Baby verweigert Brei

In diesem Artikel erfahren Sie was man tun kann, wenn das Baby den Brei verweigert. Auch erklären wir welche Ursachen es haben kann, wenn das Bay mit 6, 8, 9, 10 Monaten den Brei verweigert und geben Tipps für das erfolgreiche Füttern.

Wenn das Baby den Brei verweigert - Was Eltern tun können

Baby verweigert Brei
Was tun, wenn das Baby den Brei verweigert?
Foto: © taramara78

Der Abschied von Flasche oder Brust ist eine ganz besondere Erfahrung für Baby und Eltern. Nicht selten jedoch weicht die erste Euphorie negativen Gefühlen wie Stress, Sorgen und Ärger. Dann nämlich, wenn das eigene Baby den Brei verweigert, kann das Füttern zur Zerreißprobe werden. Zunächst gilt es, nach eventuellen Ursachen zu suchen und das eigene Verhalten zu überprüfen. Erst dann sollten Eltern auch an ernsthaftere Gründe für die Verweigerung denken.
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Baby verweigert den Brei mit 6, 8, 9, 10 Monaten - Mögliche Ursachen

Schiebt das Baby den Löffel immer wieder energisch von sich, spuckt es den Brei wieder aus oder öffnet es den Mund gar nicht erst, können verschiedene Ursachen vorliegen. Einer der häufigsten Gründe ist Überforderung. Vor allem Babys, die sich mit dem Wechsel von Fläschchen oder Brust schwer tun, benötigen einige Zeit, um sich an feste Kost und das Füttern mit dem Löffel zu gewöhnen. Gehen Eltern allzu vorschnell an das Thema Beikost heran, kann dies zu Verwirrung und letztlich Verweigerung führen. In diesem Fall hilft es oft, dem Baby den Brei zunächst mit dem Finger zu geben. Hier kann es die Beikost ablutschen und muss sich nicht mit dem Löffel als Fremdkörper beschäftigen.

Auch geschmackliche Präferenzen oder Abneigungen können dazu führen, dass ein Baby seinen Brei nicht essen will. Hier sollten Eltern darauf achten, die Flinte nicht allzu früh ins Korn zu werfen, sondern eine neue Zutat etwa eine Woche lang immer wieder anzubieten. Möchte das Baby seinen Brei dann immer noch nicht essen, liegt es womöglich daran, dass er ihm schlicht und ergreifend nicht schmeckt. Der Wechsel zu bevorzugten Sorten kann dann eine Lösung darstellen.

Zuviel oder auch zu wenig Hunger gehören ebenfalls zu den möglichen Ursachen für die Verweigerung von Brei. Ist das Baby noch satt, möchte es aus gutem Grund nichts essen und die Mahlzeit sollte nach Möglichkeit um eine Stunde nach hinten verschoben werden. Zu lange zu warten, ist jedoch ebenfalls keine gute Idee, denn großer Hunger sorgt bei Babys für Ungeduld. Geht es beim Füttern dann zu langsam voran, reagiert das Kind verzweifelt und sehnt sich nach einer Alternative. Das richtige Timing bei der Planung von Mahlzeiten und ein strukturierter Tagesablauf sind nicht zuletzt aus diesem Grund essenziell.

Tipps für erfolgreiche Breimahlzeiten

Eltern können einiges tun, um ihrem Baby seinen Brei wieder schmackhaft zu machen. Zusätzlich zu bevorzugten Zutaten und der richtigen Fütterungszeit bestimmen auch die Umgebung und das Verhalten der Eltern, wie gerne ein Baby seinen Brei isst. So ist ein ruhiges Umfeld ohne viele Geräusche und andere Ablenkungen vorteilhaft. Baby und Eltern können sich dann besser aufeinander und auf die Mahlzeit konzentrieren. Das Baby dann zu füttern, wenn die Familie gerade isst, kann ebenfalls helfen. Auch den Kleinsten schmeckt es in Gesellschaft besser.

Auf keinen Fall sollten Eltern ihr Baby zum Essen zwingen oder ungehalten und wütend auf die Verweigerung reagieren. Geduld und Verständnis helfen dabei, dem Kind von Beginn an zu zeigen, dass es sich sicher und geliebt fühlen darf. Lösen sich Verspannungen bei den Eltern, entspannt sich auch das Baby und häufig klappt auch das Essen wieder.

Das Baby verweigert den Brei immer noch

In seltenen Fällen löst sich das Problem nicht von selbst und auch nach wochenlangem Probieren isst das Baby seinen Brei nicht oder nur äußerst ungern. Nimmt es zusätzlich ab, wirkt schlapp oder müde und zeigt Anzeichen von übermäßigem Stress oder gar Schmerzen, sollten Eltern unbedingt einen Kinderarzt aufsuchen. Er kann mögliche organische Ursachen ausschließen und jungen Eltern weiterführende Tipps rund um das richtige Füttern geben.
Text: A. W. / Stand: 14.12.2017

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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