Zelten mit Kindern

Eine Familie sitzt vor ihrem Zelt
Beim Zelten mit Kindern sollte man ein großes Zelt mitnehmen
Foto: © Gorilla

Urlaubserlebnis in der freien Natur

Manchmal muss man einfach raus. Den Alltag mit seinen kleinen und größeren Problemen hinter sich lassen und woanders frische Luft schnappen.

Klar, man könnte sich einfach irgendwo eine Ferienwohnung oder ein Hotelzimmer buchen oder den All-Inclusive-Service eines großen Ressorts genießen. Doch wie wäre es einmal mit einem Urlaub mitten in der freien Natur - mit einem Urlaub im Zelt? Früh bei den ersten Sonnenstrahlen vor dem Zelt frühstücken, viel Zeit in der Natur verbringen und Abends am Lagerfeuer den Tag bei Gitarrenklängen, Stockbrot und Würstchen ausklingen lassen.
Zelten bei schlechtem Wetter

Tipps für den Zelturlaub

Wer schon mal zelten war, der weiß, wie unkompliziert so ein Trip ablaufen kann und wie wohl sich die Kinder im "Freiluft-Urlaub" fühlen. Waren Sie dagegen noch nie mit dem Zelt unterwegs, so tauchen neben vielen Fragen sicher auch Ängste auf. Ist es den Kids im Zelt nicht viel zu kalt? Wie alt müssen die Kleinen sein, um mit der Familie zu zelten? Was braucht man da alles für Ausrüstung? Wie sind die hygienischen Bedingungen auf einem Zeltplatz? Und ist das alles nicht viel zu chaotisch?

Chaotisch wird ein Zelturlaub nur dann, wenn man die ganze Sache uninformiert angeht. Mit etwas Planung, einer guten Ausrüstung und dem einen oder anderen Insider-Tipp macht das Zelten richtig Spaß und alle Familienmitglieder können entspannte Urlaubstage erleben. Doch was braucht man nun alles, wenn man auf diese Art und Weise in die Ferien fährt?

Das Familienzelt

Ganz wichtig: die richtige Behausung. Ein gutes Zelt ist die Grundvoraussetzung für einen erholsamen Urlaub. Es sollte nicht zu klein sein, denn neben der jeweiligen Anzahl Personen müssen auch noch Gepäck und Haushaltsutensilien untergebracht werden. Ein 4-Personen-Zelt ist demnach für eine 4-köpfige Familie zu klein. In einem 5-6 Familienzelt ist mehr Platz und mehr Platz bedeutet beim zelten wiederum mehr Ordnung. Da Familien mit Kindern meist mit dem Auto anreisen, ist das Packmaß des Zeltes nicht ganz so wichtig wie beispielsweise bei einer Tour mit dem Fahrrad. Jeder Urlauber wünscht sich gutes Wetter - doch beim Zelten steht der Wunsch nach einer regenfreien Zeit besonders hoch im Kurs. Da es keine Garantie dafür gibt, sollte beim Kauf eines Zeltes auf die Wassersäule geachtet werdet. Sie lässt Rückschlüsse auf die Wasserdichtigkeit der Zelthaut zu. In der Regel gilt ein Zelt ab 1500 Millimeter Wassersäule als wasserdicht.

Zubehör zum Zelten

Die Eltern holen die Verpflegung
Denken Sie beim Zelturlaub auch an die Verpflegung
Foto: © AVAVA

Neben einem geeigneten Zelt werden Isomatten oder Luftmatratzen und Schlafsäcke benötigt. Es lohnt sich, etwas mehr Geld für die Schlafsäcke zu investieren, denn nichts ist unangenehmer als nachts im Zelt zu frieren. Tipp: lieber einen wärmeren Schlafsack kaufen. Sollte es nachts zu warm sein, so kann der Reißverschluss geöffnet und der Schlafsack als Decke benutzt werden. Erfahrene Camper packen in ihre Reisetasche dennoch auch im Sommer lange Unterwäsche beziehungsweise einen Jogginganzug und eine dünne Mütze ein. Besonders wenn man in Wassernähe zeltet, kann es in der Nacht manchmal recht kühl werden und eine zusätzliche Bekleidungsschicht wird dann als angenehm empfunden.

Die Verpflegung

An der frischen Luft ist der Appetit häufig besonders groß. Klar - auch beim Zelten wollen alle ordentlich verpflegt werden. Ein kleiner Gaskocher gehört daher unbedingt zur Grundausstattung eines jeden Campers. Er ist einfach zu bedienen und lässt sich bei Nichtgebrauch platzsparend aufbewahren. Dazu zwei Töpfe, Besteck und Geschirr (am besten aus Kunststoff) und schon ist der Haushalt komplett. Campingstühle und Klapptisch sind praktische Begleiter beim Zelten - zur Not geht es aber auch ohne und die Family nimmt ihre Mahlzeiten eben einfach auf einer Decke am Boden ein.

Zelten mit Kindern - Ein Abenteuer für die ganze Familie

Die meisten Kinder fahren gern zum Zelten. Die Übernachtung in der Natur ist ein Erlebnis und auf einem Zeltplatz finden sie immer andere Kids zum spielen. Das macht es auch für die Eltern leichter: quengelnde Kinder sind beim Zelten wirklich die Ausnahme. Erfahrungsgemäß sind die Kleinen ständig auf dem Platz "on Tour" und finden sich allenfalls zu den Mahlzeiten am heimischen Zelt ein. Doch auch mit einem Baby ist ein Zelturlaub problemlos möglich. Viele Campingplätze können inzwischen mit modernen Sanitäranlagen aufwarten, so dass aus hygienischen Gründen nichts dagegen spricht, mit ganz kleinen Kindern zu zelten. Natürlich ist die Umgebung eine fremde - doch die Eltern als Hauptbezugspersonen sind ja dabei und mit dem Lieblingskuscheltier im Gepäck wird ein weiteres Stück Sicherheit vermittelt. Campingausstatter bieten sogar kleine "Babybetten" an, welche den Kleinsten Urlaubern einen kuscheligen, abgegrenzten Platz im Zelt bieten.

Ein Familienzelt und Zubehör bekommen Sie u.a. bei:

Abenteuer Zelten - wer sich einmal darauf einlässt, der findet meist Gefallen daran. Es muss ja nicht gleich der Jahresurlaub sein, den man so unkonventionell verbringt. Um erste Campingluft zu schnuppern reicht ein verlängertes Wochenende völlig aus. Und was die Ausrüstung angeht: niemand hat gleich beim ersten Zelturlaub alles dabei. Erst nach und nach kristallisiert sich heraus, was die Familie wirklich braucht und welche Extras einfach angenehm sind. Hier hilft auch das Gespräch mit anderen Campern. Auf einem Zeltplatz lassen sich sehr leicht Kontakte knüpfen - ein weiterer positiver Nebeneffekt dieser Art Urlaub zu machen.
Text: K. L. / Stand: 22.06.2017

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