Spielen im Alter von 12 bis 18 Monaten

Mutter und Tochter sammeln Blätter im Wald
Bei einem Waldspaziergang kann man Blätter sammeln und zu Hause daraus etwas basteln - Foto: © sborisov - stock.adobe. com

Was spielen Kinder im Alter von 12 bis 18 Monaten gern?

Kaum ein Alter ist so anstrengend für Eltern, wie der Beginn des zweiten Lebensjahres ihres Kindes.

Spiele für Kleinkinder

Plötzlich ist nichts mehr sicher. Nicht nur, dass das Kind seine Neugierde und sein Forscherdrang kaum befriedigen kann, es eröffnen sich für das Kind ganz neue Dimensionen - denn es lernt sich hochzuziehen und zu laufen. Plötzlich wird die Erde aus Blumentöpfen geholt und die guten Bücher aus den unteren Regalen voller Freude in kleine Schnipsel zerlegt - Ihr Kind spielt nun anders. Es gibt viele schöne Spiele für Kleinkinder und Eltern:

Spiele für draußen

Es gehört zu den Grundbedürfnissen eines Kindes zu spielen, genau wie Nahrung und Schlaf. Dem geben Eltern natürlich gern nach, denn Spielen ist eine Voraussetzung für die gesunde geistige und körperliche Entwicklung eines Kindes. Kinder ab einem Jahr haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Geben Sie Ihrem Kind dafür Raum. Das heißt, es braucht nicht unbedingt ein größeres Kinderzimmer, sondern vielmehr reichlich Zeit im Freien. Der Spielplatz, ein Park oder der Wald bieten viele Möglichkeiten, das Kind draußen zu beschäftigen. Sitzt es anfangs noch im Sandkasten, wird es bald damit beginnen, kleine Zweige oder Zapfen zu finden und damit zu spielen. Kaum dass es laufen kann, starten die ersten Fanger-Spiele, bei denen Sie als Erwachsenen natürlich immer leider "verlieren" und das Kind sich darüber unsäglich freuen wird. Es wird von kleinen Erhöhungen runterspringen und Sie fangen es auf oder lassen Ihr Kind wie einen Flieger durch die Luft sausen. Sehr zum Leidwesen der Eltern genießen es Kinder sichtlich, in Schlammpfützen zu spielen, Experimente der ganz eigenen Art mit Wasser zu unternehmen und Klettertouren zu versuchen.
Kinder brauchen Kinder - auch in diesem Alter. Besucht Ihr Kind keine Kinderkrippe, so halten Sie Ausschau nach einer geeigneten Krabbelgruppe. Ihr Kind wird zwar nicht "mit" den anderen Kindern spielen, dennoch braucht es diesen Kontakt sehr. Außerdem bietet es eine gute Gelegenheit, Anregungen von anderen Eltern oder der Gruppenleitung zu erhalten.

Spielzeuge für drinnen und draußen

Kinder in der ersten Hälfte des zweiten Lebensjahres brauchen nur wenig Spielzeug. Dennoch gibt es eine nette Auswahl an Spielsachen, die das kreative Spiel Ihres Kindes unterstützen und sehr spannend für Ihr Kleines sein werden. Dazu gehören Lauflernwagen und Rutscherautos. Ihr Kind wird Sie mit deren Hilfe ständig mit neuen Dingen "beliefern", die es gefunden und eifrig aufgeladen hat. Malen Sie mit dem Kind auf Magnettafeln oder lassen Sie es mit Knete experimentieren. Kinder ab einem Jahr sind ganz entzückt von Finger- und Handpuppen und deren lustigem Verhalten. Setzen Sie sie ruhig auch für Fingerspiele oder während des Singens mit ihrem Kind ein. Hartgesottene Eltern lassen ihre Kinder mit Trommeln spielen oder einem Schellenkranz. Auch Fühlbücher gehören zur Grundausstattung dazu. Beliebt sind ebenso runde Stapelbecher, aber auch Steckhäuser und große Bausteine die es zu stapeln gilt und lautstark wieder umzuwerfen. Ihr Kind wird es lieben, mit einem nicht ganz voll aufgeblasenen Wasserball umher zu stolzieren.

Kostenlose Spiele für Kleinkinder und Eltern

In Kindern steckt viel mehr kreatives Potential, als Sie zunächst vermuten möchten. Das schönste Spielzeug finden die Kleinen bei Ihnen zu Hause. Leere Cremedosen, Plastikschüsseln mit Deckel oder einen Löffel, mit dem es prima Krach auf einem Topf machen kann. Knapp über einem Jahr alte Kinder finden nicht nur in Küchenutensilien wie Trichtern oder einem Quirl ein interessantes Spielzeug, sondern auch in anderen Alltagsgegenständen. Etwa in einer leeren Toilettenpapierrolle, etwas zusammengeknülltem Papier oder ein paar trockenen Nudeln. Nutzen Sie dies als Chance. Reißen Sie Schnipsel mit dem Kind aus Zeitungspapier oder pusten Sie den Schaum während des Badens von der Hand. Für Ihr Kind ist dies ein wunderschönes Spiel. Verstecken Sie Gegenstände unter einem Handtuch und lassen Sie diese das Kind suchen und auspacken. Oder das Kind darf sein Gesicht hinter einem Tuch verstecken, und Sie sind ganz überrascht, es zu sehen. Eine Babybadewanne voller selbst gesammelter Kastanien ist ein prima Bällebad für daheim. Und zu guter Letzt sind es die Schoß- unter Reiterspiele wie "Hoppe, hoppe Reiter", die Kinder nach wie vor lieben und brauchen.

Geben Sie Ihrem Kind Raum und begleiten Sie es beim Spielen. Gestehen Sie dabei dem Kind die Führung zu und lassen sich einfach drauf ein. Es wird Ihnen zeigen, was es spielen möchte und woran es Freude hat. Es muss nicht immer in jedem Spiel ein wichtiger Lernerfolg für das Kind liegen, manchmal ist der Weg das Ziel...
Text: C. D. / Stand: 30.11.2019

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