Wachstumsschmerzen bei Kindern

Junge kuschelt mit seiner Mutter
Kuscheln mit Mama kann bei Wachstumsschmerzen helfen
Foto: © alephnull


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Wenn Kinder unter Wachstumsschmerzen leiden

Mama! Ich kann nicht schlafen! Mir tun die Beine so weh! Diesen Satz hören Eltern immer mal wieder von ihren Kindern. Vorwiegend zwischen dem 3. und 10. Lebensjahr klagen Kinder meist nachts über Schmerzen in den Knie und Schienbeinen, welche jedoch am nächsten Morgen komplett verschwunden sind. Kinderärzte bezeichnen dieses Phänomen als "Wachstumsschmerzen" - und doch ist die Ursache der Beschwerden noch nicht geklärt. Das normale Wachstum an sich verursacht keine Schmerzen, zumindest behaupten das Wissenschaftler und einige Ärzte. Und dennoch leiden viele Kinder unter diesen Schmerzen, die sehr intensiv sein können. Inzwischen vermutet man, dass die Beschwerden mit einer nächtliche Hormonausschüttung zu tun haben könnten. Auch ein Missverhältnis zwischen Weichteilen und Knochen sowie ein möglicher Vitaminmangel stehen in Verdacht die nächtlichen Beschwerden auszulösen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Beim Auftreten von Schmerzen - egal welcher Art - sollte immer der Kinderarzt zu Rate gezogen werden. Schmerzen in den Beinen und den Gelenken können auch immer Hinweise auf eine andere Erkrankung sein. Ein erfahrener Kinderarzt wird daher das Kind genau untersuchen, um eventuelle rheumatische Erkrankungen, Durchblutungsstörungen, Fehlhaltungen oder Überlastungen auszuschließen. Er wird dem Kind Blut abnehmen und wenn notwendig weitere Untersuchungen bei Fachärzten veranlassen.

Bleiben all diese Tests ohne Diagnose, so handelt es sich bei den Beschwerden vermutlich wirklich nur um "Wachstumsschmerzen". Eltern müssen dennoch nicht tatenlos neben ihrem Kind stehen, sondern können aktiv etwas zur Linderung der Schmerzen beitragen.

Was tun gegen Schmerzen beim Wachstum?

In allererster Linie braucht Ihr Nachwuchs Liebe und Zuwendung. Auch wenn Sie noch so müde sind und ausgerechnet dann Ihr Kind Wachstumsschmerzen hat - es braucht Sie jetzt. Kuscheln Sie mit ihm, machen Sie ihm eine schöne warme Wärmflasche, welche auf die betroffenen Körperstellen aufgelegt wird. Oft wirkt das schon wahre Wunder! Wärme ist bei dieser Art von Beschwerden sehr hilfreich und kann auch in Form eines Bades erfolgen. Vielleicht lesen Sie Ihrem Nachwuchs dazu noch eine Geschichte vor. So vergeht die Zeit schneller. Anschließend geht es wieder ins Bett und da Nähe gut tut, darf es auch mal die elterliche Schlafstätte sein.

Manche Kinder wollen bei Schmerzen berührt werden, andere nicht. Wenn Ihr Nachwuchs möchte, so können Sie ihm mit kreisenden Bewegungen die schmerzenden Beine massieren. Mit etwas Öl geht es besser - besonders dafür geeignet ist Johanniskraut.

Sehr erfolgversprechend ist die Behandlung mit Schüssler Salzen. Vielleicht kennt sich ja Ihr Kinderarzt damit aus. Wenn nicht, so erhalten Sie in der Apotheke hierzu eine umfassende Beratung und natürlich auch die passenden Salze. Diese sind ohne Rezept erhältlich und schlagen bei vielen Kindern sehr gut an. Auch die Homöopathie kann hilfreich sein. Um das passende Mittel zu finden, ist aber ein erfahrener Arzt unerlässlich.

Vorbeugend gegen die Schmerzen können Sie mit Ihrem Kind am Abend ein kleines Stretching-Programm absolvieren. Im Internet finden Sie dazu einige Übungsanleitungen. Die sanften Bewegungen dehnen die Muskulatur und fördern die Durchblutung. Probieren Sie einfach aus, ob Ihr Kind darauf anspricht.
Text: K. L. / Stand: 11.11.2019

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[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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