Wohnen für Senioren

Senioren in ihrer Wohnung
Welche Wohnformen gibt es für Senioren? - Foto: © drubig-photo

In dieser Rubrik informieren wir über die verschiedenen Wohnformen für Senioren und geben zahlreiche Tipps zum Thema Wohnen für Senioren.

Welche Formen des Wohnen im Alter gibt es?

Dachte man früher an Seniorenwohnen, sah man vor seinem geistigen Auge sofort ein Pflegeheim mit kranken Menschen. Diese verstaubte Ansicht haben heute nur noch wenige im Kopf.

Senioren mit Betreuung in ihrer Wohnung
Wohnen im Alter - Aber wie? - Foto: © deanm1974
Denn für Senioren haben sich die verschiedensten Wohnformen etabliert. Sie sind den Wünschen und Bedürfnissen der Senioren angepasst, und dienen nicht als Abstellgleis. Vielmehr versteht sich Wohnen für Senioren als solider Eckpfeiler für ein gemütliches und behagliches Zuhause.

Die Lebensqualität eines Menschen hängt stark von der jeweiligen Wohnqualität ab, das gilt für junge Menschen ebenso wie für Senioren. So wie nicht jede Wohnform für Menschen Anfang zwanzig vereinheitlicht werden kann, trifft es auch für Senioren zu. Je nach Bedarf und erwarteter zukünftiger Entwicklung trifft man für sich selbst eine Entscheidung. Was passt zu mir? Wo fühle ich mich wohl?

Seniorengerechte Wohnungen

Es heißt: Einen alten Baum verpflanzt man nicht. Dieses Sprichwort spiegelt sehr gut die Sorgen der Senioren wieder. Sie möchten gern in ihren angestammten vier Wänden bleiben, auch wenn es für sie Unannehmlichkeiten bedeutet und eine Abhängigkeit von anderen Menschen verursacht. Eine Möglichkeit dem vorzubeugen ist, die Wohnung seniorengerecht zu gestalten. Eine ebenerdige Dusche zum Beispiel oder verbreiterte Türen ohne Schwellen, die einen Zugang mit dem Rollator gewährleisten. Der Vorteil, ein Umzug ist mitunter nicht notwendig.

Wohngruppen für Senioren

Was sich bei Studenten und jungen Menschen bewährt hat, findet immer mehr Anklang bei Senioren. Seine eigenen vier Wände haben, und gemeinsame Ressourcen wie Küche und Bad zusammen nutzen. Der Vorteil: Soziale Kontakte werden gepflegt, es ist immer jemand in der Nähe. Der Nachteil: Wohngruppen funktionieren meist nur, wenn alle Mitbewohner selbstständig wirtschaften können. Ab einem gewissen Grad von Erkrankungen gibt es in der WG kein Gleichgewicht mehr, es könnte passieren, dass ein Mitbewohner eine Last für die Anderen wird. Außerdem heißt es in Senioren Wohngemeinschaften, Kompromisse finden und gegenseitig Rücksicht nehmen.

Seniorenresidenzen

Sie werden als die "Hotels" unter den Wohnformen für Senioren bezeichnet. Denn ihr Charakter ähnelt dem sehr. Appartements mit Kochgelegenheit oder sogar einer eigenen Küche. Dazu gehört ein umfangreiches Angebot an Dienstleistungen. Egal ob Hauswirtschafsservice oder kulturelle Unterhaltung. Ein ambulanter Pflegedienst ist den Residenzen angeschlossen. Diese Häuser gelten als sehr hochwertig und sind leider auch dementsprechend preisintensiv. In Seniorenresidenzen gibt es eine Heimaufsicht, die für die Einhaltung des Heimgesetzes verantwortlich ist.

Betreutes Wohnen für Senioren

Das betreute Wohnen ist wohl die beliebteste unter den Wohnformen für Senioren. Man bezieht eine ganze Wohnung mit allen dazugehörigen Zimmern, wie einem eigenen Bad und einer Küche. Die eigenen Möbel können mitgenommen werden und vermitteln auch im neuen Zuhause ein bekanntes Wohngefühl. Die Wohnungen sind auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten, das heißt sie sind immer barrierefrei. Im Haus gibt es einen Fahrstuhl. Wer einen ambulanten Pflegedienst wünscht, kann ihn in die Wohnung kommen lassen. Gleiches gilt für Essenslieferungen oder einen Hauswirtschaftsservice. Ein großer Vorteil: Benötigt man Hilfe, ist immer jemand über eine Klingel erreichbar und steht sofort vor Ort zur Verfügung. Dies ist im Grundleistungspaket für betreutes Wohnen enthalten. Es handelt sich bei dieser Wohnform nicht um ein Haus, welches unter das Heimgesetz fällt.

Altenheim

Senioren, die nicht mehr in der Lage sind, einen eigenen Haushalt zu führen, jedoch keiner Pflege bedürfen, fühlen sich in Altenheimen sehr gut betreut. Eine gewisse Grundpflege wird hier sichergestellt. Sind die Senioren chronisch krank und werden pflegebedürftig, benötigen sie umfassendere Betreuung. Diese stellt ein Altenpflegeheim sicher, sowohl in baulicher als auch in personeller Ausstattung. Beide Häuser bieten meist Pflegeappartements, die ein eigenes kleines Bad haben. Die Mitnahme eigener Möbel ist, bis auf wenige Ausnahmen, hier nicht möglich.

Mehrgenerationenhaus

Diese Wohnform entspricht am ehesten der einer althergebrachten Großfamilie. Wie der Name schon sagt, leben möglichste viele Altersgruppen zusammen unter einem Dach. Dadurch können die Jungen von den Alten lernen und die Senioren spüren, dass sie auch im Alter noch gebraucht werden. Ein positiver Nebeneffekt dieser besonderen Wohnform für Senioren ist die geistige Herausforderung, sich immer wieder auf neue Situationen einzulassen. Dies hält den Geist wach. In einem Mehrgenerationenhaus kommen wie in jeder anderen Wohngemeinschaft Pflichten auf alle Mitbewohner zu. So auch auf die Senioren.
Text: C. D. / Stand: 22.06.2017

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