Die Kindertagesstätte

Kind in der Kita
Was ist eine Kita? - Foto: © jörn buchheim


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Was ist eine Kita?

Auf der Suche nach der geeignetsten Betreuungsform für ihre Kinder, landen die meisten Eltern bei der klassischen Kindertagesstätte.

Obgleich die Kinderbetreuung in einer Kita immer gewissen Standards entsprechen sollte, gibt es auch in diesen Bereichen qualitative Unterschiede. Im Allgemeinen kann gesagt werden: Kinder, die eine Kindertagesstätte besuchen, entwickeln deutlich schneller eine gewisse Selbstständigkeit. Erzieher vertreten die Meinung: Kinder gehören unter Kinder. Ein Vorteil des Kindesgartens ist es also, dass Kinder mit gleichaltrigen, jüngeren und älteren Spielgefährten zusammenfinden. Dies ist ein wichtiger Baustein in der sozialen Entwicklung und Kompetenz unseres Nachwuchses.

Verschiedene Formen von Kindertagesstätten

Ein Kindergarten nimmt erst Kinder nach dem 3. Geburtstag auf, wohingegen eine Kinderkrippe bereits Babys ab dem 3. Lebensmonat in ihre Obhut nehmen kann, natürlich je nach Art der Kita. Eine neuere und moderne - aber auch arg umstrittene - Form, ist die Kombination aus Kindergarten und Krippe. In altersgemischten Gruppen werden die Kinder im Alter von 9 Wochen bis sieben Jahren zusammen betreut. Ist der Kita noch ein Hort angeschlossen, kann eine noch größere Altersmischung mit Kindern bis zur 4. Klasse möglich werden, quasi von null bis ca. 11 Jahren. Die Kinder lernen bei dieser Form der Kinderbetreuung sehr viel voneinander. Die jüngeren lernen durch nachahmendes Spielen und die Älteren lernen Verantwortung für die Kleinen zu übernehmen.

Kindertagesstätten haben unterschiedliche Träger. Sie können in städtischer Hand sein, durch Vereine oder Verbände getragen werden oder sind ein Betriebskindergarten. Große Unternehmen haben die Notwendigkeit der Betreuung der Kinder ihrer Angestellten erkannt und richten immer häufiger eigene Kindertagesstätten nur für die Kinder ihrer Mitarbeiter ein oder haben Belegplätze in Kitas anderer Träger. Die Motivation der Mitarbeiter steigt, wenn sie ihre Kinder gut versorgt wissen und durch die flexible Anpassung der Öffnungszeiten an die Arbeitszeiten, sind die Angestellten beweglicher in ihren Aufgaben.

Was kostet ein Kita-Platz?

Die Kosten für einen Platz in einer klassischen Kindertagesstätte schwanken extrem. Je nach Lage und Bundesland, je nach Alter des Kindes, Anzahl der Kinder, Dauer der Betreuung und je nach Zuschüssen durch die Kommune ergeben sich erhebliche Preisunterschiede. Hat man die grundsätzliche Entscheidung getroffen, sein Kind in eine Kindertagesstätte zu geben, dann können sich Eltern nach bestimmten Profilen der Häuser richten. Neben den klassischen Kindergärten haben einige spezielle Ausrichtungen. Zum Beispiel gibt es Sprachkindergärten, die bilingual Kinder schulen. Eine andere Form sind Montessori- oder Kneippkindergärten. Handelt es sich um eine Einrichtung mit integrativem Charakter, werden die Kinder auch mit entwicklungsverzögerten oder behinderten Kindern gemeinsam betreut. Neben den regulären existieren weiterhin sonder- oder heilpädagogische Kindertagsstätten.

Egal welche Form der Kita Eltern für ihr Kind am geeignetsten halten und egal für welche sie sich letztendlich entscheiden, eine frühzeitige Anmeldung ist in der Regel unabdingbar. Die Plätze sind meist begrenzt. In den alten Bundesländern ist die Situation noch wesentlich schwieriger als in den neuen Bundesländern. Es mag eine Spur von Hohn darin liegen, aber die Notwendigkeit einer Anmeldung seines ungeborenen Kindes in einer Kita bereits während der Schwangerschaft, ist keine Seltenheit mehr.
Text: C. D. / Stand: 11.08.2018

Die Adressen einiger Kitas finden Sie in unserem Verzeichnis.

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