Erektionsstörung beim Mann

Erektionsstörung beim Mann
Frauen sollten Männer bei einer Erektionsstörung nicht noch
zusätzlich unter Druck setzen - Foto: © drubig-photo


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Was tun, wenn das beste Stück streikt?

Verflixt noch mal: Da hat man(n) sich schon so auf den Sex gefreut, und dann streikt das beste Stück einfach. Erektionsprobleme sind keine Seltenheit, auch wenn Männer das nicht immer wahrhaben wollen. Angaben der Stiftung Männergesundheit leidet jeder dritte Mann zwischen 40 und 50 Jahren an leichten bis mäßigen Potenzstörungen. Rund fünf Prozent der Männer sind sogar vollständig impotent. Zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr hat sich die Zahl der schweren Fälle von erektilen Dysfunktionen mehr als verdoppelt. Die Studien zeigen: Mindestens zwei Drittel aller Männer werden im Laufe ihres Lebens mit Erektionsstörungen konfrontiert. Grund: In fortschreitendem Alter verringert sich die Elastizität des Bindegewebes am Penis. Auch die Produktion von Testosteron in Hoden und Nebennierenrinden nimmt bereits zwischen dem 30. und dem 35. Lebensjahr ab. Allerdings - und das ist die gute Nachricht: Der Testosteronspiegel kann durch regelmäßigen Ausdauersport stabil gehalten werden. Übertriebener Leistungssport hingegen senkt ihn wieder.

Was ist eine Erektionsstörung?

Offiziell heißt das erektile Dysfunktion, im Volksmund wird auch von Impotenz gesprochen. Gemeint ist, dass der Mann keine ausreichende Erektion bekommt bzw. diese halten kann.
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Ursachen für die Erektionsstörung

Es gibt aber noch eine ganze Reihe anderer Ursachen für Erektionsstörungen. So zum Beispiel ist Stress jeglicher Art ist ein absoluter Erektionskiller. Partnerschaftsprobleme oder Stress im Job verhindern unbewusst eine Erregung oder die Aufrechterhaltung der Erregung. Dieser Erektionsverlust wirkt wiederum als Stress im Bett und damit schließt sich der Teufelskreis. Auch übertriebene Erwartungshaltungen und Leistungsdenken oder depressive Verstimmungen können als Liebeshemmer auftreten. "Je jünger der Mann ist, desto eher spielt die Psyche eine Rolle", sagt der Göttinger Männerarzt Dr. Heribert Schorn. Und: "Umgekehrt gilt: Je älter der Mann, desto eher liegen körperliche Ursachen zugrunde."

So können Erektionsstörungen oft der erste Hinweis auf einen allgemeinen Gefäßschaden wie Arteriosklerose sein. Deshalb sollte unbedingt geklärt werden, wie es um die Durchblutung anderer Organe steht. Stellt sich eine fortgeschrittene Gefäßverkalkung heraus, kann die rechtzeitige Behandlung Komplikationen wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verhindern. Männer, die unter der Alters-Diabetes (Diabetes II) leiden, sind besonders häufig von der sogenannten erektilen Dysfunktion betroffen. Außer hohen Zuckerwerte sind auch kardiale Erkrankungen (Herzerkrankungen), blutdrucksenkende Medikamente sowie Alkohol und Nikotin regelrechte Erektionsstopper. Neben anderen Ursachen kann auch unruhiger Schlaf die Potenz beeinträchtigen. Besonders gefährlich ist die sogenannte Schlafapnoe, das sind häufige Atemaussetzer von mehr als zehn Sekunden während des Schlafes. In einer umfangreichen Studie haben Wissenschaftler aus München und Regensburg bestätigt, dass diese schwere Form der Schlafstörung weit stärker als bisher angenommen zur Entwicklung einer erektilen Dysfunktion bei Männern beiträgt.

Behandlung der Erektionsstörung

Auch Übergewicht kann zur Sexbremse werden. "Es gibt Studien, die besagen, je höher die Fettwerte in der Bauchregion sind, desto niedriger ist der Testosteronspiegel", erläutert der Männerarzt Dr. Wolfgang Harth aus Berlin. Der Mediziner empfiehlt einen gesunden Lebensstil mit gesunder Ernährung, regelmäßigen Sport und den Verzicht auf Zigaretten. Zusätzlich können auch Medikamente mit Wirkstoffen wie Sildenafil (bekannt auch als "Viagra"), Tadalafil oder Vardenafil helfen, falls keine Vorerkrankungen vorliegen. Vor der Einnahme dieser rezeptpflichtigen Mittel sollte auf jeden Fall Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden. Unter den freiverkäuflichen Mitteln empfehlen Experten Arzneien mit Heilpflanzen wie Ginseng oder Yohimberinde. Und unter den homöopathischen Präparaten gilt Mönchspfeffer als Potenzhelfer. Bei seelisch bedingten Erektionsstörungen sollte man(n) den Gang zum Psychotherapeuten nicht scheuen. So hat schon manch eine Gesprächstherapie Sexleben und Paarbeziehung gerettet.
Text: juch / Stand: 19.04.2018

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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