Fingerspiele für Babys, Kleinkinder und Kinder

In diesem Artikel erklären wir was Fingerspiele sind und warum sie für die Entwicklung von Kindern so wichtig sind. Natürlich stellen wir Ihnen auch einige Fingerspiele Klassiker vor!

Fingerspiele - Lustiger Spaß, der die Entwicklung fördert

Junge macht Fingerspiele
Fingerspiele fördern die Entwicklung - Foto: © luisa

Die Beschäftigung miteinander ist für Eltern und Kinder besonders wertvoll. Doch nicht nur Kuscheln und Vorlesen fördern die kindliche Entwicklung, sondern auch gezielte Spiele. Mit Fingerspielen, die schon Kinder ab etwa eineinhalb Jahren erlernen können, bereiten Eltern ihre Söhne und Töchter gut auf die kommende Kindergarten- und sogar Schulzeit vor.
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Warum Fingerspiele so wertvoll sind

Bei Fingerspielen werden mehrere Bereiche der kindlichen Entwicklung angesprochen. So lernt das Kind, sich auf sein Gegenüber zu konzentrieren und einfache Bewegungen nachzuahmen. Die Augen-Hand-Koordination und auch das motorische Geschick verbessern sich so auf spielerische Art und Weise. Auch das Sprachverständnis profitiert von regelmäßigen Fingerspielen, denn hier lernen Kinder neue Begriffe kennen und machen erste Erfahrungen mit Reimwörtern. Dies vergrößert den kindlichen Wortschatz und kann das Erlernen der Sprache deutlich erleichtern. Lesen Sie auch: Wie Kinder sprechen lernen

Darüber hinaus vermitteln Fingerspiele Kindern ein Gefühl für die Tonlagen der Sprache. Durch verschiedene Lautstärken und Sprechmelodien können sie Traurigkeit, Freude, Müdigkeit und sogar Glück erkennen und später selbst ausdrücken. Nicht zu vergessen ist bei Fingerspielen auch der positive Effekt auf die Eltern-Kind-Bindung. Dinge gemeinsam zu erleben und sich dabei stark aufeinander zu beziehen, schafft kleine Erfolgserlebnisse und lässt Eltern und Kinder näher zusammenrücken.

Worauf Eltern bei Fingerspielen achten sollten

Damit Fingerspiele dauerhaft Spaß machen, sollten Eltern sie mit einer gewissen Gelassenheit betrachten. Es ist nicht schlimm, wenn das Kind das Spiel nicht sofort beherrscht und sich bestimmte Bewegungen auch nach mehrmaligem Üben noch nicht gemerkt hat. Ein entspannter Umgang mit dem Lernprozess und freundliches Ermutigen fördern das Selbstbewusstsein und halten die Freude an Fingerspielen lebendig. Fingerspiele sollten daher stets als Spiele verstanden werden und nicht als notwendige Lernaufgabe, die es zu erledigen gilt. Hat das Kind einmal keine Lust, ist das vollkommen in Ordnung. Mit abwechslungsreichen Varianten sorgen Eltern jedoch dafür, dass diese Spiele nicht so schnell langweilig werden.

Einige Fingerspiele Klassiker

Drei echte Klassiker unter den Fingerspielen können Eltern binnen kürzester Zeit in den Familienalltag integrieren. Die Verse sind leicht erlernbar und auch die Bewegungen folgen unkomplizierten Mustern:

1. Das ist der Daumen

Das ist der Daumen,
(den Daumen in die Höhe strecken)

der schüttelt die Pflaumen,
(den Zeigefinger in die Höhe strecken)

der hebt sie auf,
(den Mittelfinger in die Höhe strecken)

der trägt sie nach Haus
(den Ringfinger in die Höhe strecken)

und der isst sie alle auf.
(den kleinen Finger in die Höhe strecken und mit ihm wackeln)

2. Zehn kleine Zappelmänner

Zehn kleine Zappelmänner zappeln hin und her. Zehn kleinen Zappelmännern fällt das gar nicht schwer.
(Mit allen zehn Fingern wackeln und die Hände hin und her bewegen)

Zehn kleine Zappelmänner zappeln auf und nieder. Zehn kleine Zappelmänner tun das immer wieder.
(Erneut alle Finger wackeln und die Hände nach oben und unten bewegen)

Zehn kleine Zappelmänner zappeln ringsherum. Zehn kleine Zappelmänner, die sind gar nicht dumm.
(Die Hände mit wackelnden Finger kreisförmig bewegen)

Zehn kleine Zappelmänner spielen gern Versteck. Zehn kleine Zappelmänner sind auf einmal weg!
(Die Hände schnell hinter den Rücken bringen)

Laut rufen: Zappelmänner wo seid ihr?
(Die Hände bleiben hinter dem Rücken.)

Laut rufen: Hier!!!
(Die Hände wieder vor den Körper bewegen und wild mit den Fingern zappeln)

3. Himpelchen und Pimpelchen

Himpelchen und Pimpelchen gingen auf einen Berg. Himpelchen war ein Heinzelmann und Pimpelchen ein Zwerg.
(Beide Daumen Stück für Stück nach oben bewegen)

Sie blieben lange dort oben sitzen und wackelten mit ihren Zipfelmützen.
(Mit den Daumen wackeln)

Doch nach dreiunddreißig Wochen sind sie in den Berg gekrochen.
(Die Daumen in den Fäusten verbergen)

Da schlafen sie in guter Ruh. Seid mal still und hör gut zu!
(Die Fäuste an die Ohren legen und lauschen)

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Text: A. W. / Stand: 11.10.2017

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