Erstausstattung für die Wohnung

Junge Frau glücklich in ihrer Wohnung
Erstausstattung für die Wohnung - Was braucht man? - Foto: © pictworks

Wohnungs-Erstausstattung

Endlich zu hause ausziehen! Ein Traum vieler Jugendlicher. Doch die Erstausstattung für die eigene Wohnung kostet viel Geld. Hier ein paar Tipps was man alles so braucht und wo man einen Zuschuss für die Erstausstattung der Wohnung beantragen kann.

Die erste eigene Wohnung - Tipps zur Erstausstattung

Der Auszug aus dem Elternhaus ist ein großer und bedeutsamer Schritt für die meisten Menschen. Doch nicht nur dann kann der Bezug einer neuen Wohnung notwendig sein. Auch nach einer Trennung oder bei einer großen Veränderung der eigenen Lebensumstände ist der Verbleib in der bisherigen Wohnumgebung nicht immer möglich. Dann braucht es nicht nur eine neue Wohnung, sondern auch die passende Einrichtung. Dass diese aus vielen kleinen und großen Dingen besteht und nicht immer billig ist, wissen Menschen, die bereits einmal umgezogen sind. Es gibt jedoch Möglichkeiten, auch bei der Erstausstattung zu sparen.
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Erstausstattung: Was unbedingt benötigt wird

Der Umfang der Erstausstattung für die eigene Wohnung wird zunächst von deren Aufteilung und Größe bestimmt. Je mehr Räume in der neuen Wohnung eingerichtet werden müssen, desto umfangreicher fällt auch die Einkaufsliste aus. Der geringste Aufwand entsteht beim Bezug einer Einzimmerwohnung. Hier braucht es Dinge wie

  • eine Schlafcouch
  • einen Esstisch mit Stühlen
  • einen Kleiderschrank
  • und Regale
Gibt es ein separates Schlafzimmer, erweitert sich die Liste der Anschaffungen entsprechend. Dann nämlich braucht es außerdem ein Bett mit Nachttisch und ein Sofa mit Couchtisch für das Wohnzimmer. Entscheidend ist auch die Frage, ob in der neuen Wohnung bereits eine Einbauküche vorhanden ist. Ist das der Fall, spart sich die betroffene Person eine große Investition. Falls nicht, braucht es zusätzlich zur bisher genannten Möblierung eine Küchenzeile inklusive möglicher Elektrogeräte wie Backofen und Spülmaschine.

Doch Möbel sind nicht die einzigen Dinge, die es in der neuen Wohnung braucht. Auch besorgt werden müssen allerlei Gegenstände des täglichen Bedarfs von Handtüchern über Bettwäsche bis hin zu Geschirr, Besteck, Vorhängen und Reinigungsutensilien. So entsteht schnell eine lange Einkaufsliste mit der Aussicht auf gleichermaßen umfangreiche Ausgaben.

Wo kann man Möbel kaufen?

  • Möbel Höffner
  • Möbel Kraft
  • Porta
  • XXXL
  • Ikea
  • Flamme Möbel
  • Poco
  • mömax
  • Roller
  • Möbel Boss
  • Sconto
  • Multipolster

Geringes Budget? Das hilft

Damit die eigene finanzielle Situation angesichts der vielen Anschaffungen nicht in Schieflage gerät, braucht es eine clevere Spar-Taktik.

Hierfür entscheidend ist vor allem die Einsicht, dass es bei der Wohnungseinrichtung nicht immer auf Neuware ankommt. Auch gebrauchte Gegenstände eignen sich wunderbar, um die eigenen vier Wände mit allerlei nützlichen und schönen Dingen zu füllen. Den Möglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt, denn in Kleinanzeigenportalen und Zeitungen wird von der Couch über Geschirr bis hin zur Waschmaschine allerhand Gebrauchtes angeboten. Die Preise für gebrauchte Gegenstände liegen dabei selbstverständlich deutlich unter denen, die im Möbelhaus verlangt werden. Auch ein Besuch auf dem Floh- oder Trödelmarkt kann sich lohnen.

Wer noch mehr sparen möchte, kann sich auch in sozialen Netzwerken umsehen. Hier gibt es inzwischen eine interessante Bewegung, bei der sich Menschen in Gruppen zusammenfinden und Dinge kostenlos anbieten. Mit etwas Glück lassen sich hier auch größere Anschaffungen ganz ohne Geld tätigen.

Zuschuss zur Erstausstattung der Wohnung beantragen

Wer umziehen möchte und kaum Geld für die Einrichtung der eigenen vier Wände hat, kann außerdem versuchen, einen Zuschuss zu beantragen. Finanzielle Hilfen seitens der ARGE stehen dabei sowohl Beziehern von Arbeitslosengeld II als auch sogenannten Aufstockern zu. Bei der Gewährung eines Zuschusses zur Erstausstattung kommt es zusätzlich auf das Alter des Antragsstellers an. Wer älter als 25 Jahre ist, darf ohne die Angabe von Gründen in eine eigene Wohnung ziehen und den Zuschuss beantragen. Bei Personen unter 25 Jahren braucht es jedoch einen Nachweis über die Notwendigkeit des Umzuges. Ein solcher Nachweis könnten eine Ausbildungsstelle in einer Stadt fernab des Elternhauses oder auch der Rauswurf seitens der Eltern sein.

In jedem Fall sollten sich betroffene Personen rechtzeitig vor dem Umzug über ihre Möglichkeiten informieren. Auskunft über mögliche Zuschüsse und die entsprechende Berechtigung erteilt die zuständige Behörde. Steht einem Zuschuss nichts im Wege, so zahlt die ARGE durchaus vierstellige Beträge, die dann für die Einrichtung der Wohnung ausgegeben werden dürfen. Wer vom Amt bezuschusst wird, darf außerdem in sogenannten Sozialkaufhäusern einkaufen. Auch hier bietet sich die Möglichkeit, die Wohnung zu deutlich geringeren Kosten einzurichten. Lesen Sie auch: Tipps für den Umzug

Text: A. W. / Stand: 27.04.2017

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