Milchpumpe - Elektrisch oder Hand-Milchpumpe?

Eine elektrische Milchpumpe
Mit einer Milchpumpe können Sie die Muttermilch abpumpen
Foto: © Dmitry Lobanov


Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

Stillen ist die natürlichste Art der Säuglingsernährung. Es befriedigt nicht nur Hunger und Durst des Babys, sondern auch sein Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit.

Am besten ist die Milch direkt "von der Quelle". Doch gibt es auch Situationen, in denen der Einsatz einer Milchpumpe sinnvoll ist. Etwa dann, wenn die Mutter damit ihre Milchbildung anregen möchte oder wenn sie außer Haus ist und ein anderer das Baby füttert.

Auch Frühgeborene oder kranke Babys, welche zeitweilig von der Mutter getrennt sind, profitieren davon, wenn die Mutter ihre Milch abpumpt und diese so dem Baby zur Verfügung gestellt wird. Auch wenn die
stillende Mutter mal eine Pause braucht ist das Abpumpen der Muttermilch sinnvoll.

Mehr zum Thema:

Welche Milchpumpen gibt es?

Im Handel sind verschiedene Arten von Milchpumpen erhältlich. Welche davon für die Mutter geeignet ist, das hängt ganz entscheidend davon ab, für welchen Zweck sie diese benutzen möchte. Eine einfache Handmilchpumpe ist für das gelegentliche Abpumpen von Muttermilch völlig ausreichend. Etwa dann, wenn die Mutter einmal einen Abend frei haben möchte oder wenn sie einen kleinen Vorrat Muttermilch für den Fall der Fälle anlegen will. Jedoch wird von der Benutzung der so genannten Ballon-Pumpen abgeraten. An diesen Pumpen wird der Ballon zusammengedrückt und so entsteht ein Sog, welcher die Milch zum fließen bringen soll. Leider können diese Modelle nur schwer gereinigt werden. Doch besonders bei kleinen Babys kommt es auf eine tadellose Hygiene an, da sonst Keime die Milch verunreinigen können.

Was ist beim Kauf zu beachten?

Oma gibt dem Baby die Flasche
Wenn Sie mal nicht stillen können, kann z.B. die Oma
dem Baby die Muttermilch geben - Foto: © spunk74

Eine Hand-Milchpumpe ist für viele stillende Mütter ausreichend. Wer aber täglich abpumpen muss, der sollte auf eine elektrische Milchpumpe zurückgreifen. Hier hat sich in den letzten Jahren viel getan. Moderne Milchpumpen arbeiten sehr leise und sind individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse der Mutter einstellbar. Verschiedene Aufsätze werden jeder Brustwarze gerecht und eine individuelle Saugleistung ermöglicht ein schmerzfreies Abpumpen. Um beim Abpumpen Zeit zu sparen empfiehlt sich ein so genanntes Doppel-Pumpset. Hier werden beide Brüste gleichzeitig abgepumpt und so kann in relativ kurzer Zeit viel Milch gewonnen werden. Elektrische Milchpumpen können von der Hebamme oder vom Frauenarzt verschrieben werden, so dass die Mutter nur die Kosten für den Saugaufsatz und den Schlauch selber tragen muss.

Entspannung ist wichtig beim Abpumpen

Viele Mütter sind über die geringe Milchmenge verunsichert, welche mit einer Milchpumpe gewonnen wird. Das kann verschiedene Gründe haben. Zum einem fühlen sich Mütter an der Milchpumpe häufig wie an einer Melkmaschine. Eine Milchpumpe ist eben nichts Natürliches und daher fällt es ihnen schwer, sich beim pumpen zu entspannen. Entspannung ist aber die Vorraussetzung dafür, dass die Milch zum Fließen kommt. Abhilfe kann eine schöne Nackenmassage vom Partner während des Pumpens schaffen. Auch ein Glas Tee oder leise Musik und vor allem die Gedanken an das eigene Baby können zur gewünschten Entspannung beitragen. Die Menge der abgepumpten Muttermilch sagt nichts darüber aus, wie viel Milch das Baby sonst aus der Brust trinkt. Denn: keine Milchpumpe kann so gut saugen wie ein Baby! Kommt die Mutter nach mehrfachen Versuchen nicht mit der Milchpumpe zurecht und ist die Menge der gewonnenen Muttermilch trotz Entspannung ungewöhnlich gering, so sollte ein anderes Modell ausprobiert werden. Nicht jede Mutter kommt mit jeder Milchpumpe zurecht und schlussendlich gibt es zwischen den einzelnen Anbietern recht große Qualitätsunterschiede.
Text: K. L. - Stillberaterin / Stand: 11.08.2018

Wo kann man eine Milchpumpe kaufen?

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können den Rat eines Arztes nicht ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

[ Zum Seitenanfang ]