Giftpflanzen im Garten

giftige Zierpflanzen im Garten
Die giftigste Zierpflanze ist der Eisenhut
Foto: © emer

Nahezu in jedem Garten lauern Gefahren, an die viele Eltern gar nicht denken. Aufgrund ihrer Erscheinung wirken Giftpflanzen harmlos, können aber ernste gesundheitliche Probleme hervorrufen.
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Giftige Zierpflanzen - Gefahren im eigenen Garten

Kinder sind neugierig, besonders, wenn sie an der frischen Luft sind. Im Garten wachsen oftmals viele bunte oder wohl riechende Giftpflanzen mit schönen Früchten. Aber gerade diese können eine große Gefahr für unsere lieben Kleinen darstellen. Denn man mag es kaum glauben, Vergiftungen durch Chemikalien stehen zwar nach wie vor an erster Stelle, jedoch folgen mit wenig Abstand direkt die Giftpflanzen, wobei man sagen muss, nicht jeder "verbotene Genuss" führt zu großem Schaden. Denn schon Paracelsus sagte: Die Dosis macht das Gift. Dieser Spruch soll die Gefahr aber nicht verharmlosen: Es gibt Giftpflanzen, die schon in kleinsten Mengen zu schwersten Vergiftungen führen können. Allen voran die in fast jedem Garten zu findenden Sträucher Pfaffenhut, Stechpalme und Goldregen sind hier zu nennen. Der goldene Glanz brachte leider schon manches Kind auf die Intensivstation.

Erste Maßnahmen bei Vergiftungserscheinungen

Wie einfach ist es für die Kinder, ihren Sandkuchen, den sie liebevoll mit ihren Förmchen gebaut haben, mit den tollen roten Beeren zu garnieren. Mami macht das auf ihrem großen Kuchen doch auch mit den Kirschen. Dazu ein Löwenzahnsalat. Das sieht alles zum Anbeißen toll aus. Schon wird den Spielkameraden davon angeboten und der eine oder andere nascht davon. Was folgt sind Fieber, Erbrechen, Kreislaufprobleme, die ganze Palette der Vergiftungserscheinungen. Jetzt ist es dringend an der Zeit, den Rettungswagen und den Giftnotruf anzurufen. (In vielen großen Städten gibt es einen zentralen Giftnotruf. Am besten Sie haben die Telefonnummer immer in der Nähe des Telefons.)
Als erste Hilfe lassen Sie Ihr Kind viel Wasser trinken. Verzichten Sie auf die früher oft angeratene Milch, ihr Fett würde das Gift noch schneller ins Blut bringen! Aber noch wichtiger ist die Vorbeugung. Informieren Sie sich über die Giftpflanzen in Ihrem Umfeld und erklären Sie Ihren Kindern, welche Gefahr davon ausgeht. Wiederholen Sie es immer wieder, sodass das Kind es sich verinnerlicht. Verbote helfen allerdings wenig, das Kind muss verstehen, dass es gefährlich ist. Erklären Sie genau, warum es diese Giftpflanzen nicht anfassen oder gar essen soll.
Mehr Infos was man bei Vergiftungen bei Kindern tun sollte finden Sie natürlich auch bei uns!

Die häufigsten Giftpflanzen im Garten

Damit Sie Ihre Kinder entsprechend aufklären können, sind hier einmal die wichtigsten Giftpflanzen erklärt. Die giftigste heimische Zierpflanze ist der Eisenhut mit seinen schönen blauen Blüten. Sein Gift Akonitin ist hochgefährlich und heimtückisch, denn es dringt auch über die Haut in den Körper ein und ist hochwirksam. Diese Pflanze sollte noch nicht einmal berührt werden.

Eine andere Pflanze ist der Goldregen mit seinen Schoten. Die darin enthaltenen Samen werden immer wieder von Kindern gegessen. Sie führen zu extremen Vergiftungserscheinungen, die einer Nikotinvergiftung nicht unähnlich sind. Jedoch ist ihr Wirkstoff Zytisin ein vielfaches wirksamer. Schon 2-3 Samenkörner können schwere Symptome auslösen. Diese Pflanze sollte nie in der Nähe von Kindern aufgestellt werden.

Weiter muss die Engelstrompete mit ihren glockenförmigen Blüten genannt werden. Schon ein geringer Konsum der Giftpflanzenteile ist hochgefährlich. Sie besitzt ein schnell wirkendes Gift, welches schon 15 Minuten nach der Einnahme massive Symptome hervorruft.
Text: D. D. E. / Stand: 18.05.2019

Weitere giftige Zierpflanzen sind:

  • Alpenveilchen
  • Blauregen
  • Buchsbaum
  • Fingerhut
  • Herbstzeitlose
  • Hyazinthe
  • Rittersporn
  • Stechapfel
  • Tollkirsche

Was tun, wenn sich der Nachbar über Lärm durch Gartenarbeit beschwert?