Sorgen um die Gesundheit seines Kindes macht, weil es für längere Zeit die Nahrung verweigert, sollte nicht zögern, einen Kinderarzt aufzusuchen. Besonders bei Babys und Kleinkindern, die sich verbal noch nicht äußern können, lassen sich so gegebenenfalls ernsthafte mit Appetitlosigkeit verbundene Erkrankungen rechtzeitig erkennen. Zeigt das Kind bereits Symptome wie häufiges Erbrechen oder Durchfall ist der Arztbesuch meistens unumgänglich. Wird keine schwere Krankheit festgestellt, ist das umso besser und die Eltern können wieder beruhigt schlafen.
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Text: H. J. / Stand: 29.11.2017

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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