Offener Kindergarten

Kinder in einem offenen Kindergarten
Im offenen Kindergarten gibt es keine Gruppen
Foto: © Gennadiy Poznyakov


Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

Was ist ein offener Kindergarten?

Das Konzept eines offenen Kindergartens ist wörtlich zu nehmen.

Denn "offen" bedeutet, dass den Kindern die Türen offen stehen - wobei sich das nicht auf die Eingangs-/Ausgangstür übertragen lässt. Offener Kindergarten heißt, dass es keine konsequenten Kindergartengruppen gibt und die Türen zu den verschiedensten Räumen niemandem verschlossen werden, so gibt es also keine Gruppenarbeit, sondern eine Gemeinschaftsarbeit.

Tagesablauf

Auch der Tagesablauf ist weitestgehend offen gestaltet und nicht streng nach Plan. Um trotzdem eine gute Betreuung zu gewährleisten, obwohl die Kinder zwar frei entscheiden können, ob sie Lust auf Bewegung haben und in den Turnraum möchten, oder lieber gemütlich in der Bauecke spielen wollen - besitzt ein offener Kindergarten in der Regel mehr Erzieher, als üblich. Dieses Modell sieht sich als Ausgleich zu den Anforderungen und den Gegebenheiten in der Familie - denn die Bewegungsfreiheit und das gegebene Raumangebot in der Wohnung ist doch meistens eingeschränkt.

Was lernen Kinder dort?

Natürlich bedeuten offene Türen freie Entscheidungen - doch erfordern sie auch zu lernen, dass Handlungen Konsequenzen mit sich tragen. Auch wenn die Pädagogen stets einen Blick auf die Kinder haben: Sie versuchen sie zu lenken, doch den Weg gehen, müssen sie alleine. In einem offenen Kindergarten werden also die Kinder schneller zu selbstständigen Menschen, die Erfolge genießen und Rückschläge leichter meistern.
Text: St. H. / Stand: 04.06.2019

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