Nordic Walking für Familien

Nordic Walking mit der Familie
Nordic Walking eignet sich gut für Familien
Foto: © Jacek Chabraszewski


Inhaltsverzeichnis dieses Artikels:

Fit mit zwei Stöcken

In den letzten Jahren sind sie wie Pilze aus dem Boden geschossen - die Frauen und Männer, welche sich mit Unterstützung von zwei Stöcken durch Stadt und Land bewegen.

Nordic Walking heißt die relativ neue Trendsportart, bei der das sportliche Gehen mit einem aktiven Armeinsatz kombiniert wird. Von vielen müde belächelt und gar verspottet findet diese Art der sportlichen Betätigung dennoch immer mehr Anhänger. Kein Wunder, denn schließlich ist Nordic Walking die ideale Sportart für jedermann, egal ob (Wieder)-Einsteiger, Aktiver oder Reha-Sportler.

Für wen eignet sich Nordic Walking?

Regelmäßige sportliche Aktivitäten gehören zu einer gesunden Lebensweise genauso dazu wie eine ausgewogene Ernährung und ein auf den jeweiligen Typ zugeschnittenes Entspannungsprogramm. Optimal sind Ausdauersportarten, da hier das Herz-Kreislauf-System ideal trainiert wird. Wer mindestens dreimal in der Woche zum Sport geht, kann zudem damit rechnen, dass in Kombination mit einer gesunden Ernährung eventuell vorhandene überschüssige Pfunde schmelzen. Und nicht zu vergessen: wer die Pantoffeln gegen die Sportschuhe tauscht, der fühlt sich einfach fitter, gesünder und ausgeglichener. Ja, man kann mit Nordic Walking dem Stress geradezu davonlaufen!

Im Gegensatz zum Joggen werden beim Nordic Walking die Gelenke wesentlich weniger belastet. Ein Aspekt, der besonders für ältere Menschen und für Personen mit gesundheitlichen Problemen interessant ist. Durch den Stockeinsatz wird zudem die obere Körperhälfte mittrainiert, so dass im Prinzip fast alle Muskelgruppen angesprochen werden. Übergewichtige und Anfänger werden zu Beginn des Trainings ein langsames Tempo anschlagen und ganz nach ihrem individuellen Befinden laufen. Mit steigender Kondition jedoch kann man auch beim Nordic Walking so richtig ins Schwitzen kommen. Wichtig: nie bis zur völligen Erschöpfung trainieren, sondern nur so schnell, das man sich noch locker unterhalten kann.

Was braucht man zum Nordic Walking?

Unabdingbar sind ein Paar gute Sportschuhe, in denen der Trainierende ausreichend Halt findet. Der Handel hält dafür spezielle Walking-Schuhe bereit - jedoch eignen sich auch Laufschuhe für diese Zwecke. Kommen wir nun zum Elementaren: den Stöcken. Prinzipiell wird hier nach herkömmlichen Stöcken und so genannten Teleskop-Stöcken, welche sich Platz sparend zusammenschieben lassen, unterschieden. Fachleute lehnen ganz klar die Teleskop-Stöcke ab, da sie weniger Halt bieten und das Risiko in sich bergen, bei der Benutzung in sich zusammen zurutschen. Leichte Materialien, wie Carbon, sollten in jedem Fall bevorzugt werden, denn das Gewicht der Stöcke, welche man benutzt, kann das Walken doch sehr beeinflussen. Gute Dämpfungseigenschaften und ein niedriges Schwingungsverhalten sind ebenfalls wichtige Kriterien. Bei der Auswahl der richtigen Nordic-Walking-Stöcke muss zudem auf die korrekte Länge geachtet werden. Hält man den Stock in der Hand, so sollten sich Ober- und Unterarm im rechten Winkel befinden. Erfahrungsgemäß werden Griffe aus Kork angenehmer empfunden als solche aus Kunststoff. Kork nimmt den Schweiß besser auf und liegt optimaler in der Hand. Welches Schlaufensystem man bevorzugt ist allerdings reine Geschmackssache. Am besten, man probiert die verschiedenen Modelle einmal aus, dann merkt man recht schnell, mit welchem System man am besten zurechtkommt.

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Nordic-Walking-Stöcke werden im Sportfachgeschäft, bei diversen Discountern und über das Internet angeboten. Wir empfehlen den Kauf in einem Fachgeschäft, da nur hier die so notwendige Beratung wirklich stattfinden kann. Zudem ist sichergestellt, dass Verschleißteile wie etwa die Gummipuffer, jederzeit passend zu den Stöcken nachgekauft werden können. Beim Kauf von Nordic-Walking-Stöcken lohnt es sich in jedem Fall auf Qualität zu setzen, denn nur mit den richtigen Stöcken macht dieser Sport wirklich Freude!

Die Nordic Walking Ausrüstung umfasst:

  • Nordic Walking Stöcke
  • ein atmungsaktives Shirt
  • atmungsaktive Hosen
  • Lauf- oder Walkingschuhe
  • für den Winter Mütze, Handschuhe und eine warme atmungsaktive Jacke

Die richtige Technik lernen

So einfach dass Nordic-Walking auch ausschaut - die richtige Technik muss gelernt sein. Denn prägt man sich gleich zu Beginn falsche Bewegungsabläufe ein, so kann es zu Muskelschmerzen und Verspannungen kommen. Gemeinsam mit anderen in der Gruppe das Nordic Walking zu erlernen macht Spaß und gibt die gerade für Anfänger so notwendige Motivation. Viele Kurse werden von Seiten der Krankenkasse sogar gefördert - ein Nachfragen lohnt sich auf jeden Fall.

Ist man technisch fit und beherrscht den korrekten Stockeinsatz, so spricht nichts dagegen auch alleine seine Runden zu drehen. Klar - mit Gleichgesinnten zusammen Sport zu treiben ist natürlich ideal, doch nicht immer ist ein Trainingspartner zu finden. Damit der Spaß am Nordic-Walking dauerhaft erhalten bleibt, lohnt es sich auf Abwechslung zu setzen. Laufen Sie doch einmal abseits Ihrer gewohnten Route! Sie werden staunen, was es entlang der Strecke so alles zu entdecken gibt. Eine Tour quer durch den Wald ist beispielsweise viel anspruchsvoller und intensiver als eine Runde durch den Park. Und auch im Urlaub finden die Stöcke Platz im Gepäck. Walkend am Meer in der Brandungszone zu laufen oder seinen Blick beim Sport über die Bergmassive wandern zu lassen - das sind Erlebnisse, die man so schnell nicht wieder vergisst. Nordic-Walking macht Spaß und hält fit - probieren Sie es selbst aus!
Text: K. L. / Stand: 08.12.2018

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