Fast Food für Kinder

Ist Fast Food für Kinder ungesund?

Fast Food hat sich heute mehr denn je seinen Platz im Speiseplan von Kindern und Jugendlichen erobert. Das "schnelle Essen" kommt gut an: Pizza, Burger, Döner und Co, aber auch koffeinhaltige Erfrischungsgetränke und Softdrinks stehen hoch im Kurs. In Fast Food Restaurants, dem Kiosk um die Ecke und sogar in Schulkantinen werden Kinder mit Fast Food versorgt. Dabei sollte nach Meinung von Ernährungsexperten diese Kost nur zu einem sehr kleinen Teil Platz in der Ernährung der Heranwachsenden finden. Lesen Sie dazu auch: Ausgewogene Ernährung für Kinder

Zu viel Fast Food macht dick

Die meisten Fast Food Gerichte sind wahre Kalorienbomben. Sie strotzen oft nur so vor Fett. Nicht selten enthält ein Burger-Menü im Fast Food Restaurant den Energiegehalt, welcher selbst für einen Erwachsenen als Hauptmahlzeit ausreichen würde. Hinzu kommt, dass zahlreiche Speisen "To Go" einen hohen Anteil an gesättigten Fetten sowie Trans-Fettsäuren enthalten. Sie wirken sich negativ auf das Immunsystem aus, begünstigen koronare Herzerkrankungen und erhöhen das LDL-Cholesterol im Blut. Konsumieren Kinder zu viel des ungesunden Fast Food, drohen außerdem Erkrankungen wie Adipositas oder Insulinresistenz und daraus resultierende Typ 2 Diabetes. Nicht selten stehen Erkrankungen wie Asthma, Neurodermitis oder auch entzündliche Prozesse im Körper im Verdacht, durch zu viel Fast Food verursacht zu werden. Umso wichtiger ist es, den Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit dem "Essen auf die Schnelle" zu vermitteln und ihm darüber hinaus eine grundlegende ausgewogene Ernährung zu bieten. Lesen Sie auch: Übergewicht bei Kindern

Fast Food ist kein Tabu

Einem Kind den Fast Food Konsum zu verbieten, ist recht mühselig und für Eltern spätestens mit dem Heranwachsen ihrer Kinder zu Jugendlichen kaum noch zu bewerkstelligen. Verbote wecken Begehrlichkeiten und machen Fast Food noch interessanter. Das Forschungsinstitut Kinderernährung (FKE) Dortmund räumt daher ein, dass bei einer ansonsten ausgewogenen Ernährung ein bis zwei "Schnelle Mahlzeiten" pro Woche durchaus vertretbar sind. Im Idealfall werden dabei die ungesunden Fast Food Komponenten mit einer hochwertigen ergänzt, also etwa ein Hamburger mit einem frischen Salat und Mineralwasser.

Wichtig ist das gemeinsame Essen am Familientisch

Ein weiterer Nachteil wirft ein schlechtes Licht auf einen hohen Fast Food Konsum. Das gemeinsame Einnehmen der Mahlzeiten am Familientisch rückt immer mehr in den Hintergrund. Ein großes Stück Esskultur geht verloren. Dies wiederum wirkt sich auf die soziale Kompetenz der Kinder aus. Denn gerade beim Essen in der Gesellschaft werden Gespräche geführt, Tischregeln und -sitten erlernt und die Sprache gefördert. Hinzu kommt die Tatsache, dass gerade Kinder und Jugendliche beim Konsum von Fast Food vor dem TV oder Computer ihre Mahlzeiten nicht genießen, zu schnell essen, Sättigungsgefühle weniger wahrnehmen und die Signale ihres Körpers ignorieren.
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Beliebte Fast Food Gerichte

  • Hamburger und Cheeseburger
  • Bratwurst und Currywurst
  • Hot Dog
  • Chicken Wings oder Nuggets
  • Pommes
  • Pizza
  • Döner
  • Sandwich

Gemeinsam gesundes Fast Food zubereiten

Ohne Zusatzstoffe, mit Liebe gemeinsam gekocht und aus hochwertigen Zutaten zubereitet - so kann ein Fast Food Gericht auch entstehen. Der Vorteil liegt auf der Hand. Der Anteil der gesunden Komponenten wie Vollkornbrötchen, Gemüse und Salat kann selbst gewählt werden. Ein Verbot von Pommes und Bratwurst wird überflüssig. Kinder entwickeln ein gesundes Verhältnis zu ihren Lebensmitteln, leisten einen eigenen Beitrag zum Essen und lernen die Zubereitungsmöglichkeiten kennen. Daraus resultiert eine gesunde Einstellung zum Essen, die eine wichtige Basis für das spätere Erwachsenenleben bildet.

Fazit: Fast Food ist kein Teufelszeug und darf durchaus auch von Kindern in geringen Maßen konsumiert werden. Voraussetzung: Die Ernährung der Heranwachsenden ist ansonsten ausgewogen und gesund. Fast Food lässt sich hervorragend auch zu Hause zubereiten und ist dabei oft deutlich gesünder, als seine Konkurrenten im Burgerrestaurant. Lesen Sie auch: Was für Familien zum Abendessen machen?

[ Bei Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an einen Kinderarzt Ihres Vertrauens oder an Ihre Krankenkasse. Wir geben hier nur allgemeine Hinweise! ]

Text: C. D. / Stand: 11.11.2019

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