Baby Schnuller Pro und Contra

Baby schläft mit Schnuller
Baby mit einem Beruhigungssauger
Foto: © candy1812


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Für eine Menge Eltern ist der Schnuller nicht mehr wegzudenken, für ihre Kleinen. Sie können sich kaum vorstellen, dass manche Eltern und Kinder auch ganz ohne ihn auskommen.

Zwar sind diese eher die Ausnahme, aber ja: es gibt sie. Schnuller begleiten Kinder in den ersten drei Jahren. Nicht umsonst heißen Schnuller auch Beruhigungssauger. Denn es ist der angeborene Saugreflex des Babys, der durch den Schnuller gestillt wird. Bereits im Mutterleib saugen die Ungeborenen an ihrem Finger, um sich zu beruhigen. Kaum auf der Welt suchen die Kleinen schon die Brust der Mutter, um daran zu saugen. Diesen Saugreflex machen sich Schnuller zum Nutzen. Babys und Kinder empfinden ihn einfach nur beruhigend. Es ist eine Art Sicherheitsfaktor für sie geworden.

Worauf achten beim Kauf?

Schnuller oder Nuckel, wie sie auch genannt werden, gibt es in zwei verschiedenen Materialvarianten. Entweder hergestellt aus Silikon oder Latex. Das Schild eines jeden Schnullers besteht im Regelfall aus Plastik. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich. Beim Kauf sollte man darauf achten, einem Neugeborenen keinen Schnuller für Kinder mit Milchzähnen zu kaufen. Denn darin liegt der nächste Unterschied. Schnuller gibt es in einer runden oder in abgeflachten Varianten. Experten zufolge sind abgeflachte Schnuller weniger schädlich für den Kiefer der Kinder.

Vorteile und Nachteile des Beruhigungssaugers

So praktisch auch Schnuller sind, haben Sie natürlich Vor- und Nachteile. Sicher, das Kind lässt sich auch von anderen Personen beruhigen, ohne dass die Mutter das Kind anlegt. Und in besonderen Situationen, wie zum Beispiel beim Arzt oder wenn das Kind einmal nicht bei den Eltern, sondern außerhalb übernachtet, ist ein Schnuller selbstverständlich praktisch. Doch kann ein Schnuller dem Kind auch von Nachteil sein. Hebammen raten frisch gebackenen Eltern davon ab, ihrem Kind in den ersten Wochen einen Schnuller zu geben, bevor es überhaupt gelernt hat, richtig an der Brust zu saugen. Denn für das Baby ist es höchst verwirrend, in den ersten Lebenstagen unterschiedliche Saugmethoden zu erlernen. Das Saugen an der Brust erfordert eine ganz andere Technik von dem Säugling, als an einem Nuckel oder der Flasche. Im schlimmsten Fall leidet das Kind an einer "Saugverwirrung" und es entstehen Probleme beim Stillen.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen können Schnuller leider auch verursachen. Besonders Zahnärzte und Kieferorthopäden raten Eltern von der Gabe eines Schnullers aufgrund von möglichen Zahnfehlstellungen ab. Selbstverständlich ist es auch eine Frage, wann und wie oft ein Schnuller den Weg in den Mund des Kindes findet. Er ist natürlich nicht dazu gedacht, dass Kind den gesamten Tag und die ganze Nacht ruhig zu stellen. Ab und zu braucht ein Kind eben einfach Zuneigung und Wärme, oder es hat schlichtweg Hunger und möchte seine Milch, sei es nun aus der Brust oder der Flasche. Nach wie vor umstritten von Experten sind die Inhaltsstoffe im Material der Schnuller. Durch das intensive Saugen daran, können eventuell enthaltene Schadstoffe von dem Kind aufgenommen werden. Daher ist es die Aufgabe verantwortungsvoller Eltern, die Inhaltsstoffe und eventuelle Testergebnisse des Schnullers vor dem Kauf zu prüfen. Ab einem Jahr sollten die Eltern auch nach und nach den Einsatz des geliebten Schnullers reduzieren und ihn nur noch zum Einschlafen oder in schwierigen Situationen verwenden. Denn auch die Sprachentwicklung kann durch den Einsatz eines Schnullers verzögert werden, da die Zunge dauernd mit dem Schnuller beschäftigt ist, anstatt das Sprechen zu trainieren. Spätestens mit drei Jahren sollte für jedes Kind das Ende der Schnullerzeit eingeläutet werden.

Darin sehen viele Eltern die größte Herausforderung. Denn normalerweise geben die Kinder ihr liebgewonnenes Stück nur äußerst ungern heraus. Was also tun, um das Kind vom Schnuller zu entwöhnen? Eine allgemeine Lösung gibt es leider nicht. Denn jedes Kind ist anders und hat andere Bedürfnisse. Bewährt haben sich Techniken, wie den Tausch des Schnullers gegen ein Geschenk, welches das Kind unbedingt haben möchte. Auch eine große Feier zur Verabschiedung des Nuckels hilft dem Kind, sich auch mental von dem guten Stück zu trennen. Der Druck von außen, kann ein Kleinkind auch dazu beeinflussen. Kommt es in die Kindertagesstätte, wird es womöglich von den älteren Kindern ausgelacht, weil es noch einen Schnuller verwendet. Normalerweise sehen Kinder gern eine Gegenleistung für die Abgabe ihres Schnullers. Und sei es nur, mehr Zeit mit Mama und Papa, ein neues Spielzeug oder vielleicht einen schönen Ausflug in den Zoo. Je zeitiger Sie mit der Entwöhnung beginnen, desto einfacher wird es für Sie und Ihr Kind werden. So oder so, eine Herausforderung bleibt es allemal!
Wie kann man Kindern den Schnuller abgewöhnen?
Text: K. L. / Stand: 19.04.2018

Wo kann man Schnuller kaufen?

  • Rossmann
  • dm
  • Apotheke
  • Supermarkt
  • Toysrus
  • Babyone
  • Spiele Max

Hersteller von Nuckeln

  • Hauck
  • Nuk
  • Mam
  • Philips avent

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