Einen kindersicheren Garten gestalten

kindersicherer Garten
Familien sollten ihren Garten kindersicher
gestalten - Foto: © Vitalij Lang

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen, alles blüht und grünt! Wohl dem, der einen Garten hat! Besonders Kinder schätzen das ungezwungene, leichte Dasein, das manchmal richtig spannend und lehrreich sein kann. Damit der Spaß im Grünen nicht durch Verletzungen und Unfälle getrübt wird, sollten Eltern einiges beachten.

So wird auch Ihr Garten kindersicher

Zunächst einmal sollten Sie darauf achten, dass Sie keine Giftpflanzen im Garten haben. Gartengeräte sollten sicher verstaut und Wasserbehältnisse abgedeckt werden.

Spitzhacke und Co. gehören nicht in Kinderhände

Gartenarbeit erfordert allerlei Spezialgerät: ohne scharfkantigen Spaten, Hacken und Rechen geht es eben einfach nicht. Oft werden Rasenmäher, elektrische Heckenscheren, Häcksler oder Vertikutierer benutzt, die für Kinder höchst bedrohliche Gefahren darstellen. Optimalerweise lagert man sie in einem stets verschlossenen Geräteschuppen und lässt diesen auch während der "Kinderzeit" nicht offen stehen. So gern wie die lieben Kleinen auch mithelfen wollen - wenn Strom fließt, Späne fliegen oder mit Chemikalien hantiert wird gehören sie nicht ins Arbeitsumfeld.

Besitzen die Junior-Gärtner eine eigene Garnitur kindgerechter Geräte, ist die Versuchung eventuell nicht ganz so groß. Blattlausgift, Dünger und Schimmel-Ex stehen sicher auf dem obersten Regalfach, besser noch in einem abschließbaren Schrank. Zudem sollten Mama und Papa nicht müde werden, größeren Kindern regelmäßig das Gefahrenpotential zu erklären.

Wasserfreuden

Keine Gartenlandschaft ohne Wasser! Ein Regenfass ist unerlässlich, ein Planschbecken das Highlight des Sommers, ein Gartenteich stimmungsvolle Zierde. Auch hier lauern Gefahren für den Nachwuchs. Kinder fühlen sich vom Wasser oft magisch angezogen und können gar nicht verstehen, warum die Großen immer so viel Geschrei darum machen. Bevor sich die Eltern sprichwörtlich den Mund fusselig reden und die gute Plansch-Laune sich dem Gefrierpunkt nähert, helfen ganz einfache Maßnahmen. Regenfässer werden mit schweren (!) Deckeln versehen, eventuell noch mit Feldsteinen beschwert. Ein kleiner Ausschnitt sorgt dafür, dass dennoch alles Wasser aus der Regenrinne einfließen kann.
Teiche werden hoch umzäunt oder mit einem dicht unter der Wasserfläche verlaufenden, stabilen Gitter versehen. Auch wenn das eigene Kind nicht sonderlich Teich-interessiert ist, muss man Sorge für die Sicherheit von Besuchskindern tragen. Planschbecken und Pools müssen nicht immer randvoll befüllt werden. Aber auch flaches Wasser kann kleinen Kindern zum tödlichen Verhängnis werden. Kein Badespaß also ohne erwachsene Aufsichtsperson!

Schaukeln, Rutschen, Klettertürme

Im Handel finden sich zahlreiche große Spielgeräte und Holzkonstruktionen, die jedes Kinderherz höher schlagen lassen. Entscheidend ist hier zunächst ein Qualitätssiegel. Standfestigkeit, Verschraubungen und Abnutzung müssen regelmäßig überprüft werden, Schrauben tief versenkt und Splitterfallen abgeschliffen sein. Rasen, Sand oder Matten sind als Fallschutz unerlässlich, die Verwendung ungiftiger Farben und Lasuren versteht sich von selbst.

Mehr Spielzeug für den Garten:

Rote Kirschen, gelbe Beeren

Sorglos vom eigenen Beet, Baum und Strauch naschen... bei bekannten Obst- und Gemüsesorten gibt's hier keine Probleme. Gefährlich hingegen sind dekorative Giftpflanzen wie Seidelbast, Eibe, Schneeball, Pfaffenhütchen, Eisenhut und Goldregen. Mit ihren auffälligen Blüten- und Fruchtständen wirken sie äußerst verlockend. Bestenfalls verzichtet man auf solche Gewächse, solange die Sprösslinge noch klein sind. Ab dem Vorschulalter können Kinder dann Unterschiede erkennen und sich merken, dass manche Früchte eben nur für die Vögel bestimmt sind.
Stand: 25.04.2019