Probleme im Kindergarten

Junge spielt allein im Kindergarten
Kindergartenprobleme kann man lösen! - Foto: © Violetstar



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Wenn Kinder Problem im Kindergarten haben

Junge Eltern lächeln irritiert, wenn sie von erfahrenen Müttern und Vätern gesagt bekommen, dass die Probleme im Kindergartenalter erst so richtig beginnen werden.

Man kann es sich kaum vorstellen, dass es noch schlimmer kommen könnte. Als ob die ständige Übermüdung wegen durchwachter Nächte, nervenaufreibenden Schreiattacken aus unerfindlichen Gründen und die Plage mit den ersten Zähnchen nicht schon reichen würden.

Doch kaum ist der Nachwuchs im Kindergarten, versteht man, wovon die anderen Eltern gesprochen haben. Die Probleme sind nun zwar nicht unbedingt schlimmer, aber anders. Nicht jedes Kleinkind fügt sich reibungslos in das Leben als Kindergartenkind ein. Immerhin ist das die erste Phase im Leben außerhalb der Familie. Es ist nicht mehr der Prinz oder die Prinzessin mit Alleinanspruch auf die Mutter, den Vater oder die Oma, sondern nun muss es sich in einer Gruppe integrieren und sich die Aufmerksamkeit der Erzieherin teilen. Diese Aufgabe ist für einige Kinder zunächst unlösbar - und schon gibt es Ärger. Die Eltern staunen dann nicht schlecht, wenn sie ein bisher lammfrommes Kind vom Kindergarten abholen wollen und von der Erzieherin einen angeblichen Raufbold übergeben erhalten. Es kann aber auch sein, dass ein bisher fröhliches Kind nach einigen Wochen im Kindergarten immer stiller und in sich gekehrt wirkt und immer mehr Abneigung gegen den Kindergarten entwickelt. Vielleicht so lange, bis es schließlich überhaupt nicht mehr hingehen will. Wenn die Eltern dann nachforschen, stellt sich oft heraus, dass es auch tagsüber nicht gut in die Gruppe integriert ist, sich von den anderen absondert und manchmal weinend in der Ecke sitzt. Soziale Entwicklung des Kindes

So können Sie Kindergartenprobleme lösen

In der Eingewöhnungszeit sind solche und andere Schwierigkeiten häufig anzutreffen. Sie sollten sich aber schon nach wenigen Wochen geben. Andernfalls muss man sich damit näher befassen und nach Lösungen suchen.

Es könnte zu früh für das Kind gewesen sein. Vielleicht sind familiäre Schwierigkeiten Auslöser. Oder das Kind wurde nicht richtig auf den Kindergarten vorbereitet. Die Eltern wissen, dass es jeden Morgen hin geht, aber auch jeden Mittag oder Abend wieder nach Hause. Das Kind kann das nicht wissen, auch wenn man es ihm immer wieder sagt. Kinder fühlen sich schnell verlassen und glauben erst dann wieder an die Rückkehr der Mutter, wenn sie wirklich da ist. Es bauen sich Ängste auf, die das Kind nicht richtig einordnen kann. Je nach Temperament entladen sich diese Unsicherheiten in Aggressivität oder in Weinerlichkeit oder in Rückzug. Viele Kindergärten bieten hier eine Lösung an, indem sie Eltern erlauben, während einer gewissen Übergangszeit bei ihren Kindern im Kindergarten zu bleiben und die Zeiten der Abwesenheit stückweise zu erweitern.
Wie umgehen mit Kinderkummer?

Eventuell wurde das Sozialverhalten der Kinder noch nicht trainiert. Besonders Einzelkinder haben wenige Chancen, zu lernen, dass sie nicht immer den Prinzenstatus in Anspruch nehmen können. In der Gruppe sind sie dann schnell überfordert. Kinder, die schon früh in einer Krabbelgruppe oder in Spielgruppen Erfahrungen sammeln konnten, integrieren sich leichter in das Kindergartenleben.
Text: St. H. / Stand: 04.06.2019

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