Das "Berg-auf-Stillen"

Eine Mutter beim Berg-auf-Stillen
Das Berg-auf-Stillen - Foto: © Uwe Grötzner


Inhaltsverzeichnis dieses Artikels:

Soeben hat das Baby das Licht der Welt erblickt und schon bewegen sich seine kleinen Lippen suchend in Richtung der mütterlichen Brust. Doch wie legt man ein Baby am besten an?

Stillpositionen gibt es mehrere und jede Mutter muss für sich diejenige herausfinden, mit der sie am besten zurecht kommt und welche der derzeitigen Situation am besten entspricht. Die Wiege, das Stillen im Liegen sowie die Fußballer-Haltung sind recht bekannte Möglichkeiten, ein Baby an die Brust zu legen. Eine recht ungewöhnliche Stillposition stellt dagegen das so genannte "Berg-auf-Stillen" dar.

Berg-auf-Stillen - So geht's

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten des Berg-auf-Stillens. In der sitzenden Position nimmt die Mutter auf einem Stuhl, einem Sessel oder auf der Couch Platz und ihr Baby hockt vor ihrem Oberkörper. Dabei ist eine aufrechte, aber dennoch bequeme Sitzhaltung wichtig. Eventuell kann ein Stillkissen zur Unterstützung eingesetzt werden. Der Kopf des Babys befindet sich oberhalb von der Brustwarze, jedoch so, dass das Kleine keine Mühe hat, diese zu erreichen.
Im Liegen befindet sich die Mutter in der Rückenlage. Ihr Baby liegt auf ihrem Bauch und wird von ihren Armen gehalten. Keine Angst, auch wenn es beim Stillen sein kleines Gesicht in die Brust drücken muss - es bekommt noch genügend Luft! Lediglich bei einem Neugeborenen kann es notwendig sein, die Stirn des Babys mit der Hand etwas zu stützen.

Tipps & Tricks

Unterstützen Sie eventuell beim Stillen Ihre Brust mit einer Hand. Hilfreich ist es zudem, wenn Sie Ihre Arme auflegen können. Diese Stillposition erfordert ein wenig Übung, doch oftmals reichen kleine Lageveränderungen aus, um damit zurecht zu kommen. Versuchen Sie ruhig, sich in dieser Position leicht anzulehnen und polstern Sie dazu Ihren Rückenbereich gut mit Kissen aus.

Für wen ist das Berg-auf-Stillen geeignet?

Manche Mütter haben einen sehr starken Milchspendereflex (Milchüberschuss). Regelmäßig beim Stillen wird das Baby von der Muttermilch "überflutet" und verschluckt sich in Folge dessen. Beim Berg-auf-Stillen muss die Milch quasi gegen die Schwerkraft fließen und schießt nicht mehr so unkontrolliert in den kleinen Mund. Auch für größere Stillkinder kann diese Haltung ideal sein. Sie sehen einfach mehr und das kommt der kindlichen Neugier sehr entgegen.

Für wen ist das Berg-auf-Stillen weniger geeignet?

Als "Alltags-Stillposition" wird das Berg-auf-Stillen nur von den wenigsten Müttern genutzt. In der Tat gibt es einfach bequemere Stillhaltungen. Kurz nach dem Kaiserschnitt ist diese Stillposition auch nicht zu empfehlen, da das Gewicht des Kindes hierbei auf die frische Narbe drücken kann.
Text: K. L. - Stillberaterin / Stand: 11.11.2019
Bei Fragen zu dieser Stillposition oder allgemein zum Thema Stillen, können Sie sich an Ihre Hebamme oder an eine Stillberaterin wenden.

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