Windeldermatitis - Was hilft?

Baby mit Windeldermatitis
Was hilft bei Windeldermatitis? - Symbolfoto: © Lerche & Johnson

Erfahren Sie in diesem Artikel welche Ursachen Windeldermatitis haben kann, was dagegen hilft und wie man Windeldermatitis vorbeugen kann.

Windeldermatitis - Was tun bei gereiztem Windelbereich?

Ist die Haut rund um den Windelbereich des Babys gerötet und wund, kann eine Windeldermatitis vorliegen. (Lesen Sie auch: Wunder Po beim Baby) Bei dieser Erkrankung, die häufig auch als Windelausschlag bezeichnet wird, kommt es zu einer unangenehmen Reizung der Haut. Hier sollten Eltern zügig handeln, um eine weitere Besiedlung des betroffenen Bereichs mit Pilzen oder Bakterien zu verhindern.

Ursachen der Windeldermatitis

Es gibt zahlreiche Gründe für die Entstehung einer Windeldermatitis. Häufig sind es Stoffe im Urin oder Stuhlgang des Babys, die die Haut reizen und angreifbar machen. Kommt hier das feuchte Milieu innerhalb der Windel hinzu, wird die Haut schnell wund. Daher ist auch ein zu seltener Windelwechsel häufig Ursache für Windeldermatitis. (Tipps zum Baby wickeln)

Zusätzlich kann auch eine Überpflegung des Windelbereiches zu Windeldermatitis führen. Wer Babys Po sehr oft mit Seife reinigt, kann dessen natürliche Schutzschicht angreifen und einer Entzündung Tür und Tor öffnen. Auch wenn das Baby gegen einen bestimmten Inhaltsstoff allergisch ist, ist eine Dermatitis häufig zu beobachten. (Lesen Sie auch: Hautpflege beim Baby)

Darüber hinaus können auch Lebensmittelunverträglichkeiten und zu häufiges Essen von scharfen oder auch sauren Nahrungsmitteln das Wundwerden begünstigen. Gleiches gilt, wenn das Baby unter Durchfall leidet, da der Stuhlgang hier meist viel Säure enthält.

Doch auch bei rundum "perfekter" Pflege sind Babys nicht immer gefeit vor einer Windeldermatitis. Eltern sollten sich dann keine Vorwürfe machen und die zügige Behandlung der Erkrankung in die Wege leiten.

Windeldermatitis erkennen

Grundsätzlich äußert sich die Windeldermatitis durch eine Rötung der Haut rund um den Genitalbereich des Babys. Auch offene Hautstellen, kleine Pickelchen oder Bläschen sind eine häufige Nebenerscheinung. Das Baby fühlt sich nicht wohl und reagiert schneller gereizt, weint viel und verweigert gelegentlich auch die Nahrung. (Fütterungsstörung beim Baby) Auch Berührungen während des Wickelns sorgen für Tränen. Zusätzlich kann sich die Windeldermatitis auf die Oberschenkel oder den Bauch ausbreiten.

Komplikationen, die bei Windeldermatitis leicht erkannt werden können, sind Besiedelungen mit Pilzen und Bakterien. Während eine Pilzinfektion, auch als Windelsoor bekannt, durch nässende Pickel und schuppige Hautareale auffällt, können Bakterien zu eitrigen Bereichen führen. Um Komplikationen zu diagnostizieren, nimmt der behandelnde Kinderarzt meist einen Abstrich und lässt diesen im Labor untersuchen.

Was hilft bei Windeldermatitis?

Der Besuch beim Kinderarzt ist bei Windeldermatitis sinnvoll. Er kann wertvolle Tipps geben und in Einzelfällen auch kortisonhaltige, antibiotische oder antimykotische Salben verschreiben. Da solche Salben auf zarter Babyhaut jedoch durchaus Schaden anrichten können, sollten Eltern ihr Baby niemals ohne Rücksprache mit Kortison und anderen medizinischen Cremes behandeln.

Eine Windeldermatitis ohne Komplikationen lässt sich leicht heilen. Hierbei ist es besonders wichtig, dass Babys Haut mit viel Luft in Berührung kommt. Im Sommer lohnt es sich, die Windel einfach ganz wegzulassen und eine Einmalunterlage unter Babys Po zu legen. Ist es draußen kälter, sollte die Windel sehr häufig gewechselt werden, um ein möglichst trockenes Milieu zu erzeugen.

Zusätzlich sollten die betroffenen Hautstellen sehr vorsichtig gesäubert werden, ohne dass dabei stark gerieben wird. Für gewöhnlich genügt lediglich lauwarmes Wasser. Nach der Reinigung sollte der Genitalbereich gründlich abgetrocknet werden. Das Auftragen einer Wundschutzcreme ist ebenfalls eine gute Idee.

Cleveres Vorbeugen schützt vor Windeldermatitis

Am besten ist es, eine Windeldermatitis gar nicht erst entstehen zu lassen. Daher sollten Eltern auf einen regelmäßigen Wechsel der Windeln - mindestens alle drei bis vier Stunden - achten. Bei Durchfall ist ein noch häufigerer Wechsel sinnvoll.

Babys Haut sollte ausschließlich mit Wasser und Naturkosmetik-Ölen gepflegt werden. Seifen und andere künstliche Pflegeprodukte könnten die Schutzbarriere der Haut angreifen und eine Dermatitis begünstigen. (Infos über Babypflegemittel) Nach der Reinigung und vor dem Anlegen der nächsten Windel ist es wichtig, Babys Po gründlich zu trocknen. Auch regelmäßiges Strampeln ohne Windeln bewährt sich bei der Vorbeugung von Wundsein und Entzündungen.

Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen immer wieder zu Entzündungen im Windelbereich, sollte der behandelnde Arzt eine genauere Untersuchung vornehmen. Hierbei könnte auch eine mikrobiologische Analyse des Stuhlgangs in Frage kommen.
Text: A. W. / Stand: 11.10.2017

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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