Süßigkeiten für Kinder

Die süße Verführung

Schokoriegel, Gummibärchen, Lutscher, Brausepulver - welches Kind kann dem schon widerstehen? Allesamt sind sie wahre Zuckerbomben und alles andere als gesund.

Doch mal Hand aufs Herz: haben wir diese Köstlichkeiten nicht selbst in unserer eigenen Kindheit geliebt? Konnten wir auf all die leckeren Dinge verzichten? Wohl kaum. Und doch liegt uns die Gesundheit unserer Kinder am Herzen und wir müssen versuchen, das richtige Maß in Bezug auf diese Naschereien zu finden.

Die süße Versuchung lockt heutzutage überall. Beim Bäcker gib es für den Nachwuchs einen Lolli, holen wir unser Auto aus der Werkstatt drückt einem der Servicemitarbeiter für unser Kind einen Schokoriegel in die Hand und selbst beim Optiker kommen wir nicht drum herum und unser Jüngster reißt die kleine Tüte Gummibärchen auf, obwohl wir doch nur die Brille richten lassen wollten. Entweder man gewährt dem Kind diese Naschereien oder man riskiert einen Wutanfall der extremsten Art - und das mitten in der Öffentlichkeit. Fakt ist, dass es wirklich schwer ist, das richtige Maß in Punkto Süßigkeiten zu finden.

Wieviel Süßigkeiten für Kinder sind gut?

Nun ist es ja wie mit allem: spricht man ein generelles Verbot aus, so ist die Versuchung um ein vielfaches höher, als wenn man seinem Kind ab und an etwas gewährt.

Bei der Überlegung, welche Menge an Süßigkeiten für ein Kind angemessen ist, spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Hat der Nachwuchs bereits von Karies zerstörte Zähne oder einen schlechten Zahnschmelz, so ist es ratsam, die Naschereien wirklich auf ein Minimum zu reduzieren. So verführerisch Schoko & Co auch sind - Karies zu riskieren, vor allem an bleibenden Zähnen, ist ein ernstzunehmendes Problem. Hier sollte es das Ziel sein, das Kind zur Mitarbeit zu gewinnen und mit ihm gemeinsam Alternativen zu den Süßigkeiten zu finden. Um herauszubekommen, wie viele Süßigkeiten vertretbar sind, sollte man auch die gesamte Ernährung des Kindes unter die Lupe nehmen. Denn Zucker versteckt sich bei weitem nicht nur in Bonbons, Gummibären und Schokoriegeln. Auch die allseits beliebte Nuss-Nougat-Creme, Marmelade, Fruchtjoghurt und diverse Erfrischungsgetränke liefern nicht unwesentliche Mengen von diesem Stoff. Des weiteren ist Zucker in vielen Fertiggerichten und natürlich in süßem Gebäck enthalten. Eine ausgewogene Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst und Gemüse bildet die Basis für eine gute Entwicklung und sollte daher oberste Priorität haben. Stimmt diese, so ist gegen einen maßvollen Genuss von Süßigkeiten nichts zu sagen.

Das richtige Maß für Süßigkeiten finden

Einige Tafeln Schokolade
Auch Schokolade naschen viele Kinder gern
Foto: © Sebastian Duda

Doch was heißt maßvoll? Ernährungswissenschaftler empfehlen, täglich maximal soviel Naschwerk zu konsumieren, wie in eine Kinderfaust passt. Ein kleiner Schokoriegel oder einige Gummibärchen sind also völlig ausreichend und können mengenmäßig als Anhaltspunkt gesehen werden. Ausnahmen sind natürlich Geburtstage oder andere Festlichkeiten - dann darf es auch mal etwas mehr sein. Bekommt der Nachwuchs regelmäßig bei den Großeltern seine Schoko-Ration, so müssen wir diesen Fakt als Eltern natürlich im Blick haben und die Süßigkeiten zu Hause in den eigenen vier Wänden einschränken. Es ist dabei immer wichtig, dieses Thema im Verhältnis zu sehen und eventuelle Naschereien im Kindergarten, der Schule oder nachmittags bei Freunden oder Großeltern mit zu berücksichtigen. Eine Ausnahme sollte mal gemacht werden bei der Zuckertüte und beim Schoko Fondue. Wer kann da auch widerstehen?

Diese Produkte naschen Kinder gern:

  • Gummibärchen
  • Schokolade
  • Zuckerwatte
  • Bonbons und Lutscher
  • Kaugummi
  • Kekse und Waffeln

Süßigkeiten selber zubereiten

Schaut man sich als Verbraucher einmal kritisch die Zutatenlisten verschiedener Süßigkeiten an, so entdeckt man, dass sich hier neben einem hohen Zuckeranteil noch weitere unschöne Dinge wie Farbstoffe, Stabilisatoren und Aromen tummeln. Eine echte Alternative ist es, daheim in der eigenen Küche leckere Naschereien zu kreieren. Das ist gar nicht so schwer wie Sie vielleicht jetzt denken! Aus 100%-igen Fruchtsaft und einem Geliermittel lassen sich mit Hilfe einer speziellen Gummibärchen-Form superleckere Exemplare herstellen, die mit Sicherheit Kinder und Erwachsene froh machen! Und das ganz ohne extra Zuckerzugabe. Oder wie wäre es einmal mit selbst gemachten Schokoaufstrich? Reines Nussmus (gibt's zum Beispiel im Bioladen) und sehr weiche Butter zu gleichen Teilen gut verrühren und mit etwas Honig süßen. Diese Masse kann man auch sehr gut in kleine Eiswürfelbehälter einfrieren und dann quasi als "Eiskonfekt" vernaschen.

Weitere Tipps zum Naschen

Egal ob gekaufte Süßigkeiten oder selbst gemachte Leckereien - nach dem Genuss der süßen Köstlichkeiten sollte sich der Nachwuchs am Besten die Zähne putzen. Ist das nicht möglich, so ist zu empfehlen, dass sich die kleine Naschkatze zumindest den Mund ausspült.

Fazit: Gegen einen maßvollen Konsum von Süßigkeiten ist nichts einzuwenden. Das bewusste Genießen sollte hier im Vordergrund stehen. Und uns als Erwachsenen kommt dabei eine große Vorbildfunktion zu.
Text: K. L. / Stand: 15.11.2018

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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