Reiseapotheke für Kinder

Kleines Mädchen im Urlaub
Was gehört in die Reiseapotheke für Kinder? - Symbolbild: © Jenny Sturm

Erfahren Sie in diesem Artikel was alles in die Reiseapotheke für Kinder gehört:

Gut gerüstet im Urlaub: Das gehört in die Kinder Reiseapotheke

Gerade kleine Kinder reagieren auf eine fremde Umgebung häufig sensibel, mitunter sogar mit Durchfall oder Fieber. Eine gut gepackte Reiseapotheke ist in solchen Fällen Gold wert. An Gepäck sparen lässt sich besser an anderer Stelle, denn hier gilt: Lieber zu viel dabei, als zu wenig. "Cook it, boil it, peel it or forget it!", lautet eine Traveller-Weisheit gegen Magen-Darm-Ungemach und heißt auf Deutsch so viel wie: Finger weg von allem, was nicht gekocht, gebraten oder geschält ist. Ja, unterwegs kann so einiges passieren - auch trotz bester Ratschläge - und deswegen ist es gut, für die wichtigsten Eventualitäten präpariert zu sein. Nicht immer sind Arztpraxen und Apotheken ähnlich dicht gesät wie in der Heimat. Im Ernstfall kann eine vorausschauend gepackte Reisapotheke sogar das Schlimmste verhindern.

Sorgfältig eine Checkliste erstellen

Deshalb empfiehlt es sich, sorgfältig eine Checkliste zu erstellen, alle Bestandteile der Reiseapotheke auf Haltbarkeit und Vollständigkeit zu überprüfen und sich auch zu vergewissern, ob die Wirkstoffdosierungen (gerade bei kleineren Kindern) noch dem Alter oder Körpergewicht entsprechend adäquat sind. Das gehört standardmäßig in die Reiseapotheke:

  • Äußerliche Verletzungen, Schrammen etc.:
    wasserfeste Pflaster (auch an Blasenpflaster bei Wanderungen denken), Wund-Desinfektionsspray sowie Wundsalbe und Verbandszeug, d.h. sterile Wundkompressen, Mullbinden und Klebeband, kleine Schere, Pinzette, ggf. auch Einmalhandschuhe und Alkoholtupfer
  • Erkältungen/ Infektionen:
    Fieberthermometer, Fieberzäpfchen, abschwellende Nasentropfen, Hustensaft oder Hustenteemischung und ggf. auch Tropfen gegen Ohrenschmerzen und pflanzliche oder antibiotische Augentropfen zur Behandlung bei Bindehautentzündungen (Medikamentengabe bei Kindern)
  • Magen-Darm-Beschwerden:
    Elektrolyte-Pulver, um Dehydrierung vorzubeugen, ggf. auch Kohletabletten
  • Sonnenbrand/ Insektenstiche:
    Sonnenschutzmittel mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor (am besten Faktor 50 bei Kindern), Fenistil-Gel oder anderes Antihistamin-Gel bei Insektenstichen und Sonnenbrand, Insektenschutzmittel bzw. je nach Reiseland Moskitonetz zur Prophylaxe
  • Impfpass nicht vergessen

Checkliste Reiseapotheke für Kinder ausdrucken

Man muss nicht unbedingt für alle Medikamente die komplette Verpackung mitführen, sondern kann sich auch auf die nackten Blisterpackungen beschränken. Beipackzettel dürfen dabei allerdings nicht vergessen werden. Grundsätzlich bietet es sich an, im Idealfall auf jene Medikamente zurückzugreifen, die man in der Vergangenheit schon einmal ausprobiert hat.

Die Reiseapotheke für Kinder vor Reiseantritt vom Kinderarzt überprüfen lassen

Außerdem ganz wichtig: Nur Medikamente mitnehmen, die der Kinderarzt auch verschrieben bzw. empfohlen hat. Am besten ist es, sich im Zweifel vor Reiseantritt nochmal vom Arzt beraten zu lassen, was alles mit in die Reisapotheke soll. Chronisch Erkrankte müssen ihre Dauermedikamente einpacken. Auch hier empfiehlt sich ggf. ein Gespräch vor Reiseantritt mit dem Arzt, der Auskunft geben kann, unter welcher Bezeichnung lebenswichtige Medikamente oder Ersatzpräparate im Fall des Falles im Urlaubsland zu bekommen sind. Bei Tropenreisen bzw. Reisen in Ländern mit schlechteren hygienischen Bedingungen gelten nochmal ganz spezielle Anforderungen an die Reiseapotheke und die vorbereitenden Maßnahmen. Gerade wer solche Reisen mit Kindern unternimmt, sollte vorher ein reisemedizinisches Zentrum konsultieren, die entsprechenden Impfempfehlungen studieren und sich ärztlich beraten lassen, welche Utensilien (z.B. Mittel zur Wasserentkeimung) oder Medikamente zusätzlich mitzuführen sind.
Verstauen Sie wichtige Medikamente in zwei Taschen! Falls eine verloren geht, haben Sie wenigstens erstmal eine Ration zur Hand. Idealerweise legen Sie einen Teil der Medikamente in den Koffer und einen Teil ins Handgepäck. So kommen Sieim Notfall auch unterwegs an die Medikamente!
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Text: A. B. / Stand: 11.11.2019

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