Hobby des Mannes zu teuer

Als sie ihn kennenlernte, war er dank seines schnittigen Sportwagens gleich viel attraktiver. Heute allerdings legt sich ihre Stirn in Falten, wenn sie an die Summen denkt, die der heißgeliebte und chipgetunte Wagen ihres Mannes bereits verschlungen hat. Dass ihr Partner einem Hobby nachgeht, begrüßen die meisten Frauen. Doch übersteigt diese Freizeitbeschäftigung das Haushaltsbudget oder wird Geld gegen jede Vernunft ausgegeben, so kann dies zu ernsten Problemen führen.

Was tun, wenn das Hobby zu teuer ist?

In einer funktionierenden Beziehung, in welcher beide Partner die gleichen Rechte und Pflichten haben, wird offen über die Höhe des Budgets für Freizeitaktivitäten gesprochen. Ist ein Partner enttäuscht davon, dass sein Gegenüber zu viel Geld ausgibt, muss das Problem offen angesprochen werden. Besonders dann, wenn die Kosten für das Hobby nicht nur eine subjektive Grenze überschreiten, sondern existentielle Gefahren bestehen oder die restliche Familie durch die einseitige Interessenwahrnehmung finanziell benachteiligt ist.

Der gemeinsame Urlaub, die Altersvorsorge oder die Bedürfnisse der Kinder dürfen durch das Hobby des Mannes keinesfalls außen vor bleiben. Erst recht müssen die monatlich anfallenden Kosten des Lebensunterhaltes noch gedeckt werden können.

Ein Haushaltsbuch führen, die Ausgaben ermitteln

Manche Hobbys sind und bleiben preisintensiv. Fährt der Mann gern Rad und schafft sich einmalig ein neues Fahrrad an, kann die Haushaltskasse das bei guter Planung verkraften. Zahlt er jedoch zeitlich unbegrenzt immer wieder immense Summen für die Mitgliedschaft im Golfclub, die jedoch nicht im Haushaltsbudget vorhanden sind, wird es ernst. Dann hilft ein Haushaltsbuch, um allen vor Augen zu halten, wie viel Geld im Monat für das Hobby der Familienmitglieder übrig bleibt. Ohne diese klaren Zahlen fehlt Männern mitunter das Verständnis für die Sorgen oder den Ärger der Partnerin.

Gegenseitig ein freies Budget für das persönliche Hobby einrichten

Zeigt das Haushaltsbuch, dass monatlich durchaus finanzieller Spielraum für ein Hobby zur Verfügung steht, so können sich beide gleichberechtigte Partner ein Budget zugestehen. Über dieses kann jeder frei verfügen. So rollt sie nicht mit den Augen, wenn er wieder seine Münzsammlung erweitert. Andererseits verkneift sich der Partner ein verständnisloses Kopfschütteln, wenn seine Frau die aktuelle Schuhmode in ihrem Schrank erneut vervollständigt hat.

Nur ein Einkommen bei zwei oder mehr Familienmitgliedern

Immer wieder sehen sich Frauen damit konfrontiert, dass ihr Mann das Haupteinkommen der Familie erwirtschaftet und damit argumentiert, darüber entsprechend frei verfügen zu können. In einem gewissen Rahmen entspricht dies selbstverständlich durchaus den Tatsachen. Doch auch die Arbeitsleistung der Partnerin, die eventuell in Teilzeit oder als Hausfrau erbracht wird, muss in diese Kalkulation einbezogen werden. Würde dafür eine Angestellte engagiert werden, so wäre das Haushaltsbudget wahrscheinlich noch knapper. In einer gleichberechtigten Partnerschaft entscheiden beide möglichst gemeinsam, wie die Kosten für die Freizeitbeschäftigung verteilt werden.

Dem eigenen Partner oder Ehemann das Hobby verbieten oder ihm Vorwürfe machen, ist keine Lösung. Doch Vorschläge zu unterbreiten, welche die Situation entschärfen könnten bzw. die eigenen Wünsche und Vorstelllung zu äußern, ist hingegen mehr als wünschenswert und notwendig.
Text: C. D. / Stand: 30.11.2019

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