Richtig Streiten in der Partnerschaft

Frau hält nach einem Streit den Kopf in den Händen, ihr Partner schaut weg
Wie sollte man streiten in der Partnerschaft? - Foto: © Antonioguillem - stock.adobe. com

Wenn in einer Beziehung öfter mal die Fetzen fliegen, heißt dies lange nicht, dass die Beziehung zum Scheitern verurteilt ist. Im Gegenteil: Eine gesunde Streitkultur bildet ein solides Fundament für eine stabile Partnerschaft. Häufig jedoch wissen Paare nicht mehr, wie sie konstruktiv streiten, ohne sich gegenseitig zu beleidigen bzw. respektlos zu behandeln.
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Tipps zum Thema Streit in der Partnerschaft

Dauerhaft "Friede, Freude, Eierkuchen" in einer Partnerschaft zu leben, kann sehr anstrengend werden. Nur selten haben sich Paare soweit aufeinander eingelassen und auf die Gefühle des anderen eingestellt, dass diese Synergien Streit schlichtweg vermeiden. Partnerschaften, in denen es so gut wie nie kracht, zeugen oftmals eher von Resignation und Langeweile als von Harmonie. Dabei dient die Auseinandersetzung schlichtweg dazu, seine Gefühle und Bedürfnisse zu äußern und Konflikte aufzubrechen. Doch die Streitkultur ging vielen Menschen bereits in der Kindheit abhanden. Von klein an lernen wir, dass Streit mit etwas Negativem behaftet ist. Nur wenige beherrschen daher die "Kunst des Streitens".
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Häufige Gründe für einen Streit

  • Geld
  • Kindererziehung
  • Aufgabenverteilung im Haushalt
  • Unstimmigkeiten mit der Familie
  • Wenig gemeinsame Unternehmungen
  • Langweiliges Liebesleben

Emotionen und Sachlichkeit dürfen sich nicht ausschließen

Wenn die Emotionen überkochen, fällt es den meisten Menschen ganz natürlich schwer, sachlich und konstruktiv zu argumentieren. Dabei lebt ein guter Streit in einer Beziehung davon, den Lebenspartner nicht zu beleidigen oder permanent zu beschuldigen. Aus dem Ruder läuft ein Streit in der Beziehung immer dann, wenn sich einer oder beide Gesprächspartner respektlos zeigen, bereits vergangene Fehler wieder herauskramen oder ein Verzeihen nach dem Krach nicht zustande kommt. Die Worte mit Bedacht zu wählen - auch in der Hitze des Gefechts - verhindert seelische Verletzungen.

Paare müssen Kompromissbereitschaft zeigen

Glückliche Paare streiten nicht weniger als betrübte Paare. Sie beherrschen jedoch zumeist das Eingehen von Kompromissen. Gibt ein Partner immer nach oder zieht sich gar gänzlich zurück, kippt das Gleichgewicht der Beziehung. Oder streitet einer der Lebenspartner so dominant, dass er den anderen nur noch beleidigt bzw. persönlich angreift, steht der Beziehung dauerhaft etwas im Wege. Psychologen sehen den Kompromiss als wertvolle Basis für eine gesunde Streitkultur. Sich aufeinander einlassen und Zugeständnisse machen, festigt die Partnerschaft. Auch bei unterschiedlichen Sichtweisen ist es hierfür hilfreich, die Perspektive zu wechseln und sich einmal in die Lage des anderen zu versetzen.
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Ein Streit braucht Zeit, aber nicht zu lange

Sich zwischen Tür und Angel zu zoffen, macht einen konstruktiven Streit nahezu unmöglich. Idealerweise findet ein Disput zwischen Beziehungspartnern unter vier Augen in einer ruhigen Minute statt. Besonders vor den Kindern sollte das Zerwürfnis nicht ausgetragen werden. Tauschen die Beteiligten tatsächlich Argumente aus und zeigen Verständnis für die Meinung des Gegenübers, steht versöhnlichen Stunden nichts im Wege. Den Streit über viele Tage zu führen, ihn nicht auszuwerten und die letztendliche Schlussfolgerung daraus nicht zu ziehen, belastet indes die Partnerschaft stark. Wichtig ist es, die Diskussion zu Ende zu führen und sich gegenseitig zu verzeihen. In einer gesunden Streitkultur darf es ruhig auch während des Wortgefechts laut werden, das hält die Beziehung aus. Beherrscht jedoch einer der beiden Partner das Streiten nicht, kann eine Paarberatung mit einem neutralen Mediator durchaus hilfreich sein. Faires Streiten lässt sich in der Tat erlernen.

Fazit: Ein Streit schadet der Beziehung keineswegs, er kann sie sogar festigen. Solange der Disput konstruktiv, ohne Beleidigungen und mit Respekt vor dem Gesprächspartner erfolgt, findet sich für beide ein zufriedenstellendes Ergebnis.
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Über die Autorin

Cornelia D.

Cornelia ist Reiseverkehrskauffrau und Mutter. Mit viel Fachwissen schreibt sie über Reisethemen und aus eigener Erfahrung über alles, was im Familienalltag so ansteht.

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