Den Wochenendeinkauf organisieren: Stressfrei versorgt

Text: A.W. (Familienberaterin und Mutter) / Letzte Aktualisierung: 26.09.2020

Familie beim Wochenendeinkauf
Machen Sie den Wochenendeinkauf zum Familienprojekt! - Foto: © Drobot Dean - stock.adobe. com

Viele Familien nutzen das Wochenende, um sich für die kommenden Tage mit Lebensmitteln, Getränken und allen wichtigen Dingen zu versorgen. Sowohl Kinder als auch Eltern können bei der Planung und Durchführung des Einkaufs helfen. Vom ersten Schritt bis zum eingeräumten Regal in der Küche erhalten Familien hier wertvolle Tipps rund um den Wochenendeinkauf.

Planungstipps: Von Speiseplan bis Wunschliste

Eine der wohl wichtigsten Fragen vor dem Wochenendeinkauf: Was brauchen wir? Insbesondere in Bezug auf das Essen für die kommende Woche ist Planlosigkeit ein Problem. Wer sich keinen Speiseplan anlegt, muss oftmals auch unter der Woche mehrmals einkaufen und steht frustriert vor dem Kühlschrank. Daher lohnt es sich, jeden Tag im Vorhinein durchzugehen. Geklärt werden sollte dabei:

  • Was gibt es zum Frühstück?
  • Muss für Schulfrühstück oder Kitasnack eingekauft werden?
  • Wie soll das Mittagessen aussehen?
  • Was steht am Abend auf dem Tisch?
    Lesen Sie dazu auch: Was kann man für Familien zum Abendessen machen?
  • Welche Snacks werden tagsüber benötigt?

Am einfachsten ist es, eine Liste mit Wochentagen anzufertigen und Gerichte darauf zu vermerken. Also beispielsweise Müsli zum Frühstück, Rohkoststicks als Snack und Spaghetti Bolognese zum Abendessen. Stück für Stück können dann die benötigten Nahrungsmittel auf die Einkaufsliste geschrieben werden.

Extra-Tipp: Ist es nicht leicht, einen wöchentlichen Speiseplan zu erstellen, liegt das oft an mangelnder Inspiration. Diesbezüglich empfiehlt sich eine Liste mit Familienfavoriten. Hier kann jeder seine Lieblingsessen eintragen und es ist möglich, einen Ordner mit Rezepten anzulegen. Für die Wochenplanung muss dann nur noch die entsprechende Anzahl an Gerichten herausgesucht werden und der Plan steht.

Mehr als nur Nahrungsmittel?

Steht fest, was es zu Essen gibt, ist bereits ein großer Teil der Planung erledigt. Darüber hinaus sollte auf der Einkaufsliste auch all jenes landen, das Familien im Laufe der Woche abseits des Speiseplans brauchen. Hierzu gehören beispielsweise Schulmaterialien, Glühbirnen, Drogeriewaren und Haushaltsutensilien. Vom Vokabelheft über den Spülschwamm bis hin zu Deo und Katzenfutter beugt dies Lücken vor.

Hilfreich: Prospekte

Der Wochenendeinkauf kann mit Hilfe verschiedener Tools geplant werden. Vor allem beim Thema Geldsparen ist es ratsam, sich an Prospekten zu orientieren und Angebote zu studieren. Manche Supermärkte oder Discounter bieten oft Dinge zu besonders günstigen Preisen an. Diese können Familien dann auch in größeren Mengen auf die Einkaufsliste schreiben, um in den nächsten Wochen gut und etwas günstiger versorgt zu bleiben.
Manchmal befinden sich unter den Dingen in Angebotsprospekten auch Waren, die benötigt werden und nichts mit der Versorgung der Familie im Wochenturnus zu tun haben. Kleidung, Möbel oder Schuhe beispielsweise. Es lohnt sich, diese Angebote zu durchforsten und die Einkaufsliste entsprechend zu ergänzen. So kann die Anzahl an Einkaufstrips deutlich verringert werden.
Prospekte und Angebote finden sich sowohl im Briefkasten als auch in digitaler Form. Wer nicht gerne blättert, kann sich eine App herunterladen, die alle Angebote zusammenfasst und auch nach Wohnort sortiert.
Lesen Sie auch unseren Artikel: Sparen im Supermarkt

Nicht ohne Einkaufsliste: Digital oder Papierform?

Selbstverständlich sollte der Wochenendeinkauf nicht ohne eine Einkaufsliste erledigt werden. All die benötigten Dinge kann auch das beste Gedächtnis kaum behalten. Und wird dann tatsächlich etwas vergessen, ist ein weiterer Einkauf notwendig.

