Bootsurlaub in Deutschland mit der Familie
Text: D. D. E. / Letzte Aktualisierung: 05.08.2025
Symbolbild: © zinkevych - stock.adobe. com
Urlaub auf dem Boot
In diesem Jahr soll es einmal etwas anderes sein und die Familie hat sich für einen Bootsurlaub in Deutschland entschieden.
Wer vor den Planungen solcher Ferien steht, ist gut beraten, einige wichtige Tipps und Tricks zu beachten. Das macht den Familienurlaub nicht nur zum Erlebnis, sondern erspart der Familie unnötigen Ärger und Urlaubsfrust.
Wo kann man ein Boot chartern?
Bei der Suche nach einem geeigneten Boot hilft das Internet. In den bekannten Suchmaschinen wird man schnell fündig, wenn es um den Verleih von wasser- und vor allem familientauglichen Gefährten geht. So sind nicht nur Fotos der Boote auf den Internetseiten der entsprechenden Anbieter zu finden, sondern man wird sofort mit umfassenden Informationen bezüglich der Ausstattung und Belegungsmöglichkeiten informiert. Zusätzliche Services wie ausgearbeitete Wasserrouten oder spezielle Familienangebote runden das Angebot der meisten Charterunternehmen ab. Übrigens: Wer mit vier Personen verreisen will, sollte sich ein Boot mit sechs Schlafplätzen gönnen. So hat man nicht nur die Möglichkeit, sich gegebenenfalls zurückzuziehen, sondern erspart sich gerade morgens laute Umbauarbeiten - immerhin befinden sich die Schlafplätze auch im Salon des Bootes.
Auf Kundenbewertungen achten
Beim Charterunternehmen sollte man darauf achten, dass das Unternehmen - oder auch die verleihende Privatperson - einem Verband angeschlossen ist. Dies kann insbesondere bei Unstimmigkeiten, die während des Urlaubs auftreten, von Vorteil sein. Zusätzlich kann man die Zugehörigkeit zu einem Verband auch als Indikator für die Qualität der einzelnen Charterunternehmen werten, da die Verbände in der Regel hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards verlangen. Letztlich sei bei der Auswahl des richtigen Bootsverleihs noch auf eventuelle Kundenbewertungen hingewiesen. Sie geben oft Aufschluss über die Erlebnisse anderer Urlauber mit den entsprechenden Anbietern.
Nicht nur der Preis zählt beim Boot chartern
Der Preis sollte übrigens nicht allein entscheiden, ob und welches Charterunternehmen man für den Bootsurlaub beansprucht. Vielmehr sind es die Kleinigkeiten, die über viel über die Qualität eines Anbieters aussagen. Ist eine Inventarliste zu jedem Boot vorhanden? Wie vollständig ist diese? Gibt es eine Notfallnummer, die man im Ernstfall vom Boot aus erreichen kann? Erteilt der Bootsverleih eine kostenlose Einweisung? Gerade diese Fragen sollten sowohl im Internet als auch in Reisekatalogen aus den Beschreibungen beantwortet werden.
Was kostet das Chartern eines Bootes?
Das kann man nicht pauschal beantworten. Es kommt auf den Abieter, die Größe und Ausstattung des Bootes, die Region und die Dauer der Miete an. Grob kann man sagen eine Yacht für 4 Personen für 7 Nächte kostet ca. 1800 - 2800 Euro. Für ein Hausboot (7 Nächte) sollten Sie mit 3000 - 4000 Euro rechnen.
Beachten Sie bei der Auswahl für wieviele Personen Platz ist, evtl. wieviele Kabinen es gibt, ob die Endreinigung im Preis enthalten ist und ob die Tiermitnahme gestattet ist.
Bootsurlaub in Deutschland z.B. in Brandenburg oder Mecklenburg auf der Müritz
Einen schönen Bootsurlaub in Deutschland kann man zum Beispiel in Brandenburg oder auch in Mecklenburg machen. Die Müritz oder die Mecklenburger Seenplatte laden zu erholsamen Ferien ein.
Dort kann man auch Boote ohne Führerschein mieten.
Weitere Tipps für den Urlaub auf einem Boot
Um ganz sicher zu gehen, sollte man nach der Wahl des Anbieters das entsprechende Boot besichtigen. Jeder verantwortungsvolle Charterunternehmer wird hierbei alle Einzelheiten aufzeigen und vor Ort die ersten Einweisungen über den Umgang mit dem Boot geben. Angehende "Ferien-Kapitäne" sollten bei der Besichtigung ruhigen Gewissens auf ihr Bauchgefühl hören. Abschließend steht noch die Prüfung der Sicherheitsausrüstung wie Schwimmwesten etc. an. Ist alles vorhanden und in Ordnung, kann man das Boot übernehmen und es steht dem Traumurlaub auf See oder auch auf dem Fluss nichts mehr im Wege.
Was sollte man beim Urlaub auf dem Wasser beachten?
Foto: © cool chap
Ein Bootsurlaub ist eine tolle Sache für die ganze Familie. Besonders die lieben Kleinen haben ihren Spaß bei einem Urlaub auf dem Wasser, auf dem Boot herumzuklettern, Kapitän zu spielen oder auch einfach zu angeln. Man kann toll auf den Stegen herumlaufen und sich Boote ansehen, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt. Aber das Leben auf dem Wasser birgt auch Risiken. Selbst wenn Kinder und Erwachsene schwimmen können, so ist ein Hafenbecken, ein Fluss oder See eine ganz andere Sache als das Schwimmbad.
Die Gefahren beim Urlaub auf dem Wasser nicht unterschätzen
Mitreisenden Kindern sollte man gerade schon vor der Fahrt die Konsequenzen eines Sturzes ins Wasser klarmachen. Schon allein Temperatur, Kleidung und der Schreck sind dabei nicht zu unterschätzen. Mit ein paar Sicherheitstipps lässt es sich zwar nicht vermeiden, dass mal jemand ins Wasser fällt, jedoch kann man die Gefahren des Ertrinkens, Unterkühlens und schwerer Verletzungen doch sehr minimieren.
Zwei Dinge sind besonders wichtig: Zum einen die Einsicht der Kinder, sich an Regeln zu halten und zum anderen das Richtige und besonnene Verhalten des Bootsführers.
Mann über Bord
Panik ist der schlechteste Berater bei einer Gefahrensituation. Deshalb ist jeder Bootsführer gut beraten, das einfache "Mann-über-Bord-Manöver" zu beherrschen. Dieses sollte man mit ein wenig Erfahrung des Öfteren üben, sodass die Abläufe verinnerlicht sind. Und so läuft es ab: Nach dem Herunterdrosseln der Geschwindigkeit wird das Boot so gewendet, dass sich das Heck vom vermeintlichen Opfer weg dreht. Anschließend steuert man so vorsichtig auf das Opfer zu, dass der Wind, sofern vorhanden, die Aktion unterstützt. Die genauen Abläufe wird der Bootsverleiher sicher bei der Übergabe aufzeigen.
Rettungswesten sind Pflicht beim Bootsurlaub in Deutschland
Bei Kindern helfen Ermahnungen und Zwang wenig. Man muss dem Kind eindringlich erklären, wie gefährlich es ist, ins Wasser zu fallen und dabei zwischen zwei Schiffe zu geraten. Gerade deshalb sollte jeder an Deck, egal welchen Alters, eine zugelassene und überprüfte Schwimmweste tragen. Zunächst wird das Anlegen etwas lästig und ungewohnt sein, weil besonders jüngere Kinder hier noch etwas Hilfe benötigen. Allerdings wird das lästige Übel schnell zur Routine und viele finden das signalrote Kleidungsstück auch einfach cool.
Das Verhalten im Ernstfall üben und erklären
Das Tragen der Rettungsweste allein reicht allerdings nicht. Deshalb sollten Eltern, wenn es nicht zu kalt ist, ihre Kinder ruhig einmal mit Weste ins Wasser gehen lassen. So lässt sich am eigenen Leib erfahren, wie sich eine Rettungsweste im Wasser verhält. Dieses vorsichtige Üben verhindert im Ernstfall eine aufkommende Panik. Gewöhnlich gehören die Schwimmwesten zur Sicherheitsausstattung des Bootes. Bootsverleiher halten sie gewöhnlich in vielen Größen vorrätig, oftmals sogar in einigen Modellvarianten. Das ermöglicht eine gewisse Auswahlmöglichkeit beim Tragekomfort und Umgang mit dem lebensrettenden Kleidungsstück.
Wenn man sich oft auf dem Wasser aufhält, kann man auch über den Kauf eigener Schwimmwesten nachdenken. Diese gibt es mittlerweile in fast jedem gut sortierten Sportartikelhandel und dazu auch in verschiedenen Modellen und Qualitäten. So hat man eine passende Alternative zu den unbequemen Feststoffwesten auf dem Charterboot.
So kann man Urlaub auf dem Wasser machen:
- Mit einem Hausboot
- Mit einem Segelboot
- Mit dem Kanu
- Mit einem Motorboot