Schwimmen für Familien

Schwimmen macht Spaß
Schwimmen macht jung und alt Spaß und ist gesund
Foto: © Tommy Windecker

Inhaltsverzeichnis dieses Artikels:

Tipps für das Familienschwimmen

Endlich Wochenende! Zeit zum Entspannen und für gemeinsame Unternehmungen.

Für Sport und Spiel und füreinander als Familie. Was gibt es Schöneres? Doch nicht immer gehen die Wünsche von Kindern und Eltern miteinander konform. Da wollen die Kids Action und die Eltern ins Theater, um die Kultur nicht ganz verstauben zu lassen. Die lieben Kleinen möchten ins Schwimmbad und Mama und Papa würden gern mal wieder etwas für ihren Körper tun. Doch halt: genau für dieses Problem gibt es eine Lösung! Wie wäre es denn einmal mit Schwimmen ganz in Familie? Tipps zum Schwimmen für Kinder

Schwimmhalle oder Freibad?

Der Besuch des Schwimmbades lässt sich wunderbar mit den Bedürfnissen von Eltern und Kindern vereinbaren. Schwimmen tut Körper und Seele gut und ganz nebenbei haben die Kids ihren Spaß im Wasser. Idealerweise sucht man sich für diese Unternehmung ein Freizeitbad mit ausreichend großem Schwimmerbecken heraus. Geht man dann noch zu einer Zeit, zu der sich nicht gerade die halbe Stadt im nassen Element trifft, so kann man ganz in Ruhe und ohne ständiges ausweichen seine Bahnen ziehen. Hierfür bieten sich besonders am Wochenende die frühen Vormittagsstunden an. Lässt es sich beruflich einrichten und sind die Kinder noch nicht schulpflichtig, so eignen sich auch die Vormittage unter der Woche gut zu einem gemeinsamen Besuch im Schwimmbad. Ob Freibad oder Schwimmhalle, das entscheidet zumeist das Wetter und die persönlichen Vorlieben. Abgehärtete Schwimmer gehen auch bei 16 Grad ins Außenbecken und Wärme liebende Menschen zieht es auch bei höheren Außentemperaturen eher in die Halle. Fakt ist: schwimmen kann man bei jedem Wetter und das ist genau das Schöne an diesem Freizeitsport. Auch Aquafitness eignet sich für Familien!

Schwimmen ist gut für den Rücken

Doch warum ist Schwimmen so ideal für Familien geeignet? Nun, jeder von uns - egal ob klein oder groß - ist in seinem Alltag bestimmten Belastungen ausgesetzt. Verspannungen sind heutzutage an der Tagesordnung, und das nicht nur bei Mama oder Papa. Schon Schulkinder berichten über Rückenbeschwerden durch das lange Sitzen in der Schule und über Spannungskopfschmerzen, weil das Lernpensum ins schier Unermessliche zu steigen scheint. Schwimmen ist ein guter Ausgleich zum Alltag - bei diesem Sport werden nahezu alle Muskelgruppen des menschlichen Körpers beansprucht. Und dabei muss man sich nicht einmal sehr anstrengen, da der Auftrieb des Wassers genutzt wird. Besonders zu empfehlen ist das Rückenschwimmen. In dieser Position wird die Wirbelsäule wunderbar entlastet und wer mit den Bandscheiben Probleme hat, wird durch diese Art des Schwimmens eine Linderung seiner Beschwerden erfahren.

Training für unser Immunsystem

Hatschi! Wie oft erwischt uns eine Erkältung, weil unser Immunsystem wieder einmal schlapp macht. Besonders im Winter leiden viele von uns unter Husten, Schnupfen und Heiserkeit. Doch wir können unser Immunsystem im Kampf gegen Viren und Bakterien unterstützen. Wie? Ganz einfach! Schon wenn wir das Schwimmbecken betreten, setzen wir unserem Körper einen gewissen Kältereiz aus. Die Blutzirkulation wird dabei angekurbelt - das bedeutet für die äußeren Blutgefäße ein sehr gutes Gefäßtraining. Verstärken kann man diesen Effekt noch, indem man sich nach dem Schwimmen abwechselnd mit kaltem und warmem Wasser abduscht. Diese so genannten Wechselduschen sind übrigens auch ein fester Bestandteil des Kneipp-Programms, benannt nach seinem Erfinder, dem "Wasserdoktor" Sebastian Kneipp.

Früh übt sich

Schwimmen ist ein idealer Ausdauersport, den schon Kinder ausüben können. Die Schwimmbewegungen sind rasch zu erlernen und viele Kids beherrschen diese schon lange, bevor sie in die Schule kommen. Eine Grundvoraussetzung ist allerdings, dass die Kleinen keine Scheu vor dem Wasser haben. Doch wer mit seinem Kind bereits im Babyalter regelmäßig ins Schwimmbad geht, der wird später beim Nachwuchs auch keine Ängste in Bezug auf das Wasser erleben. Besonders das Babyschwimmen in den ersten Lebensmonaten wird gern von jungen Eltern genutzt. Spezielle Wassergewöhnungs- sowie
Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene vervollständigen das Angebot vieler örtlicher Schwimmbäder.

Bahn frei für die gute Laune!

Neben den Vorteilen in Bezug auf die körperliche Ebene kann das Schwimmen ganz in Familie mit einem weitern Plus punkten. Der Sport im nassen Element bringt Spaß und Freude und entspannt wunderbar. Der Stress aus Schule oder Büro verschwindet bereits mit den ersten Schwimmbewegungen und es stellen sich Freude und gute Laune ein. Das "Wir-Gefühl" wird gestärkt und die Familie erlebt sich als Ganzes. Dabei ist es selbstverständlich, dass auf die jüngsten Schwimmer Rücksicht genommen wird. Also kein stures Bahnen-Ziehen, sondern die Bewegung und die Freude am schwimmen sollten im Vordergrund stehen. Und wenn der Junior ausgepowert ist, dann kann Papa ja eine Runde Fähre spielen und seinen Sohnemann Huckepack durchs Wasser transportieren. Und am Ende entspannen alle gemeinsam im Whirlpool.
Text: K. L. / Stand: 04.06.2019

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