Grundsätzlich kann eine Einkaufsliste sowohl in Papierform als auch digital geschrieben werden. Empfehlenswert ist es, für jedes Geschäft eine Extra-Liste anzufertigen. Dies erleichtert die Übersicht und schützt vor vergessenen Artikeln. Auch können sich Familien mit mehreren Einkaufslisten besser aufteilen. Wenn beispielsweise zwei Geschäfte an den gleichen Parkplatz angrenzen, lässt sich der Einkauf parallel erledigen. Das spart Zeit.

Für digitale Einkaufslisten empfiehlt sich die Verwendung einer App. Es gibt inzwischen einige Anwendungen speziell für Einkäufe. Hier können Waren eingetragen und im Laden abgehakt werden. Für Familien vorteilhaft können Apps sein, bei denen mehrere Mitglieder dieselbe Liste miteinander teilen und parallel bearbeiten können. Wem auffällt, dass das Toilettenpapier leer ist, trägt es kurzerhand ein. Hierfür eignen sich auch To Do Listen für Familien, in denen nicht nur die Einkäufe, sondern auch alle Aufgaben im Haushalt und wichtige Termine eingetragen werden können.

Der richtige Ort: Manchmal sind mehrere Stopps nötig

Wo der Wochenendeinkauf stattfindet, ist eine gute Frage. Prinzipiell gilt: Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs finden sich in großen Vollsortimentern. Auch Discounter optimieren ihr Sortiment inzwischen und eignen sich gut für den kostenbewussten Wochenendeinkauf.
Wer spezielle Dinge wie Schulmaterial oder Werkzeug benötigt, kann selbstverständlich auch Fachgeschäfte ansteuern. Spezielle Kosmetik, Putzmittel, Windeln und viele weitere Waren rund um Haushalt, Körperpflege und Haustiere finden Familien auch in Drogeriemärkten.

Frisches Obst und Gemüse, Eier und manchmal auch Fleisch sowie Käse finden sich nicht nur in Supermärkten, sondern auch auf dem Wochenmarkt. Es kann sich lohnen, den Markt mit der Familie aufzusuchen und lokale Landwirte zu unterstützen.

Kind hilft beim Wochenendeinkauf
Viele Kinder helfen gerne beim einkaufen. - Foto: © pressmaster - stock.adobe. com

Kinder und Wochenendeinkauf: Viele helfen gerne

Natürlich sollten sich nicht nur die Eltern allein mit den Pflichten des Wochenendeinkaufs befassen. Auch Kinder sowie Jugendliche können an vielen Stellen etwas beitragen. Hierzu gehören je nach Alter Aufgaben wie:

  • Beim Aufstellen des Speiseplans helfen.
  • Die Einkaufsliste mit benötigten Dingen bestücken.
  • Besorgungen in einzelnen Geschäften selbständig erledigen.
  • Die Einkäufe in das Haus tragen.
  • Alle Waren in Schränke und Regale räumen.

Binden Eltern ihre Kinder auf diese Weise ein, fördert dies das Gemeinschaftsgefühl und auch das Verantwortungsbewusstsein. Ausserdem können Kinder so früh den Umgang mit Geld lernen. Daher lohnt es sich, den Wochenendeinkauf so früh wie möglich zur Familiensache zu erklären.
Weitere hilfreiche Tipps finden Sie in unserem Artikel: Stressfrei einkaufen mit Kindern

Quellen, weiterführende Informationen und hilfreiche Tipps:

  • Denken Sie auch beim Einkaufen an die Umwelt.
    Der NABU gibt Tipps zum nachhaltigen Einkaufen im Supermarkt:
    https://www.nabu.de/..../nachhaltigkeit/21716.html
  • Sparen Sie Zeit und Geld durch sinnvolles Planen der Einkaufswege und kaufen Sie klimafreundlich ein:
    https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/....
  • Gerade beim Wochenendeinkauf lohnt es sich die Preise zu vergleichen. Beachten Sie dazu die Prospekte, die jede Woche in Ihrem Briefkasten landen. Wer es etwas moderner möchte schaut sich die Prospekte online an.
    Viele Supermärkte und Discounter informieren online über Sonderangebote. Wie hier zum Beispiel einer der Marktführer Aldi Süd: https://www.aldi-sued.de/de/angebote/
    Einige Einzelhandelsketten bieten recht hilfreiche Apps fürs Handy an mit deren Hilfe Sie auch gleich Einkaufslisten erstellen können.
  • Ca. 1/3 aller Lebensmittel wird verschwendet. Über Too Good To Go bekommen Sie eine sogenannte "Wundertüte". Viele gastronomische Betriebe haben regelmäßig überschüssiges Essen, denn Überproduktionen lassen sich oft nicht vermeiden, sei es in der Auslage einer Bäckerei, beim Mittagsbuffet oder im Supermarkt.
    https://toogoodtogo.de/de

Haushaltsratgeber: